Archiv für Dezember 2007
Wieder zu Hause
Mittlerweile sind wir wieder zu Hause. Es ist Saukalt und neblig. Da wären wir doch besser nach dem Auto putzen gleich nach Botswana weitergefahren.
Nach dem letzten Bericht haben wir mit Uwe und Max Trümper noch einen wunderbaren Gamedrive auf der Farm gemacht. Ich weiss, ich habe das auch schon an anderer Stelle erwähnt. Ich finde es aber immer wieder unglaublich, was für ein Tierreichtum es in der Nähe des Hosea Kutako Flughafen gibt. Wir haben hunderte Antilopen, Warzenschweine, Geier und Spuren vom Gepard gesehen und darüber ein Passagierflugzeug im Landeanflug.
Als wir in der Abflughalle sassen, hat es zum ersten Mal auf unserer Tour ein wenig geregnet. Offenbar wurden wir deshalb erst mit ca. 15 Minuten Verspätung ins Flugzeug gelassen. Auf dem Flughafen spaziert man ja gemütlich zum Flugzeug. Draussen, ohne Gänge oder Schleusen. In der kleinen Schauer wären wir direkt nass geworden
. In Namibia startet dann einfach der Flieger ein bisschen später.
Der Flug und die Zugfahrt waren wieder ereignislos.
Zuhause wurden wir Herzlich von unseren Hunden, Katzen und später von unserer Familie begrüsst. Hier ist es ja auch schön und wenn bald der Sommer anfängt, geniessen wir es
Liebe Grüsse aus Faulensee
Chrigu & Mirella
So schnell vergeht die Zeit
Mittlerweile sind wir schon wieder am Ende unserer Reise. Wir sind auf der Airport Jagd- und Gästefarm bei den Trümpers eingetroffen. Das ist das neue Heim für unseren “Kwezi” (unsern Toyota Landcruiser). Morgen fliegen wir wieder nach Hause. Alle Berichte die wir gehört haben sagen, dass wir uns auf ca. 40 Grad Temperaturunterschied einstellen dürfen.
Hier noch eine kleine Zusammenfassung der letzten Tage.
In Swakopmund haben wir uns das neue Heim von Peter und Gisela angeschaut. Sie haben sich auf dem Gut Richthofen eine schöne Wohnung gebaut. Mit Ihnen waren wir auch in Swakop Essen und haben den Weihnachtsmarkt besucht. Schon ein komisches Vergnügen. Überall gab es Stände mit Weihnachtskeksen, Geschenken und vielen, vielen Leuten. Wenn ich zurückdenke, wie wir Swakopmund im April erlebt haben, da war es fast leer und ausgestorben. Diesmal war ein richtiger Volksauflauf. Viele Namibier zieht es in dieser Jahreszeit an die Küste. Naja, wir haben es jetzt mal gesehen und es bildet einen grossen Kontrast in unserer Reise.
Anschliessend waren wir noch in der Wüstenbar, der eine kleine Irrfahrt über Stock und Stein voraus ging. Mitten in der Nacht ist das nicht leicht zu finden. Lustig war es aber alleweil
Am nächsten Morgen waren wir mit Peter und Gisi noch auf der Auktion. Peter hat sich einen DVD-Player und ein Sourround-System gekauft, welches ich Ihm eingerichtet habe. Im Gegenzug hat er uns geholfen ein Spezielles Stativ-Rohr auf unser Fahrzeug zu montieren. Das hatten Sie für uns in Ihrem Container aus der Schweiz mitgebracht. Auch Evelyne und Fredy (zwei Schweizer auf Tour) kamen noch vorbei und haben uns tatkräftig bei der Montage unterstützt. Am Abend konnten wir gleich noch den neuen Braai-Platz auf dem Gut einweihen.
Weiter geht es zur Blutkoppe. Wir haben uns in Swakop noch das Permit für den Naukluft-Park und für die Übernachtung geholt. Die 170N$ für zwei Tage und Übernachtung lohnen sich auf jeden Fall. An den Wasserstellen in der Nähe der Blutkoppe treffen sich viele Tiere und die Campsites sind einfach traumhaft. Leider ging es mit an diesem Abend nicht so gut. Ich muss irgendetwas Übles gegessen oder getrunken haben, so hatte ich eine rechte Magenverstimmung. Abends mochte ich trotz des schönen Lichts nicht mal mehr fotografieren.
