So langsam wird es Zeit …
… die Grossstadt wieder zu verlassen.
Nach einem verregneten und kalten Wochenende können wir den nächsten Freitag kaum erwarten. Dann ist die Schule fertig und wir können endlich für eine kleine Tour aufbrechen. Wir haben uns vier Tage im Addo Elephant NP einquartiert und hoffen, dass das Wetter etwas besser wird und wir viele Elefanten sehen werden.
Chrigu sagt, dass mir die Schule gut getan hat, und dass ich sehr viel gelernt habe. Das freut mich sehr, zumal das auch die Lehrer behaupten. Wir sind nur zu dritt in der Klasse, also drücken geht wirklich nicht. Zurzeit sind auch sehr viel Italiener da, was den Nebeneffekt hat, dass mein Italienisch gratis aufgefrischt wird. Nur mit dem englisch schreiben hapert es immer noch sehr, obwohl ich wirklich sehr viel gelernt habe. Ich werde daher mein Blog weiter in hochdeutscher Sprache schreiben.
Letztes Wochenende haben wir uns ein Auto gemietet und sind Richtung Norden in den West Coast NP gefahren. Der kleine Park ist ca. 180 km von Kapstadt entfernt und hat ausser Blumen eigentlich nicht wirklich viel zu bieten. Er ist auch nur während der Blumensaison geöffnet, das heisst also nur im August und September. Nachdem wir schon fast den ganzen Park abgefahren hatten und ein wenig enttäuscht waren, werden wir in ein spezielles Gebiet geleiten. Und endlich sehen wir sie, die Frühlingsblumen der Kap Region. Blumen soweit das Auge reicht. In allen Farben, von weiss über gelb und rot bis hin zu blau. Es war traumhaft schön
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| Protea | Mit Winterkleider am Strand | Camps Bay mit 12 Apostel |
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| Im West Coast NP | ||
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| Nein das ist kein Schnee, es sind Blumen |
Ausserdem haben wir einige Blessböcke und Elandantilopen gesehen. Das war sehr unerwartet und daher umso schöner. Leider konnte Chrigu „sein“ Foto, Springbock frisst orangefarbige Blumen, nicht machen. Dafür gab es einfach zu wenig Springböcke im Park, oder sie waren viel zu weit weg
So schön es aber war, ohne unser Büssli, wir hatten einen KIA Picanto gemietet, kamen wir uns irgendwie amputiert vor. Da war zum Beispiel ein wunderschöner Picknick Platz direkt am Meer. Alle hatten ihre Grillzeugs, die bequemen Stühle, ein kühles Bier und leckere Steaks dabei. Nur wir nicht, wir mussten uns mit lauwarmes Wasser, Chips und frische Litschis zufrieden geben. Können weder einen Vogel bestimmen (weil kein Bestimmungsbuch dabei) noch einen Wal beobachten (weil kein Feldstecher zur Hand ist). So müssen sich wohl Tourist fühlen die nur 20 kg Gepäck mitnehmen können
Ja wir vermissen unser Büssli wirklich!
Trotz allen, das Flat das wir bewohnen ist nicht wirklich eine Wucht, das Wetter ist europäisch kalt, die Stadt laut und hektisch, wir werden Kapstadt noch einen Chance geben. Irgendwann im Februar oder März, wenn es hier schön und warm ist.
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| Unsere Lieblinge | mit guten Zähnen bewaffnet | auf dem Tafelberg |
Liebe Grüsse aus dem winterlichen Kapstadt
Mirella und Chrigu
Zwischen Flip-Flops und Moon-Boots
Europa hat uns wieder. Zwar sind wir noch in Afrika, aber Kapstadt ist einfach kein Afrika mehr. Hier gibt es keinen Busch, nur botanische Gärten, hier gibt es kaum Tiere, ausser ein paar gut erzogene Hunde und schreiende Möwen, hier gibt es keine ungeteerten Strassen und hier wird auch nicht über Camping gesprochen. Dafür gibt es hier Edelboutiquen, Feinschmeckerlokale, Flaschenweine, Cocktails und viele exotische Menschen. Die einen laufen mit Flip Flops und kurzen Hosen herum, die anderen tragen Moon Boots und Pelzmäntel. Das Wetter ist angenehm warm und bis jetzt hat uns der Winterregen verschont.
