Archiv für April 2009

Aus der Naehe

Gestern hatten wir alles aus der Nähe. Morgens begann es mit einem Elefanten auf der Campsite. Später der Löwe der auf der Strasse gelaufen ist. Wir haben noch gesagt, dass der erst kürzlich vorbeigekommen ist. Sekunden später steht er auf der Strasse. Am Nachmittag der Elefant, auf dessen Weg wir offensichtlich standen. Der hatte richtig zu denken. Dann schaut er uns von der Seite an, wieder von Vorne, wo kommt er nur vorbei. Links und Rechts kann er um den Busch, das will er aber nicht. Judith sitzt bei mir im Auto. Mirella, Monika und Aschi gleich dahinter im nächsten Wagen. Wir können kaum ausweichen. Bei uns stehen auf beiden Seiten die Büsche, hinter uns ist der Weg von Löchern übersäht. Rückwerts geht es kaum. Also wird nach bewährter Manier der Motor ausgestellt und gewartet. Der Elefant macht Kapriolen mit dem Rüssel. Schmeisst Sand in die Luft. Stellt die Ohren. Wir warten. Das Ganze nochmals von der anderen Seite, wenn er möchte, kann er den Rüssel ganz locker auf die Motorhaube legen oder zum Fenster reinlangen. Deshalb haben wir dieses schon mal geschlossen. Nach einer guten Viertelstunde hat er genug, er trottet links um den Busch und verschwindet. Einige Herzen haben richtig hoch geschlagen bei uns. Wieder mal ein sehr intensives Erlebnis mit Elefanten. Zum Schluss geht es noch zur Brücke am North Gate. Da fressen einige Hyppos Schilf. So schön und Nahe haben wir das noch nie erlebt.
Leider wurde uns von der Fahrt am Kwai entlang abgeraten. Es ist immer noch viel Wasser unterwegs und wenn wir nach Maun zurück wollen lohnt es sich kaum. So sind wir am Morgen zügig nach Maun gefahren. Heute ist der letzte des Monats. In Maun war das gut zu spüren. Lange Schlangen stehen am Geldautomaten. Die Läden sind voller Menschen und der Verkehr ist ein Riesen Chaos. Judith, Aschi und Chrigu entscheiden sich noch für einen Rundflug über das Delta. Das war wieder mal eine besondere Sache. Die Wasser mussten wir natürlich bei der Security abgeben, mein Taschenmesser wurde aber nicht beanstandet. So viele Tiere habe ich noch nie aus der Luft gesehen. Büffel, Giraffen und speziell Elefanten sind sehr gut zu sehen. Aber auch viele Antilopen. Verglichen mit Flügen im September habe ich aber das Gefühl, dass noch wenig Wasser im Delta ist. Auch einige Buschfeuer und grosse schwarze Flächen fallen uns auf.
Heute Abend haben wir zu Aschis Freude Hacktätschli und Bratkartoffeln gemacht.
Morgen geht es zurück nach Namibia und anschliessend schon bald nach Hause.
Liebe Grüsse zum letzten Mal von dieser Reise aus Botswana

