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Wir haben unser Blog zugunsten von Facebook etwas vernachlässigt. Wer Bilder oder News sehen möchte, kann gerne auf unseren Facebookseiten reinschauen:

Urlaub ist anders

Es ist so schön wieder in Namibia zu sein ;-)
Doch von Urlaubsstimmung ist noch nichts zu spüren. Bald bricht das Chaos über uns zusammen. Wir stecken gerade mitten in den letzten Vorbereitungen für die Expeditionstour. Da musss noch so viel erledigt werden, dass ich schon mal kein Ende sehe. Aber wie immer, morgen um 6 Uhr wird dann schon alles fertig sein und alle sind happy.
Dann fahre ich nach Swakopmund in die Kälte zurück, um die letzten Tag vor dem Abflug nach Kapstadt zu geniessen.
Sonnige und warme Grüsse aus Bwanapolis
Mirella und Chrigu

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Neues Auto, neue Pläne

Endlich wieder auf Pad ;-)

Die letzten Tage und Wochen waren nicht ganz einfach für uns. Nach sehr vielen Diskussionen und schlaflosen Nächten, Tränen aber auch Vorfreude, haben wir uns entschieden neue Wege zu gehen. Wir haben unsere Zelte auf Gut Richthofen abgebrochen, unseren Hausrat in Kisten verpackt und den Troupie reisetauglich umgebaut. Nach zwei Jahren auf ein Workpermit zu warten und immer noch nichts zu hören, hat uns schlussendlich zum Handeln gezwungen. Ausserdem haben wir das Reisen schrecklich vermisst.

Wir hatten hier auf Gut Richthofen ein Traumturmhaus gefunden und uns hier sehr wohl gefühlt. Wir haben Namibia von einer ganz anderen Seite kennengelernt und wir haben viel erfahren. Vieles würden wir anders machen, vieles hätten wir auch gar nicht gemacht. Aber wir haben es nie bereut, diesen Schritt gemacht zu haben. Unvergesslich werden wir die vielen guten Menschen in Erinnerung behalten, die wir hier in Swakopmund kennengelernt haben. Viele Stunden haben wir über Gott und das Büsslis gesprochen oder uns einfach spontan zu einem Bring und Braii verabredet. Immer war jemand da wenn man jemanden gebraucht hatte. Sei es weil man Eier oder Zucker, eine Bohrmaschine oder ganz einfach eine praktischen Rat gebraucht hatte.

Bei jedem Ausflug ins Rivier haben wir wieder etwas Neues entdeckt, mal eine Herde Springböcke, mal ganz kleine Strausse oder einfach ein neues Seitental das wir noch nicht kannten. Jede Fahrt in die Tiger Reef Bar war spannende, sie hat sich immer wieder verwandelt, sei es weil sie von einer Springflut heimgesucht wurde oder weil der Swakop die ganze Strandlandschaft verändert hat.

Mein Lieblingsladen, Mr. Price Home, werde ich ganz schön vermissen. Bin ich froh, dass es in Europa IKEA gibt ;-) so wird mir nicht langweilig und Chrigu kann kopfschüttelnd vor den blauen Einkaufstüten stehen und schauen wir er das in sein Auto bringt.

 

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Turmhaus auf Gut Richthofen Ausflug in die Mondlandschaft Prosit!

 

Wir werden die Hunde und Menschen auf Gut Richthofen, das Salz auf der Zunge und den Sand zwischen den Zähnen vermissen. Wir werden die Wüste und die Weite vermissen. Wir werden es vermissen einfach in den Tag zu leben oder spontan zum Fischen zu fahren. Wir werden bestimmt auch viele Freiheiten vermissen die wir in Namibia geliebt haben. Und wir werden den Sternenhimmel über dem südlichen Afrika mit Venus, Mars, Betelgeuse und das Kreuz des Südens vermissen.

Was wir sicher nicht vermissen werden sind die trüben, nebeligen und trostlosen Tage hier in Swakopmund. Die zahllosen Sandlorris (Lastwagen mit Sandladungen) die jegliche Fenster in unserem Haus zum Erzittern brachten. Die Gaffer, die einfach mitten im Wohnzimmer stehen und verwundert waren, dass hier jemand wohnt. Und ich werde bestimmt auch die Taranteln, die mir schlaflose Nächte und Alpträume brachten nicht vermissen und die Skorpione die einfach durch unser Haus rennen. Aber am allerwenigsten werden wir das langsame Internet vermissen :lol:

Namibia wird weiter in unserem Herzen ganz weit oben stehen. Aber nicht mehr als Land in dem wir leben wollen, sondern wieder als das Land in dem wir reisen wollen. Wir haben aber auch gemerkt, dass es uns in andere Länder zieht. Es wird also Zeit, wieder auf Pad zu fahren.