Nach tagelangen Diskussionen und immer wieder verworfenen Plänen, haben wir uns entschieden, in Kapstadt einen längeren Aufenthalt zu machen. Ich drücke fleissig die Schulbank und hatte am Montag meine erste echte englische Stunde, Chrigu arbeitet an seinen Projekten.
Wir haben mitten in Kapstadt seine Wohnung gefunden, die sich bezahlen lässt. Sie ist zwar nicht das, was wir unter schöner wohnen verstehen, von gut eingerichtet nicht zu sprechen, aber wir werden es wohl überleben. Es sind ja nur vier Wochen. Eine Woche haben wir uns nämlich gestern gerade weg- und dafür im Addo Nationalpark ein gebucht. So werden wir wohl hoffentlich doch noch zu unseren Elefanten kommen.
Die Schule, die ich besuche, macht einen guten Eindruck und ich hoffe, dass ich auch viel lernen werde. Ich bin in einem Intensivkurs und da wir jeweils nur zu zweit in der Klasse sind, kann ich mich auch nicht drücken. Es macht schon Spass, trotzdem muss ich jeden Tag daran denken, was für eine schöne Tour wir doch eigentlich geplant hatten. Aber eben, das Leben ist das, was passiert, während man andere Pläne hat.
Wir freuen uns jedenfalls schon auf das nächste Wochenende, wo wir dann ausgiebig Kapstadt erkunden werden.
Herzliche Grüsse aus dem sonnigen Kapstadt
Mirella und Chrigu
Das Leben ist das, was passiert, während man andere Pläne hat
Dass dieser Spruch uns noch verfolgen wir haben wir nicht geahnt als wir voll bepackt in Swakopmund losgefahren sind.
Wir wollen auf eine lange Reise. Fünf Monate ungefähr soll sie dauern. Zuerst mal Richtung Windhoek, dann hoch in den Norden, Kaudum, Caprivi, Botswana ev. Zimbabwe und dann weiter Richtung Süd Afrika. Von da aus wollen wir für drei Wochen in die Schweiz fliegen und anschliessen im Oktober, endlich mal wieder in den Krüger Nationalpark. Dann richtig gemütlich der Küste entlang, zurück nach Swakopmund. So war die Idee. Keine Buchungen, keine Termine, einfach losfahren und schauen wo es uns hintreibet. Das war immer schon unser gemeinsamer Traum.
Um all diese Abenteuer gut zu überstehen müssen wir natürlich das Büssli noch aufrüsten.
Benzinkanister, Ersatzreifen, Wassertank, Gasflaschen kommen mit den richtigen Halterungen aufs Dach. Vorhänge werden massgefertigt. Aufkleber werden ans Büssli angebracht, damit man uns auch von weitem her kennt, dies und das noch nach gekauft und ausgebaut. So können wir dann nach langer Vorbereitung endlich losfahren.
Der Abschied von zu Hause fällt schwer. Wir haben uns so gut eingelebt und so viele liebe Freunde gefunden. Doch der Wunsch zu Reisen wird wohl immer grösser sein.
Also fahren wir mit einem lachenden und mit einem weinenden Auge los. Was kann jetzt noch passieren
Viel, sehr viel sogar! Denn das Büssli will offensichtlich nicht weg. Oder warum meckert es schon nach 80 Kilometer in Form einer Warnlampe. Die Öldruckanzeige. Wir denken noch, ach das fängt ja gut an, hatten wir aber schon mal. Da haben sich nur die Kabel gelöst und wenn wir das wieder zusammenstecken, läuft auch das Büssli wieder. Also alles im Kofferraum auspacken, Kabel zusammen stecken, wieder einräumen und weiter fahren. Doch leider stecken alle Kabel da, wo sie hingehören. Wir sind etwas ratlos, das Buch „VW Bus, so helfe ich mir selber“ bringt uns auch nicht weiter und das Handbuch meint, wir sollen sofort eine Werkstatt aufsuchen. Da wollten wir eigentlich auch hin, nur ist die noch 300 km weit entfernt
Langsam fahren wir weiter, hören HummelDumm und ignorieren mehr oder weniger das Alarmgeräusch. Nach der Mittagspause können wir sogar fast 100 km fahren ohne dass das Büssli jammert.
Mit 70 Km/h schleichen wir auf der Strasse und werden sogar von den Lorris (Lastwagen) überholt.
Etwas deprimiert kommen wir gegen Abend auch in Windhoek an. Noch schnell das Auto ausladen, morgen geht es in die Werkstatt. Dann wird alles gut, denken wir….