Nach einer sehr schlechten Nacht, sind wir am morgen weiter Richtung Windhoek gefahren. Wieder einmal haben wir die Route über den Bosua-Pass gewählt. Eigentlich eine schöne Tour, da ich aber noch nicht richtig fit war, waren wir froh, endlich in Windhoek anzukommen. Wieder im Vinyard Country B&B haben wir noch eine Weile Schlaf getankt. So waren wir fit für eine kleine Shoppingtour und einen Besuch bei Carsten. Durch die vielen Leute da, ist es immer spannend. Geschichten werden erzählt, Informationen ausgetauscht und wieder Mal ein leckeres Braai gemacht.
Die Rückfahrt von Carsten ins B&B war wirklich komisch. So um halb elf Abends ist Windhoek wie ausgestorben. Mitten in der Stadt ist dann die komplette Weihnachtsbeleuchtung an. Mit Tannenbaum, Sternen und vielen blinkenden Lichtern. Leider hatten wir keine Kamera dabei um das festzuhalten.
Ja, das war es schon. Unsere kleine Reise geht mit dem morgigen Rückflug zu Ende. Eine sehr gute Entscheidung, war es unser Handy mit einer Namibischen Prepaid-SIM-Karte auszurüsten. Die Gebühren für SMS und das telefonieren im Land sind lächerlich und auch das senden von Mails, klappt gut damit. Obschon wir es viel genutzt haben, sind uns weniger als 5 Euro kosten entstanden.
Somit schicken wir von dieser Reise zum letzten Mal…
Liebe und sonnige Grüsse
Chrigu und Mirella
im Nebel
Heute sind wir in Swakopmund (genauer gesagt auf Sophiadale). Hier ist es neblig und A..-kalt. Deshalb haben wir uns in ein Rondavel (ein rundes Bungalow) eingemietet. Hier gibt es auch wieder mal Strom im Überfluss. So können wir alles laden und auch wieder bloggen.
Kurz vor der Abfahrt von Palmwag, kommt nochmals ein Elefant auf der Campsite vorbei. Es handelt sich um den selben wie einige Tage eher. Sein Name ist übrigens Sebastian. Er lebt Nähe des Camps in den Büschen und kommt eigentlich täglich vorbei.
Unterwegs ist die sehr schöne Strecke über den Grootbergpass. Die Aussicht ist traumhaft und dieses Mal besuchen wir die Lodge um ein paar Bilder zu machen und etwas zu essen. Dank der Italienischen Betreiber ist das Essen eineleckere Abwechsung
Die Fahrt zur Lodge ist recht haarsträubend und nur mit 4×4 zu machen, allerdings hat es auch einen Shuttleservice vom Pass aus.
In Kamanjab hat uns die Polizeikontrolle noch darauf hingewiesen, dass wir Luft verlieren. Tatsächlich geht hinten (diesmal auf der anderen Seite) die Luft raus. Die Garage ist nur einige Meter weiter und der Reifen schnell geflickt. An diesem Tag war es bereits der 7 der da geflickt wurde! Der Gamsbergpass ist für uns ein absoluter Reifenkiller. Praktisch bei jeder Fahrt, hatten wir hier einen Platten.
Wir haben von Carsten noch einen Geheimtipp für eine Übernachtung erhalten. Ein wunderbares Holzhaus, in dem ein Film gedreht wurde. Es steht irgendwo im Damaraland für Selfcatering Übernachtungen zur Verfügung. Wir hatten das ganze Haus welches in und um grosse Felsen und Bäume gebaut wurde für uns ganz alleine. Es hat viele Aussichtsplattformen. Stege und Treppen führen von Plattform zu Plattform und auch zu den vielen Zimmern und zum Pool. Einfach Wahnsinn! Damit das ganze aber ein Geheimtipp bleibt, wird hier nicht mehr verraten
Meldet Euch doch einfach bei Carsten, wenn Ihr mehr wissen wollt.
Danach sind wir zu Kathrin und Antje ins Porcupine-Camp in Kamanjab gefahren. Wir kennen die beiden seit einigen Jahren und waren auch schon in Ihrem früheren Camp zu Gast. Nun haben Sie sich um einen Hügel ein eigenes Camp aufgebaut. Natürlich hat es hier auch viele Tiere die zu Besuch kommen oder von Kathrin und Antje wieder aufgepäppet werden.