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Die nächste grössere Reise führt uns im November nach Sansibar und dann sehr gemütlich zurück nach Namibia.

Sonnige Grüsse aus Botswana

Mirella und Chrigu

Ich bin der Neue

Darf ich mich vorstellen, ich bin Troupie und der neue Reisegefährte von Chrigu und Mirella. Noch bin ich nicht ganz so wie sich die Zwei das vorstellen, aber wir arbeiten daran. Trotzdem könnt ihr mich mal bewundern. Eigentlich bin ich ja schon ganz weit gereist. Ich komme ursprünglich aus Gibraltar und wurde dann auf ein grosses Schiff verfrachtet und bin in Walvisbay wieder ausgeladen worden. Dann bin ich erst mal ein bisschen mit Bahee und Hummeldummtouristen in Namibia rumgetuckert. Das war ganz schön und entspannt, aber eigentlich bin ich doch eher ein Fahrzeug für grössere und spannendere Touren. Daher bin ich jetzt ganz froh, dass mich die beiden gefunden haben und nun mit mir alleine auf grosse Reisen fahren.

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Kleinere Ausflüge haben wir schon zusammen unternommen. Chrigu muss mich aber noch ein wenig kennenlernen, denn ich bin halt kein Büssli sondern eher ein Traktor. Aber die werden das schon schaffen und ich freue mich auf alle Abenteuer die wir zusammen erleben werden.

Also das war fürs erste von mir.

Sonnige Grüsse aus Swakopmund und bis bald in diesem Blogg

Vom Abschiedsschmerz und anderen Erlebnissen

Nun ist also der Tag gekommen, an dem wir von dir Abschied nehmen müssen.

Du lässt uns einfach irgendwo im nirgendwo stehen. Einfach so und ohne Vorwarnung. Wir können es kaum fassen und sind unendlich traurig.

Noch gut können wir uns daran erinnern, wie du so mächtig und stolz im Schaufenster gestanden hast und uns zugeflüstert hast, nimm mich, wir gehören zusammen. Du warst unser Hochzeitsgeschenk und somit der Anfang eines aufregenden Abenteuers in Namibia. Nicht immer warst du der zuverlässigste Partner, aber irgendwie hast du es geschafft uns von Anfang an in deinen Bann zu ziehen.

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Du warst für uns Reisegefährte, Heim und Büro, aber auch bockiger Esel, Spritschlucker und Geldverbraucher. Durch dich haben wir Wörter und Begriffe erfahren (wie zum Beispiel CV Joint oder Syncro) von denen wir gar nicht wussten, dass sie existieren. Und wir haben durch dich das innerste eines Boxermotors kennengelernt. Chrigu konnte dir oft selber helfen. Trotzdem hast du hast keine Gelegenheit ausgelassen eine neue Werkstatt zu erproben. Manchmal strandest du schon nahe am Abgrund und zweimal warst du sogar so kaputt, dass wir für dich einen Abschleppwagen organisieren mussten. Du hast viele Seiten in unserem Blog gefüllt, hast uns ein langsameres Reisen aufgezwungen und ein Afrika näher gebracht, dass wir ohne dich nie kennen gelernt hätten.

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Du hast uns aber auch ganz nah zu Löwen, Elefanten und anderen Tiere gefahren, am Strand hast du dich immer wohl gefühlt und du hattest dich weder vor Wasser noch vor Tiefstand gefürchtet. Danach warst du aber manchmal noch lange bockig und hast uns das spüren lassen. Irgendwie kam dann aber immer wieder alles zum laufen. Und durch dich haben wir viele Begegnungen und heitere Momente erlebt.

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Wir werden dich nicht niemals vergessen und im Herzen fährst du weiter mit uns auf Reisen.

Mirella und Chrigu

Wer sucht der…

Mitten in der Kalahari, in garantiert löwensicherem Gelände, da gibt es ein Grab zu finden. Wie viele Male schon gesucht wurde, entzieht sich meinem Wissen. Aber es waren schon einige Male, das weiss ich sicher. Doch bisher waren alle Expeditionen zum Scheitern verurteilt. Es würde den Rahmen dieses Berichtes sprengen, wenn ich euch die ganze Geschichte von Erkert erzählen würde. Das könnt ihr aber alles bei www.bwana.de nachlesen oder wendet euch direkt an Carsten Möhle. Der ist, soweit ich weiss, immer bereit, über diese Thema zu referieren. Und ganz ehrlich, mich persönlich interessiert diesen Hauptmann Erkert auch nicht wirklich (Sorry Carsten, dass du es auf diese Weise erfahren muss ;-) ) Ich bin dabei, weil sonst alles Spass macht.