Chrigu war nach einer halben Stunde mit unserem Büssli wieder da. Ernüchternde Antwort; sie können nichts mehr machen
Was genau kaputt ist, weiss ich allerdings immer noch nicht. Irgendetwas mit der Öldruckpumpe. Die sei nicht mehr zu ersetzen, da es keine Ersatzteile mehr gibt. Irgendwann würde der Motor also kein Öl mehr bekommen und wenn kein Öl, Motor kaputt. So wird wohl das Büssli nie mehr eine grössere Fahrt machen. Wir haben mit vielem gerechnet. Aber nicht damit, dass die Reise schon am Anfang beendet ist.
Nun müssen wir also nachdenken
Geknickte Grüsse aus Windhoek
Mirella und Chrigu
Mirellas neue Leidenschaft
Nicht dass ihr denkt, mir wird es langweilig. So habe auch mich nach einem neuen Hobby umgeschaut.
Also man kaufe sich ein Brett. Dieses muss beweglich sein und eine glatte Oberfläche haben. Hier besteht es ganz einfach aus einer Schrankrückwand. Was dann ganz wichtig ist, dass man es wachst. So wie wir das von den Skiern her kennen. Natürlich gibt es so was hier NICHT zu kaufen. Ihr wisst aber schon, die Einheimischen sind sehr erfinderisch, wissen sich zu helfen und finden immer etwas das fast genau so gut ist wie das Original.
Das erste Mal sind wir ahnungslos drauflos gegangen. Schon die Düne zu erklimmen war ein Krampf und äusserst anstrengend. Das grösste Elend aber war, dass das Board dann nicht gefahren ist. Keinen einzigen Zentimeter. Wie soll man das nun einem Kind erklären das sich so gefreut hat
Und ich finde das im übrigen auch nicht so toll.
Glücklicherweise ist genau in diesem Moment eine junge, dynamische Gruppe mit Snow- und Duneboards gekommen. Die netten und hilfsbereiten Tourguides haben uns dann gezeigt wie das geht und sogar unser Board gewachst. Die nehmen ganz einfach handelsübliche Holzpolitur (hier schwärmen alle von „Cobra“). Einen Insidertipp erhalten wir später noch. Um das Board noch schneller zu machen muss man es nach dem Wachsen mit Babypuder bestäuben
Ich bin aber immer noch ein wenig skeptisch. Dass das bisschen wachsen etwas nutzen soll? Kann ich mir einfach nicht vorstellen. Zu zweit setzten wir uns also aufs Board. Mit einer Hand das Brett festhalten, mit der anderen steuern. Wir bekommen noch einen Schubs und schon sind wir in voller Fahrt. Und plötzlich geht es mir fast zu schnell. Das hätte ich wirklich nicht gedacht. In einem höllen Tempo brettern wir die Düne runter
Zum guten Glück hat das die etwas ängstliche Mama nicht gesehen
Mucki hat sich gekugelt vor Freude. Und weil’s soooo viel Spass gemacht hat, sind wir gleich nochmals hoch gestapft. Leider ist das Vergnügen jedoch noch viel kürzer als beim Schlitteln. Das gute daran ist aber, dass man ordentlich Kalorien verliert und einen knackigen A…. bekommt
Und weil es wirklich so viel Spass macht, musste sich Chrigu auch „leiden“
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aber irgendwie |
macht es ihm |
nicht ganz so viel Spass |
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denn eigentlich |
geht es so |
Nina |
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zum Schluss geniessen wir ein |
Sundowner |
bis dass der Vollmond aufgeht |
Damit Chrigu aber nicht zu kurz kommt, fahren wir natürlich auch immer wieder zum Fischen. Doch ausser Spesen war die letzten Tage nichts gewesen.
Dennoch, die Hunde waren glücklich und ich um ein paar Steinen reicher
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| Sämi und Shira | Pointi und Chrigu | |
| müde nach einem erlebnisreichen Tag |
Sonnige Grüsse aus Swakopmund, wo es leider nicht mehr ganz so warm ist
Mirella und Chrigu
Chrigu hat eine neue Leidenschaft
und die heisst fischen
Hier in Namibia fischt man meist direkt von Strand aus. Dazu benötigt man natürlich ein Permit (Kostenpunkt 56 N$ pro Jahr!) eine Fischerrute und Bits. Das sind die Köder, hier keine Würmer oder Maden sondern kleine, tiefgefrorene Fische. Und am besten Einheimische die einem zeigen wie das richtig geht. In Chrigus Fall war das Manni und Willy (die seit Juni 2009 hier heimisch sind).