Der Höhepunkt war auch hier wieder der Besuch der Stachelschweine, die jede Nacht an Ihren Fütterungsplatz kommen. So habe ich mich nach dem leckeren Essen von Kathrin an die Futterstelle gesetzt Nach den ersten einzelnen “Schweinen” hat Mirella schon mal das Zelt aufgesucht, bei mir hat es dann einiges länger gedauert. Ich wollte doch ein Foto mit mehreren Schweinen machen. Da heisst es ein wenig Geduld und eine warme Decke, dann lässt es sich problemlos aushalten. Wenn dann die Stachelschweine nur zwei Meter entfernt ums Futter streiten und rechts auch noch einige Kudus grasen, lohnt sich das unbedingt!
Weiter geht es Richtung Süden. Das Ziel ist der Ugab Fluss beim Brandberg. Da möchten wir nochmals versuchen einige Wüstenelefanten zu finden. Kurz vor der einfahrt in den Ugab, treffen wir einige Österreicher, die uns warnen Hineinzufahren. Der Ugab ist sehr Tiefsandig. Mit unserem 4×4 sollte das aber zu machen sein. Der Tipp, dass die Elefanten flussaufwärts sind war goldrichtig. Am Greenpoint, einer Quelle an der auch Kühe und Esel sind, treffen wir auf sieben grosse Elefanten. Leider können wir wegen einem Damm nicht nahe heranfahren, so dass wir die letzten Schritte zu Fuss machen. Auf einem Felsen machen wir es uns gemütlich und schauen den Tieren beim Saufen und spielen mit dem Matsch zu.
Auf dem Weg flussabwärts zum White Lady Lodge und Camp kommen wir doch noch in den Genuss unsere Sandbleche zu nutzen. Weil wir uns nicht die Mühe genommen haben, Luft aus den Reifen zu lassen sind wir an einer Stelle ein bisschen eingegraben. Mit der Schaufen, Luft ablassen und den Blechen zur Unterstützung war es aber kein grösseres Problem.
Ja, und nun hocken wir hier bei 20 Grad in Swakop. Nachdem wir die letzten Tage fast das Doppelte hatten, friert es uns schon ein wenig. SMS von zu Hause bereiten uns aber schon auf Kälte vor .. Brrrrrrrrr
Liebe Grüsse aus dem Nebel
Chrigu & Mirella
Diebe auf der Campsite
Vor drei Tagen ist Carsten mit seine Tucke-Tucke Truppe (Total 7 Frauen und zwei Männer) in Epupa eingetroffen. Gleich hatten wir einen gemütlichen Abend am Lagerfeuer. Hermann ist ein richtiger Crack was Autos betrifft. Gut, dass er am nächsten Tag unser Schloss anschauen wird.
Bevor wir ins Bett gehen sehen wir, dass der Kühlschrank keinen Strom hat. Die Batterien scheinen nun nach einigen Tagen leer zu sein.
Am Morgen haben wir kurz das Auto überbrückt und sind einige Kilometer gefahren. Die Tucke-Tucke-Gruppe geht noch ein bisschen Schwimmen und mit Hermann schuen wir unser Schloss an. Da hat sich im Lauf der Zeit viel Sand angesezt. So nimmt er das Schloss schnell auseinander. Mit Hilfe von einem Schüttelbecher und ein wenig Disel sieht es nach kurzer Zeit aus wie neu und funktioniert besser als jemals zuvor! Beim schrauben werden wir von einer Fledermaus beobachtet.
Am Nachmittag geht es dann zu Himba-Uwe. Uwe ist ein weisser aus Deutschland, der vor Jahren von den Himbas adoptiert wurde. Er ist mit der Himbafrau Maria verheiratet. Alle zusammen fahren wir in seinen Kral. Der Nachmittag wird sehr spassig. Einige der Tucke-Tucke Frauen ziehen die Traditionellen Himba Kleider an, die haupsächlich aus Roter Farbe aus Okkerstein, vermischt mit Butter und Kräutern besteht. Hinzu kommt noch ein wenig Leder und Fell und viel Schmuck. Sie haben echt toll ausgesehen!
Die Himbas leiben es zu singen und zu tanzen und so kommt schnell eine Feststimmung auf. Neben Gesänngen der Himbas kommt schnell auch Shakira und sogar der Ententanz zum Zug. Es wird viel gelacht und dank der eifirigen Übersetzungshilfe von Martha und Sofia auch viel gequatscht. Speziell ein Zungenpiercing sorgt für viel Gesprächsstoff bei den Himbas.
Am Abend geht es zurück auf die Campsite. Wir machen ein leckers essen mit Spagetti und drei Saucen. Wie immer auf dem offenen Feuer gekocht.