Wird es dieses Jahr anders werden? Werden wir ihn finden? Das Suchfeld wurde immerhin auf einige hundert km2 eingegrenzt. Verspricht ja geradezu einen Erfolg zu werden.

Deutlich besser vorbereitet als all die letzten Jahre, zieht die Blechkarawane in der hektischen Zivilisation Windhoek los. Doch schnell sind Strom, Computer und warme Duschen nur noch eine blasse Erinnerung und wir fahren durch die Ausläufer der Kalahari Richtung Mata Mata. Unser Ziel ist der Polentswa Wilderness Trail im KTP (Kgalagadi Transfrontier Park)

Und Strom? Wer braucht den so was. Hier gibt es ja nicht mal Handyempfang. Nach Red Dune Camp (wo Maria und Bernd zu uns stossen und die ersten mit Sanddünenfahren ihre Mühe haben) Twee Riviren (wo Erika und Heiko schon auf uns warten) Rooiputs (wo es unglaublich heiss ist) und Polentswa (wo es doch tatsächlich regnet) treffen wir in Sesatswe, unserem Basis Camp ein. Und hier braucht tatsächlich schon der erste Strom. Der Koch, um das leckere Fleisch und natürlich auch das Bier und die Savannas zu kühlen, die anderen um ihre Elektrogeräte wie Navis und Computer zu laden. Wie schon gesagt, wir sind deutlich besser ausgerüstet, denn wir haben einen eigenen Techniker und Helfer in Not dabei. Jeden Tag zaubert Tobias wieder etwas brauchbares aus seinem Toyota. Und da wir das Essen haben, bleibt uns Tobias auch immer dicht auf den Fersen. Reifen flicken, Schattendächer montieren, Feuergrube schaufeln, Buschklos bauen und eben auch Strom machen. Tobias ist ab sofort für weitere Touren gebucht :lol:

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Strom Klo Feuer, was braucht man mehr

Und hier, irgendwo im Nirgendwo, sind die Gräber. Täglich fährt die Suchtruppe los um das Gefechtsfeld zu suchen. Denn wenn das Gefechtsfelg gefunden ist, dann finden wir auch die Gräber. Irgendwo da draussen liegen 20000 Gewehrhülsen rum, die müsste man doch eigentlich finden. Was ich vergessen habe zu erwähnen ist die Tatsache, dass Hauptmann Erkert vor mehr als 100 Jahren gefallen ist, und dass es in diesem Gebiet mehr als einmal heftige Buschfeuer gegeben hat.

die einen suchen im Busch nach Gräber

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in garantier löwensichers Gebiet was  keiner glauben wollte aber wirklich Löwenspuren sind
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Die Suche kann beginnen liegt er hier nein nur ein altes Oryx
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sollten wir hier suchen oder lieber hier oder vielleicht doch besser hier
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muss einfach schwereres Geschütz aufgefahren werden oder einfach mehr moderne Technik

Die andern machen das was sie besser können, nämlich kochen und für das leibliche Wohl sorgen

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Brot backen Braiien im bekriechbaren Kühlschrank wühlen
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Gemüse und Früchte rüsten Zwiebeln und Speck kleinhacken Fleischspiesse auffädeln
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Schnitzel panieren dem Gulasch zuschauen wie es im Potjie brutzelt und Vitamine präparieren
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Manchmal hat man aber einfach genug und eine Pause verdient

Leider, und mir tut es auch wirklich leid, finden wir das Gefechtsfeld und damit die Gräber auch am vierten Tag intensiverer Suche nicht. Es macht sich nun doch eine etwas gedrückte Stimmung breit. Etwas geknickt räumen wir das Camp und ziehen weiter. Einen kleinen Erfolg haben wir aber doch zu verbuchen. Wir haben noch mehr Konservendosen gefunden, wir haben wieder ein grosses Gebiet ausgeschlossen und wir haben sehr lecker gegessen.

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so viel Müll, sorry Carsten, wertvolle Dosen
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Zusammenfassend können wir sagen, 10 Menschen brauchen im Busch weniger als 10 Rollen Klopapier, essen dafür mehr als 30 Schnitzel an einem Abend, Nutella ist für manche ein Grundnahrungsmittel, was man von Gemüse und Früchten nicht sagen kann, ausser sie kommen aus der Dose. Im Ricoffe hat es überhaupt keine einzige Spur von Koffein drin, Spiegeleier sind weniger beliebt als Rühreier und Geschirrspülen ist die unbeliebteste Tätigkeit im Camp.