An schönen Tagen ist Fischen ein richtiges Volksfest für die ganze Familie. Vor allem wenn die Süd Afrikaner hier sind. Sie bauen ganze Festungen auf, machen Feuer, braiien leckeres Fleisch (was sie mit den Fischen machen weiss ich auch nicht) und trinken wohl literweise Bier dazu. Gute Plätze sind dann nicht zu haben und selbst die schlechten sind schon belegt. An schlechten Tagen, also dann, wenn es neblig, kalt und einem der Südwestwind um die Ohren pfeift, macht Fischen natürlich keinen Spass. Dann stehen wirklich nur die ganz Harten draussen. Die kennen irgendwie auch kein Kältegefühl. Sitzen stundenlang in kurzen Hosen da, schauen aufs Meer hinaus, trinken dann wahrscheinlich zwischen den Bieren heissen Kaffee und harren den Dingen, äh Fischen, die da kommen werden.
Chrigu gehört jedoch eindeutig zu den Schönwetterfischern. Und das haben wir
Schon seit bald einer Woche beherrscht der Nordostwind die Küste. Das heisst, dass wir hier am Meer das schönste Wetter, die wärmsten Temperaturen und bis jetzt auch kaum Sandstürme haben. Wenn der Winter so bleibt, können wir es hier also gut aushalten.
Und das ist Schönwetterfischen
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gut vorbereitet |
mit Schwung |
ausgeworfen |
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kaltes Wasser nicht gescheut (ca14°) |
und dann |
ist der Kabeljau (42cm) auch schon dran |
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Schönwetterfischer |
Wolfgang und Chrigu |
Anfängerglück |
Und plötzlich ist der Computerfachmann der Ernährer der Familie
Liebe Grüsse aus dem sonnigen und warmen Swakopmund
Mirella und Chrigu
Forums – Tour Teil 2 (4)
Nachdem wir das Abendteuer Polentswa Trail gut überstanden hatten, in Nossob alle eine warme und erfrischende Dusche genossen, machten wir uns wieder auf den Weg nach Mata Mata. Morgen wird für uns der Tag der Entscheidung kommen. Wie lange können wir diesmal in Namibia bleiben
Mata Mata ist für mich nicht wirklich ein schöner Platz. Der einzige Vorteil den dieser Platz hat, man sieht Tüpfelhyänen hautnah. Das wusste Pit jedoch noch nicht
Der war nämlich gerade dabei, sein Zelt am Zaun aufzustellen. Hat wohl gedacht, da bin ich sicher vor Raubtieren. Da ging ein Raunen durch die Menge. Und da stand sie, die Tüpfelhyäne, zum Greifen nah, direkt auf Augenhöhe, nur ein bisschen Draht dazwischen. Pit macht mit samt dem Zelt einen Satz und hat sich zu Tode erschreckt. Gemein, ich weiss, aber uns hat es ein Schmunzeln entlockt, da wir ja wussten, dass sie früher oder später auftauchen wird.
Die grössere Überraschung für uns war allerdings, als plötzlich Familie Weber (JAW) vor uns stand. Bis tief in die Nacht plauderten wir über ihre bevorstehende Reise nach Botswana, gaben ihnen noch den einen oder anderen Tipp und genossen das Zusammensein.
Schon früh am nächsten Morgen machten wir uns auf den letzten Game Drive. Ausser uns hatten wohl alle einen tollen Morgen. Wir haben, aus einem uns bis heute nicht ersichtlichen Grund, die Highlights der Tiere verpasst. Ich glaube wir haben mal wieder Katzen gesucht, jedoch keine gefunden. Die anderen sahen derweilen liebende Giraffen, prügelnde Gnus und gaben sich über unsere Funkgeräte die besten Tiersichtungen durch. Glück und Frust sind eben nirgends so gross wie im Kgalagadi.