Im Schlamm

Als ich vor einige Monaten den Plan gemacht und an Monika und Aschi gegeben habe, standen da immer Tageskilometer und Strassen-Bedienungen drin. Im Moremi stand hauptsächlich Schlamm. So schlimm ist es gar nicht. Bis auf wenige Ausnahmen mussten wir sogar Schlammlöcher suchen um die Fahrzeuge dreckig zu kriegen. Mittlerweile haben wir das aber gut hingekriegt (Sorry, Berti!). Das einzige was wir abgebrochen haben, war eine Fahrt zu Dead Tree Island, weil das Wasser definitiv zu tief war. Ansonsten ist es eher Sandig. Gleich am ersten Tag im Moremi auf der Strecke vom South Gate nach 3rd Bridge haben wir sehr viele Elefanten gesehen. Grosse Herden mit zum Teil noch sehr jungen Tieren dabei. Das war sehr schön. Hier in Xakanaxa sind sie nur noch einzeln anzutreffen. Offensichtlich ist das im Moment die falsche Gegend. Dafür hat es sehr viele Impalas. Wir haben an der Mboma Boat Station und auch hier in Xakanaxa Bootstouren unternommen. Beide haben sich als Abwechslung zum Fahren mit dem Fahrzeug sehr gelohnt. Die heutige Fahrt in den Sonnenuntergang auf dem Wasser war super! Was wir kaum verstehen können, ist dass jemand ohne GPS mit gutem Kartenmaterial hierher kommt. Das Wegenetz ist gigantisch und praktisch nicht beschriftet. Dank des GPS sieht man auch, wo es nass werden kann, damit man sich so eine Alternativstrecke ausdenken kann. In den Camps sind überall die guten neuen Sanitären Anlagen die auch über genügen Wasser verfügen. Dank der Solarkollektoren ist sogar richtig warmes Wasser zu Duschen vorhanden. Die Abfallentsorgung ist aber nicht überall gewährleistet. Zumindest in Xakanaxa war das aber möglich.
Das Menu heute: Rindsrollbraten aus dem Potjie mit einer fantastischen Honig-Senf-Klipdrift-Sauce und Polenta.
Morgen geht es weiter zum North-Gate und an den Kwai
Liebe Grüsse

Esel, Hund und Hahn

Eigentlich wollten wir ja nicht in Maun übernachten. Schon gar nicht an einem Samstag wenn noch überall die Party steigt. Nach einigen Tagen im Busch war aber wieder einmal eine schöne warme Dusche, eine Rasur und Essen im Restaurant angesagt. Einfach etwas Zivilisation. Naja, die Zivilisation hat ihre unterschiedlichsten Ausprägungen. In Maun hat es viele Esel und Hunde in den Strassen und offensichtlich auch sehr viele Hähne. Diese Viecher machen seit einigen Stunden so ein Spektakel, dass ich mich nun an den Computer setze und noch einen Blog-Eintrag mache.
Die vergangenen Tage in der Kalahari waren sehr schön. Speziell das Deception Valley hat uns gut gefallen. Nach der Tau-Pan konnten aber alle anderen Campsites nicht mehr mithalten. Zwei grosse Probleme darf man als Touri im CKGR nicht unterschätzen. Das Wasser und den Abfall. Wer einige Tage da unterwegs ist, möchte vielleicht auch mal Duschen. Dafür hat es auch die nötigen Eimerduschen. Aber kein Wasser. Das muss alles mitgebracht werden. Natürlich auch das Wasser für die Küche, den Abwasch und nicht zuletzt zum trinken. Da kann man aber glücklicherweise auf Bier oder Wein ausweichen ? Schwieriger ist das Abfall-Problem. Im Gegensatz zu anderen verzichten wir auf das wegwerfen, verbuddeln oder verbrennen von Abfall und nehmen alles mit. Da wir aber auch etwas umfangreicher kochen, fällt leider auch mehr Abfall an. Nach einigen Tagen ist das ein nicht zu unterschätzendes Problem.
Die östliche Ausfahrt Richtung Rakops ist deutlich ausgefahrener als die Zufahrt über das Kuke-Gate. So hat es viele Bumps und ausgefahrene Wege. Der zusätzliche Gegenverkehr hat uns einige Ausweichmanöver in den Busch beschert. Mit unseren Fahrzeugen hatten wir damit aber wenige Probleme. Vor der Abfahrt aus der Piper-Pan haben wir unter dem Auto noch das Ganze Gras rausgeholt. Unterwegs haben wir zwei ausgebrannte Wagen gesehen. Das sollte uns doch bitte nicht passieren. So sind wir mit einem Rad auf die Feuerstelle gefahren, damit wir darunter kriechen und saubermachen konnten. Unter Motor und um den Auspuff haben sich ganze Heuballen angesammelt, die sich schnell mal entzünden. Da ist wirklich Vorsicht angesagt.
Mit einem Rest Old Brown Sherry, Totentrompeten aus der Schweiz, etwas Rinderfilet, Polenta und Gem-Squash haben wir in der Sunday-Pan noch ein sehr leckeres Abendessen gekocht.
Übrigens wurden die Campsite-Nummern geändert. Wo welcher Platz ist, ist zum Teil eher Zufall und kann zu längeren Diskussionen führen, wenn schon jemand auf dem vermeintlich gebuchten Platz steht. Ich brauche kaum zu erwähnen, dass die Schilder mit den Nummern nicht vorhanden sind.
Nun geht es Richtung Moremi. Mal schauen was es da in Punkto Wasser und Schlamm so zu sehen gibt.
Liebe Grüsse aus Maun