Plötzlich in der Nacht ein Schrei! Hermann ist aufgewacht, weil jemand seinen VW Bus geöffnet hat, in dem er schlief. Es muss ein Dieb sein. Dieser hat gleich die Klappe wieder zugeschlagen und das weite gesucht. Hermmnn leuchtet mit der Lampe hinterher und sieht noch, wie der Dieb über den Zaun springt und dabei eine Latte rausreisst. Wir haben eigentlich gar nicht viel mitbekommen. Am nächsten morgen wusste ich aber, dass der merkwürdige Traum mit Hermanns Schrei zu tun hatte. Elke die neben dem Feuer auf dem Boden schlieff, haben Sie die Stirnlampe und die Zigaretten geklaut. Das lag gleich neben Ihrem Kopf.
Sind wir froh, ist unser Schloss wieder gut! Am Morgen nun, wollten wir die Batterien für unsere Stirnlampen laden. Doch, wo ist unser Ladegerät? Die Sucherei beginnt. Mh, wieso ist mein Portmonaie leer? Wo ist Mirellas Jacke und wo die Videokamera (die zwar älter ist aber mal richtig teuer war)? Die Türen waren am Morgen zu und abgeschlossen, irgendwie ist der Dieb aber doch an einige Dinge rangekommen und hat sie mitlaufen lassen. Zum Glück sind die Fotokameras und der Imagetank noch da. Das wäre sehr Ärgerlich gewesen.
Am meisten reut mich das Band in der Videokamera. Zeigt es doch eine Sequenz von Halali auf der Nacht am Wasserloch gleichzeitig Elefanten, ein Nashorn und ein Löwe zu sehen sind.
So machen Carsten und ich nach dem Frühstück einen Besuch bei der Polizei. Sie sind die direkten Nachbarn des Campingplatzes und haben Ihr Zeltcamp nur etwa 100 Meter von der Stelle, an der der Dieb abgehauen ist. Die kurze Schilderung und eine Liste der Dinge die wir vermissen, wird zweimal von Hand in ein Buch geschreiben. Die eine Version wird gestempelt und unterzeichnet aus dem Buch gerissen und uns für die Versicherung mitgegeben.
Gegen Mittag verlassen wir Epupa um Richtung Süden zu fahren. Das klappt so gut, dass wir uns entschliessen bis Palmwag zu fahren wo wir unsere bestellten Makalaninüsse heute abholen wollen. Gleich geht es Richtung Kamanjab weiter zum Porcupine Camp.
Liebe Grüsse, die um einige Dinge erleichterten
Chrigu und Mirella
Relaxtag
Heute haben wir einen richtigen Relaxtag. Wir befinden uns ganz im Norden Namibias an den Epupafällen. Eingebettet zwischen Makalani-Palmen stehen wir direkt am Kunene. Dank der Palmen war es auch kein Problem, unsere Hängematten aufzuhängen. So haben wir den Tag hauptsächlich relaxend in der Hängematte verbracht. Das haben wir uns auch verdient.
Gestern Morgen mussten wir als erstes unseren Problem-Reifen wieder wechseln. Nachdem wir Ihn die letzten Tage täglich nachgepumpt hatten, war dann am morgen die Luft ganz draussen. Kein Problem. Ab in die nächste Reifenreparatur und anstelle des normalen Flickens einen Schlauch rein. Den mussten wir erst noch im Shop kaufen. Gleich neben den Getränken, dem Maismehl und frischem Gemüse werden auch Schläuche und Reifen für knapp 100N$ angeboten. Der Schlauch wurde uns dann für 20N$ in den Reifen gemacht und dieser auch gleich wieder montiert (unsere Reserveräder sind kleiner, so dass wir nicht so gerne damit fahren). Leider hielt der Schlauch nur 120km. Wahrscheinlich ist noch ein Steinchen im Reifen, der gleich ein Loch reingemacht hat. So durften wir am Mittag schon wieder Reifen wechseln. Das hat einen Vorteil. Wir werden immer schneller beim Reifenwechsel.
Auf der Campsite gibt es immer wieder Besuch von diebischen Buschhörnchen.
Morgen ist auch noch ein Relaxtag. Am Abend sollte auch Carsten Möhle hier erscheinen, um mit seinen Mitarbeiterinnen eine Schulung über die Himbas zu machen. Dann werden wir uns aber auf den Weg Richtung Süden machen. Hier, am nördlichen Ende von Namibia startet also schon bald unsere Rückreise.