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prügelnde Gnus |
süsse Nachbarn beim |
Gaukler |
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die liebenden Giraffen |
wo bist du, hä |
Vater und Tochter, oder so |
Der grosse Augenblick ist gekommen. Border Post Mata Mata. Wie immer beantragen wir 90 Tage Touristenvisa. Haben uns auch Begründungen zu Recht gelegt, die wir dann vortragen würden und sind bis aufs Äusserste gespannt. Was dann geschah, war unglaublich. Zag, Stempel rein, 90 Tage drin und wieder raus. Wir sind erleichtert und es fällt ein grosser Stein auf den Parkplatz
Unser letztes Ziel war das Red Dune Camp. Und es war ein würdiger Abschluss nach einer sehr turbulenten Forumsreise. Die Campsite steht auf einer roten Sanddüne mitten in der Kalahari. Sie ist sehr liebevoll angelegt. Die Openairdusche hat warmes Wasser und das WC freie Sicht in die atemberaubende Weite. Von der Aussichtsplattform können wir ein letztes Mal der untergehenden Sonne zuschauen und ein Savanna dazu schlürfen. Und zur Feier des Tages beschliessen wir hardcore Camping unter freiem Sternenhimmel. Tief vermummt mit Mütze und Faserpeltz schlummern wir in die klare, kalte (6°) Nacht hinein.
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Red |
Dune |
Camp |
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WC mit Aussicht |
warme Duschen |
Sunset |
Maik und Reiner verabschieden sich schon am frühen Morgen, da die Armen den Flieger nicht verpassen wollen. Wir fahren etwas langsamer, kommen aber auch irgendwann wieder in der Zivilisation an.
Ob wir wieder eine Forumstour machen werden weiss im Moment nur Beta Geuze
Liebe Grüsse aus dem nun etwas winterlichen Namibia
Mirella und Chrigu
PS
| und Tschüss, es war einmalig |
Forums-Tour Teil 2 (3)
Leider wurde mit der Dünen- und Spurenwanderung nichts. Es war ein trüber Morgen und in der Nacht hat es geregnet. Frau Rasa war äusserst sauer darüber. Nicht eigentlich wegen dem Regen grundsätzlich, sondern deswegen, weil sie uns nicht zur Wanderung mitnehmen konnte. Der Regen verwische alle Spuren und es wäre für uns herausgeschmissenes Geld. Lange standen wir aber noch mit ihr auf dem Platz und sie erzählte uns sehr viel Wissenswertes. Auch so hat aber grossen Spass gemacht und wir können diesen Platz wärmstens empfehlen.
Unsere heutige Etappe war nur zum warm werden, 35 km bis zu Twee Rivieren. Nur zögerlich kam zwischendurch die Sonne hervor und wir blieben vom Regen verschont.
Auf dem Game Drive haben wir ausser ein paar Oryxe und Springböcke nicht wirklich viel gesehen. Es war schon ein wenig enttäuschend. Aber so ist der Kgalagadi TP. Hier braucht man viel Geduld und eine grosse Portion Glück (wie wir einige Wochen später von Christian und Andrea (fotofeeling) erfahren haben, die haben nämlich Leoparden inkl. Junge gesehen
). Kurz bevor wir wieder im Camp waren, zeigte sich die Sonne nochmals und zauberte einen spektakulären Abendhimmel inklusive Regenbogen hervor.
Es war ein Traum
Nachdem alle Papier geregelt waren, wie Zoll und Buchungen, was natürlich nicht ohne Probleme von statten ging konnten wir das Abendteuer „Vergrabener Hauptmann Ekert“ in Angriff nehmen. Chrigu hat ja immer behauptet, die hätten die Strasse neu gemacht. Er kann jetzt aber gar nicht verstehen, warum die schon wieder so viel Wellblech hat. Wir werden so richtig durchgeschüttelt, alles klappert und unterhalten kann man sich auch nicht. Ich finde, die Strasse ist so schlecht wie immer. Tage später haben wir dann festgestellt, dass es am Mietfahrzeug lag. Irgendwie muss dieser Hilux eine andere Federung haben, als alle anderen Fahrzeuge. Und Chrigu ist ja genau diesen Wagen vor zwei Wochen schon mal durch den Park gefahren und war begeistert. Denn auch Luftablassen hat beim Büssli nichts geholfen.
| Hardebeast und Oryx | Beim Erbsen, äh Geld zählen | Fuchsmanguste |
Durchgerüttelt gönnten wir uns einen kurzen Zwischenstopp in Nossob, wo wir zwei Schweizer kennen lernen. Die haben vor wenigen Tagen den gleichen Trail machen wollen wie wir, mussten aber wegen Wasser wieder umdrehen. Oje, denke ich, schon wieder eine Schlammschlacht
dazu habe ich keine Lust. Da es aber nun doch schon zwei Tage nicht mehr geregnet hat und wir da auch erst morgen hinfahren, steigt die Hoffnung, dass das Wasser abgetrocknet ist, schon wieder ein wenig.