Wir hatten fast täglich ein Verletzungsopfer zu beklagen (zweimal verstauchte Knöchel, Brandwunden 1-2 Grades durch übermässige Sonneneinstrahlung, zwei Stichverletzungen verursacht durch Bienen, eine tiefe Schnittwunde wegen Übermüdung des Kochs, eine akute Vergiftungen durch den Genuss von Old Brown Sherry und einen Totalausfall des Kochs, Ursache unbekannt .

Ausserdem habe wir gelernt, Luft ablassen hilft ungemein um eine Sanddüne hoch zu fahren, kurze Hosen sind trotz brütender Hitze unangebracht um durch den dichten Busch zu wandern und zum Abschluss: wir hatten Oryx und Eland sowie Hyäne und Koch in der Pfanne.

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Doch alle sind sich einige, bei der nächsten Suche im Jahr 2013 sind wir wieder mit dabei ;-)

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Herzliche Grüsse aus Swakopmund senden euch

Mirella und Chrigu, der Koch

Endlich geht’s weiter Teil 2

Nachdem wir wunderbare Tage in Swakopmund verbracht haben, zog es uns dann doch wieder weiter. Schliesslich wollten unsere Gäste ja noch mehr von Namibia sehen als nur Strand, Dünen und fliessende Wasser. Obwohl, ein fliessender Fluss in Swakopmund, das ist schon etwas, was viele so noch nie gesehen haben. Und es ist ein  faszinierendes Ereignis. Die Reise führte uns zur Spitzkoppe und dann in die Etosha. Hier einige Eindrücke, die wir mit den Kameras festgehalten haben.

 

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der Weg ist das Ziel

und Spitzkoppe ist immer eine Fahrt wert

 
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Etosha einmal anders

blonde Gazellen

Schlammpisten

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aber auch die üblichen Stars sind da

 
Langsam neigt sich auch die schönste Reise einem Ende zu, dieses Ende hat es aber in sich und wir wollen es euch nicht vorenthalten.
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oh, da gibt es aber plötzlich sehr viel Wasser

Augen zu und durch

oder doch nicht Erstauntes Smiley

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wo ist jetzt nur das blöde Abschleppseil

die werden das doch schaffen, oder

juppi, es ist vollbracht

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zwar spuckt das Büssli noch ein wenig

und ganz so sauber ist es auch nicht mehr

Spass hat es aber auf jeden Fall gemacht

Mit Lotti, Waltraud und Zebra on Tour

Wir sind zur Zeit mit Lotti, Waltraud und unserem Zebra auf Tour. Für viel Text reicht es heute nicht, für ein paar Bilder aber schon. Viel Spass!

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Der Swakop läuft

Heute ist es endlich wieder soweit, der Swakop läuft bis ins Meer :lol:

Was mit Worten nicht zu beschreiben ist, könnt ihr euch einfach auf den Bildern anschauen

 

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So läuft der Swakop vor unserer Haustüre
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kurz bevor der Swakop in die Lagune läuft C 1984 die Strasse die hinter den Dünen nach Walvis Bay führt  
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bei Kramersdorf Und er hat es geschafft  
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und alle sind da um es zu sehen ein wahres Volksfest  

 

Herzliche Grüsse aus dem sonnigen Swakopmund

Mirella und Chrigu

@Home

Plötzlich hatten wir das Reissen, nach Hause zu fahren. Und nun sind wir schon fast wieder eine Woche daheim.

Im Schnellzugstempo sind wir über das Phalabowra Gate ausgereist und ziemlich unsanft wieder in der realen Welt gelandet. Menschen, Autos, Lärm.

Nach einem kurzen Besuch in der Amarulaverarbeitungsfabrik, wo zwischen Januar und März die reifen Marulafrüchte meist von Frauen angeliefert werden, fuhren wir weiter Richtung Bela Bela.

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Anlieferung Wasch- und sortiervorgang reife Marulafrüchte

Da traf uns der pure Campinghorror :twistet: Eingepfercht auf einem zugewiesenen 4x4m Stellplatz verbrachten wir als einzige Touristen unter alle den weekendhungrigen Johannisburgern, den Samstagabend. Chrigu wird wohl nie wieder auf einen Campingplatz in einem Ressort fahren. Das einzig wirklich gute daran war der Pool mit gut 28° Grad warmen Quellwasser.