Mirella freut sich am meisten, dass es seit einigen Tagen Nachts nicht mehr so abkühlt, in der Palmwagkonzession waren wir so Nahe an der Küste, dass wir uns nach Sonnenuntergang schon wärmer anziehen mussten. Auch im Bett waren wir dick eingepackt. Das ist nun endlich nicht mehr nötig. Tagsüber ist es nach wie vor Angenehm war (ca. 35 Grad).
Liebe Grüsse aus der Hängematte
Chrigu & Mirella
Nach einer Flasche Rotwein …
Eigentlich ist es jetzt schon spät und wir sind ein wenig betrunken vom Rotwein, trotzdem versuche ich die letzten paar Tage zusammenzufassen.
Nach der Fahrt von Palmwag an die drei Quellen in der Palmwag-Konzession, sind wir gestern in den Hoanib gekommen. Der Hoanib ist der Fluss (im Moment Trockenfluss) in dem wir im März unser Auto versenkt haben. Diesmal hat er sich von einer ganz anderen Seite gezeigt. Die grossen Anabäume sind voller Schoten, auf diese sind die Tiere ganz wild. So erstaunt es nicht, dass wir ganze Herden von Oryx-Antilopen und auch viele Elefanten und Giraffen gesehen haben.
Die ganze Strecke war viel einfacher zu fahren, als wir es uns im Vorfeld vorgestellt haben. Ohne entsprechende Ausrüstung, kann es aber doch gefährlich werden, wenn man aus irgendeinem Grund liegen bleibt. Wir haben auf der ganzen Strecke nur drei andere Fahrzeuge gesehen.
Heute haben wir uns auf die Fahrt durch “The Poort” gefreut. Eine Verengung des Hoanibs auf nur 4 Meter. Leider waren unsere Erwartungen ein bisschen zu hoch. Statt einer richtigen Schlucht, waren es zwei Felsen, die recht Nahe bei einander stehen. Das Nadelöhr, hat aber doch Potential für Konflikte. Wenn da eine Gruppe Elefanten entgegenkommt, ist der Rückwärtsgang gefragt.
Nach dem Poort, sind wir an unser “Loch” (siehe Blog vom 29.3.07 “Versenkt”) gefahren, das wir im Hoanib hinterlassen haben. Sehr schön sind die Spuren unserer Versuche das Auto freizuschaufeln zu sehen. Auch die Steine die wir versenkt haben, sind noch da.
Anschliessend sind wir noch bis Opuwo gefahren. Hier war nach 5 Tagen Busch wieder mal eine richtige Dusche und auch noch ein Restaurant und eine Flasche Pinotage. Nun ist es aber Zeit fürs Bett. Schliesslich geht es morgen an die Epupa-Fälle.
Liebe Grüsse aus Opuwo
Chrigu & Mirella
Tief in der Wildniss
Heute morgen wurde ich mit einem Geburtstagsständchen von fast hundert Schildraben geweckt. Das war sicher nicht deren absicht, vielmehr haben sie darauf gewartet, dass wir hier in dieser Einöde tot umfallen oder wenigstens einige Reste für Sie übrig lassen. Tzjach, Pech gehabt.
Wir sind im Moment Mitten in der Palmwag Konzezssion. Ausser Antilopen, Zebras ab und zu einem Elefanten und Löwenspuren gibt es nur Steine. Grosse Steine, kleine Steine und gaaanz kleine Steine. Die sind ausgebreitet zu Flächen oder getürmt zu Hügeln.
Wenn wir Glück haben, kann sich ein Strauch oder auch mal ein Baum durch die Steine kämpfen und uns ein wenig Schatten geben. In der Ferne hat es immer wieder Fata Morganas. Riesiege Gewässer. Wenn Du näher kommst sind es wieder nur Steine, Steine, Steine.
Sogar eine kleine Quelle gibt es in der Nähe. Zur Not würden wir da auch das Wasser trinken. Es gibt da aber so viele Löwenspuren, dass wir das sicher zweimal überlegen.
Heute gabe es ein leckeres Bierbrot (Mehl, Salz und Bier zusammenrühren und backen), ein Rostbeef und gleich noch einen Kuchen. Alles gebacken und gekocht in unserem Potjie.
So, gleich gibt es Kuchen mit Kerzen … und das richtig im Busch … desshalb klemmen wir hier ab.
Liebe Grüsse
Chrigu & Mirella