Auf der Fahrt zum Polentswa Camp werden wir mit riesigen Kuhantilopen-, Oryx- und Springbockherden für die schlechten Strassenverhältnisse entschädigt. Es ist grossartig alle die Tiere zu sehen, wie sie friedlich das grüne Grass abfressen. Und eigentlich müsste es hier von Löwen, Geparden und Leoparden nur so wimmeln, bei diesem Futterangebot. Unsere Augen sind aber noch zu schwach und das Gras zu hoch. Wir sehen keine Katzen. Heutiges Tagesziel also nicht erreicht. Dafür die Campsite, für mich eine der schönsten, noch vor Sonnenuntergang.
Alle haben wir friedlich geschlafen, nur Pit nicht, der hat nämlich Löwen brüllen hören und konnte vor lauter schnarchenden Nachbarn auch nicht wieder einschlafen. Leider fanden wir die Löwen auch am Morgen nicht
Die Fahrt auf dem Polentswa Trail war wunderschön. Hätte ich nicht erwartet. Der Track war sehr gut zu befahren, das Büssli ist um die Kurven geflitzt und wir haben erstaunlich viel Wild gesehen. Die Landschaft abwechslungsreich, mal waren es saftig grüne, offene Weiden, mal rote Sanddünen und immer wieder grosse Salzpfannen. Herrlich
Plötzlich stehen wir allerdings vor einem See, keine Fatahmorgana, nein das Wasser ist echt und nass. Und was machen wir in so einem Fall? Richtig, denken und durchwaten. Das Wasser muss wohl wirklich schon abgetrocknet sein. Den bis ein etwas tieferes Loch ist das Wasser nur oberflächlich und sollte gut zu durchfahren sein. Und so ist es auch.
So kann uns auch nichts mehr aufhalten unseren Auftrag auszufüllen. Hier soll irgendwo der Hauptmann Ekert begraben liegen. Den zu finden, mit denen Informationen die wir haben, wird eine grosse Herausforderung. Doch all unsere Bemühungen, wir laufen kreuz und quer durchs Gebüsch, scheuen also keine Mühe obwohl hier überall die Löwen sein könnten, enden bei Vermutungen. Wir finden jedenfalls nichts. Ausser vielleicht den Gefechtsplatz. Es ist und bleibt Carstens Mission.
Die Campsites liegen alle traumhaft, aber ohne jegliche Infrastruktur, an einer Salzpfanne. Das ist also hardcore Camping. Wir geniessen die Einsamkeit, kühles Savanna, ausgezeichnetes Chriguessen und einen fantastischen Sternenhimmel. Was wollen wir mehr
Forums-Tour Teil 2 (2)
Und da war sie endlich
Nun war waschen, kochen und Zelt aufbauen nur noch Nebensache.
Obwohl, heute gab es Chrigus legendäre Buschlasagne, eines der besten Essen die es auf unserem Speiseplan gibt, und von den Jungs war breit und weit nicht zu sehen oder zu hören. Wir machen uns nun langsam Sogen. Sind sie doch alle aus Deutschland, weites Fahren gewöhnt und sooooo weit war die heutige Strecke auch wieder nicht, jedenfalls wenn man nicht Schweizer ist. Und das Navi sagt auch, dass die reine Fahrzeit 6 Stunden beträgt. Plan b wäre, dass wir halt alleine essen, Spaghetti Bolognese, und die Buschlasagen auf morgen verschien. Das wäre aber äusserst schade, denn wie schon gesagt, es ist sehr lecker
Irgendwann kommt via iPhone die Meldung; wir hängen, nein nicht mit dem Isuzu, sondern an der Grenze. Das kann doch gar nicht sein, die hat doch bis 22°° auf. Oder etwa doch nicht. Richtig, hat sie nicht, sondern sie schliesst schon um 15.30 Uhr. Und wann kommen die Jungs da an, genau um 15.35 Uhr. Da Pit das schon ausführlich beschrieben hat, hier seine Worte
„Nach einer kurzen Stippvisite im Ai-Ais Hot Springs Spa hatten wir eine länger Transferfahrt zum Grenzübergang Rietfontein um Mirella und Chrigu zum Abendessen in Südafrika zu treffen, wo Frau Prof. Anne Rasa ein Stück Kalahari besitzt. Dort gibt es einfache und saubere Camp sites und Gästezimmer. Berühmt ist die ältere Dame Ufer ihre "educational" Duenen-Trips und ihr wissenschaftliches Renommee als anerkannte Verhaltens-Biologin fuer Klein-Saeugetiere, speziell Zwergmangusten.