Nach einem sehr anstrengenden Fahrtag, stundenlang fahren wir durch Sonnenblumen und Maisfelder, über kilometerlange Baustellen auf grottenschlechten Teerstrassen und durch heftige Gewitter immer nur gerade aus, übernachten in Delareyville, auf der Pigmy Lodge. Es giesst wie aus Eimern und freundlicherweise dürfen wir in der Lapa unsere besten Frikadellen die wir jemals gemacht haben, brutzeln.

Jetzt nur noch durch und ab in den Kalaghadi.

Auch heute war der Tag im Auto lang und heiss (also manchmal, nur manchmal wäre so eine Klimaanlage doch eine feine Sache :cool: ) aber auch landschaftlich sehr schön. Erst hier können wir eigentlich erfahren, wie grün es zurzeit wirklich ist.

Im Park selber sind wir sprachlos, diese Gegend kennen wir nur als staubtrockene, rote Wüste. Jetzt ist einfach alles grün. Selbst die Sanddünen sind mit einem saftig grünen Flaum bedeckt. Im Flusstal steht das Gras an manchen stellen fast einen Meter hoch und einige Wasserstellen kann man, wie auch schon im Krüger, gar nicht mehr sehen.

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Mit den Tieren haben wir allerdings weniger Erfolg. Wir sehen im unteren Auobtal zwar grosse Oryx, Gnu und Springbockherden, aber die Löwen glänzen mit Abwesenheit. Aber wir sind ja sowieso nur der Landschaft wegen hier :lol: Ein Highlight gab es aber trotzdem

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Fasziniert reisen wir weiter, es sind ja nur noch ca. 900 Kilometer bis nach Hause. Das Auobrivier fliesst in Namibia tatsächlich. Leider gingen irgendwie die Fotos vergessen, denn kaum auf heimischen Strassen bockt das Büssli wieder. Und zwar fast an der gleichen Stelle, wo wir schon mal stundenlang auf Hilfe gewartet haben. Die schrecklichen Pisten im Kalaghadi haben ihm nicht gut getan, wir haben ein Kühlerproblem. Chrigu ist nun aber ein Jahr Büsslipannen weiter und so schnell lassen wir uns nicht mehr aus der Ruhe bringen. Irgendwo leckt das Kühlerwasser und wir müssen alle 50 Kilometer anhalten um Wasser nach zu füllen. Kein gutes Zeichen, aber wir können den Schaden erst am Abend finden und beheben.

Es zieht uns immer weiter und so fahren wir direkt bis Sesriem und hoffen dort einen Platzt zu bekommen. Über Maltahöhe, wo ein gewaltige schwarze Wand auf uns wartet und die Strasse innerhalb von Minuten in einen See verwandelt, fahren wir anschliessend über den Tsaris Hoogte Pass wo uns die Schönheit der Landschaft den Atem raubt.

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Im Sesriem bekommen wir für schlappe 250 Doller einen Stellplatz bei NWR und zur Belohnung leisten wir uns das Wildbuffet in der Lodge. Die waren allerdings auch schon besser und auch schon mal günstiger (aktueller Preis pP 220 Dollar). Tief und fest schlummern wir in der wohl wärmsten Nacht der Reise friedlich bis der Wecker schon um 4.30 wieder klingelt.

Schaft der „neue HoBo“ die Sandpiste ins Vlei? Mit einem etwas mulmigen Gefühl schalten wir den hinteren Diff zu und ab durch die Mitte. Nach 5 herzklopfenden Kilometer stehen wir im Soussusvlei und sind einerseits glücklich, es geschafft zu haben und anderseits enttäusch, dass das Wasser schon wieder weg ist. Schön war es trotzdem und das ganze Ausmass, was der Regen angestellt hat, haben wir erst im rausfahren gesehen.


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Leider haben wir auch das Problem im Kühlsystem gefunden. Ein Schlauch hat ein Leck und dadurch verliert das Büssli Wasser. Ein erster Flickversuch am Abend zuvor ist leider gescheitert und nun müssen wir einen neuen Plan machen. Aber wie immer, einerseits gibt’s sehr hilfsbereite Menschen und anderseits macht Chrigu das wirklich richtig gut. So gut, dass der Flick noch heute hält.

Der Sesriemcanyon hat zwar Wasser aber nicht so wie wir das erwartet hätten, dennoch hat sich auch hier ein Blick darauf gelohnt.

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Nun hält uns nichts mehr, ab nach Hause. Doch sind wir da wirklich schon mal durchgefahren, es sieht so anders aus :???:

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Irgendwann fallen mir die Augen dann doch noch zu und als ich wieder aufwache fahren wir durch die staubige Namibwüste direkt auf eine dicke und zähe Nebelwand zu. Wir sind also fast zu Hause.

Herzliche Grüsse aus Swakopmund

Mirella und Chrigu