So war unser Plan!
Und jetzt aufgepasst falls Ihr irgendwann in diese Gegend kommt!!!
Wohlwissentlich, dass Mirella auf pünktliches Erscheinen grossen Wert legt, haben wir einen perfekten Routenplan ausgearbeitet. Grenzübertritt noch bei Tageslicht 4:30 nachmittags. Der Grenzübergang Rietfontein hat bis 21:00 auf – laut Landkarte!
Leider wussten die Zöllner das aber nicht. Die Grenze war zu. Von Ferne duftete uns Chrigus LEGENDÄRE Busch-Lasagne zu
Wie ? Was ? Zu ?
Ja, man wisse auch nicht woher das Gerücht mit der Öffnungszeit bis abends 9 komme. Abgeschlossen wird um 4:30.
Schließlich habe man hier anstrengende Arbeitstage und müsse immerhin 20-30 Autos täglich abfertigen
Aber es sei ja gerade erst halb Fünf wanden wir hoffnungsschöpfend ein.
Ja schon, aber nicht in Südafrika. Dort gegenüber habe man keine Winterzeit, schliesse folglich die Grenze schon eine Stunde früher und es mache deshalb für die namibischen Constabler auch keinen Sinn die Grenzschranke eine Stunde länger oben zu lassen.
Leider mussten wir uns dieser zwingend Logik beugen.
Krisenrat ! Wie weit gehen wir?
Kurz und gut: es hat 690 Rand gekostet, genauer 290 Namdollar und 400 Rand (3 Erwachsene und ein Riesentoyoyta)
um die beiden Grenzen extra für uns nochmals zu öffnen. Da das südafrikanische Team auch von weiter her kam, dauerte die ganze Prozedur halt auch.
War ja auch schon spät…
Natürlich haben wir uns jede süffisante Bemerkung peinlichst verkniffen.
Einerseits waren wir froh und uns einig, dass in Deutschland wohl kaum ein Beamter solche Flexibilität gezeigt hätte.
Andererseits blieben Restzweifel….
Egal, inzwischen war es stockdunkel und wir fuhren aus Sicherheitsgründen langsamer, um dann endlich nach einer Stunde über Chrigus Lasagne herzufallen wie ein Rudel crocuta crocutas (Tüpfelhyänen)“
Wir waren jedenfalls dann auch froh, dass sie es geschafft haben und schlummerten friedlich in die trübe Nacht hinein.
Forums-Tour Teil 2 (1)
Der erste Teil der Forumsbesatzung, ausser Chrigu, der den 2. Teil auch noch macht, verabschiedet sich Birgit und Carsten, sowie auch Ronald und Petra. Die wollen noch die Wildpferde suchen und anschliessend weiter gen Windhoek reisen. Maik, Rainer und Pit machten sich gemeinsam auf zum Oranje, die hatten wohl noch nicht genug Wasser gesehen. Wir nahmen die Abkürzung via Keetmanshop. Und so einen Ruhetag tat uns auch ganz gut. Die Campsite die wir da angesteuert haben, ist etwas merkwürdig. Da arbeitet eine sehr lustlose Dame an der Rezeption, der Platz ist bis auf eine grünen Rasen sehr kahl und Gäste sucht man hier auch vergeblich. Wir hatten aber wirklich keine Lust mehr noch weiter zu fahren. Dafür hat es gerade nebenan eine Tanke mit integriertem Wimpy (die namibische Antwort auf Mc Donalds) Und da tobt das Leben
Das wichtigste, aus Chrigus Sicht, ist jetzt Internet. Es hätte auch super guten Empfang gegeben. Nur, wer saugt den da unverschämt viele Daten aus dem Netz? So schnell, dass Chrigu zuschauen konnte wie die NamDollars verschwanden :twistet: Da wir nur das Netti (Verkleinerung vom Nouti (Notebook)) dabei hatten, was noch nicht Busch tauglich gemacht wurde, war wohl wieder nichts mit Internet. So musste Chrigu wohl oder übel noch mal eine Woche ohne Netz zur Weilt auskommen.
Es war Freitag und es war Monatsende. Wir hätten es besser wissen sollen
An einem solchen Tag sollte man einfach nicht einkaufen fahren. Es war eindrucksvoll. Obwohl nun schon lange in Namibia, und schon vieles erlebt, das hat wieder einmal alles übertroffen. Da vor dem Spar war ein richtiges Volksfest. Alle hatten Geld, alle waren glücklich und ausgelassen. Und wir als einzige Weisse weit und breit. Für mich immer noch ein komisches Gefühl. Im Spar herrschte zum Teil gähnende Leere. Die Mitarbeiter kamen gar nicht so schnell mit Auffüllen nach, als die Ware wieder weggekauft wurde. Irgendwann wollte ich dann einfach nur noch weg, es waren einfach zu viele Menschen um mich herum. Der einzige Weisse den wir zu sehen bekamen war ein Mitarbeiter an der Kasse und der war so langsam, dass ich fast die Geduld verloren habe und Chrigu übernehmen musste. Unser Büssli stand immer noch da, mit allen vier Rädern und wir machten, dass wir weg kamen. Als wir zurück kamen war der schönste Platz auf der Campsite besetzt, was meine Stimmung natürlich auch nicht verbesserte. Aber nach einem eisgekühlten Savanna sah die Welt schon wieder besser aus und das Abendessen war auch gut. Die Nacht war dann ein einziges Kommen und Gehen. Eigenartige Gestalten trieben sich plötzlich auf dem am Mittag noch verlassen Platz, herum. Ich war froh, als es dann endlich Morgen war und wir in die Kalahari aufbrechen konnten. Zuvor waren wir aber noch im Wimpy zum Frühstücken. Da wurde uns zur Entschädigung ein Spektakel geboten wovon europäische Töfffahrer (Motorradfahrer) geschwärmt hätten. PS starke Strassenmaschinen mit brummenden Motoren. Was allerdings sehr entsetzlich war, keiner trug irgendwelche Töffkleider oder Stiefel. Die meisten kamen in kurzen Hosen und T`Shirts. Wenigsten trugen aber alle ausnahmslos einen Helm. Ob der aber wirklich gut sass und angepasst war, wollen wir gar nicht erst wissen.
Schon früh trafen wir auf dem Kalahari Trails Campsite ein und wurden von Prof. Ana Rase freundlich begrüsst. Aber wo war Popet? Die sollte doch nicht ausgerechnet heute von den Raubvögeln verspeisen worden sein. Alles rufen von Frau Rasa und Chrigu, den kannte sie ja schon, half nichts. Popet blieb verschwunden. Und ich wollte doch endlich Freundschaft mit diesen Tieren schliessen, nachdem sie mich einmal so gebissen haben, dass ich noch heute eine Narbe davon trage. Nichts half, sie blieb verschwunden bis……
Der letzte Tag (2)
Nach etlichen Fehlversuche, das Internet jobbt hier nach Lust und Laune, manchmal überhaupt nicht, noch einige Fotos und das Schlusswort.
Etwas wehmütig fahren wir als geschlossen Gruppe der Sonne entgegen.
ein letztes mal “Isuzu hängt” hören und sehen
hat es aber dann doch geschafft
ein letztes Gruppenfoto
ein letztes mal dem einen Chef zusehen, dem anderen zuhören
endlich den Nebel hinter uns lassen
und ein letztes mal den Land Cruiser aus dem Sand buddeln
Der Abschied in Lüderitz ist so wie der Anfang. Total chaotisch
Und ausruhen können wir uns auch nicht
denn unser Ziel heisst Geisterschlucht, in Klein Aus Vista. Und diese ist nur eine Kleinigkeit von 125 km entfernt. Einzig der aufgehende, fast noch Vollmond, der 23 Minuten später kommt als gestern, entschädigt das Fahren in völliger Finsternis. Ja richtig, wir kommen wieder einmal im Dunkeln an.
Nach einigen Bierchen, einem leckeren Gemsbockgeschnetzeltem an einem gedeckten Tisch, beruhigen sich auch erhitzte Gemüter wieder. Es ist herrlich, nach all diesen Tagen im Nebel, den Sternenhimmel zu sehen und nicht zu frieren. Wir sind uns einig, eine einmalige Tour, die niemand missen möchte. Und wir waren exklusiv dabei
Und wo ist eigentlich unser Sternengucker Carsten??? Schläft den Schlaf der Gerechten.
Liebe Grüsse und bald geht es hier mit Forumstour 2. Teil weiter
Mirella und Chrigu