Judiths Hiferuf

Die Tau-Pan werden wir in sehr guter Erinnerung behalten. Sie ist einfach nur schön. Das Highlight sind natürlich die vielen Tiere die am Morgen und am Abend die Pan aufsuchen. Heute sind wir vom „blöken“ der Springböcke aufgewacht, die auf unserer Campsite gegrast haben. Den gestrigen Ruhetag haben wir genossen. Mirellas Wassersack haben wir an die Sonne gehängt. Am Abend konnten alle Duschen. Nur schnell zwar, aber immerhin schön warm. Am Abend gab es ein leckeres Chicken Curry mit Früchten und Reis.
Heute sind wir von der Tau-Pan in die Piper-Pan umgezogen. Während der Fahrt entlang von einigen Pfannen und durch den Busch hörten wir plötzlich Judiths Hilferuf. „Da ist irgend ein Viech vor mir auf der Strasse. Vielleicht ein Stachelschwein. Das will einfach nicht vom Weg.“ So sind wir umgekehrt um mal zu schauen und wenn möglich ein Foto zu machen. Tatsächlich kommt uns ein Stachelschwein entgegen. Ganz langsam gefolgt von Judiths Wagen. Ein Stachelschwein am Tag haben wir auch noch nie gesehen. So war die Freude riesig.
In der Piper-Pan haben wir leider nicht den gleichen Tierreichtum wie in der Tau-Pan gefunden. Nahe beim Camp hat es aber ein Wasserloch und eine Gnu-Herde von ca. 50 Tieren. Eben hat auch noch der Löwe gebrüllt. Vielleicht wird das ja doch noch ein ganz spannendes Plätzchen.
Morgen geht es weiter Richtung Sunday-Pan und dann nach Maun. In Maun können wir endlich mal unsere E-Mails abrufen und auch die Kommentare im Blog lesen. Vielleicht hat da ja jemand etwas geschrieben.
Herzliche Grüsse aus der Kalahari

Endlich bei den Loewen

Heute ist endlich der Traum von Monika und Aschi in Erfüllung gegangen. Wir haben die Löwen gefunden. Nicht irgendwo, sondern in der Tau-Pan. Einem traumvollen Ort in der Central Kalahari. Wir haben einen wundervollen Campingplatz, gleich an der Pfanne unter einigen Bäumen. Auf der Pfanne hat es Dutzende Tiere, sogar Giraffen sind im Hintergrund an einigen Bäumen. Gleich an dieser Pfanne (ca. 500 Meter von unserm Camp) haben wir die sechs Löwen in der Abenddämmerung gefunden.
Zum Abendessen gab es Boerewors, T-Bone-Steak, selbstgemachtes Brot aus dem Potjie und auch selbstgemachtes Tsatiki. Richig lecker!
Leider hat Judith heute Morgen festgestellt, dass Ihr die Kamera geklaut worden ist. Das kann eigentlich nur am Mabuasehube-Gate passiert sein. Sie war alleine im Büro und hatte leider das Fahrzeug nicht komplett abgeschlossen. Türe auf, ein Griff und die kamera war weg. Anschliessend hatten wir eine lange Fahrt während der sie die Kamera nicht gebraucht hat. So ist der Verlust erst am Morgen aufgefallen.
Morgen sind wir nochmals in der Tau-Pan und die nächsten Tage weiterhin in der Central-Kalahari. Gut erreichbar werden wir erst am Samstag wieder in Maun sein.
Liebe Grüsse von uns und den Löwen

Unter Geiern

Heute haben wir unseren Ruhetag an der Mabuasehube-Pan. Den haben wir auch nötig nach der Schüttelei von gestern. Über uns kreisen etwa fünfzig Geier. Langsam rätseln wir darüber, ob das wohl unser letzte Blog-Eintrag wird und die Geier gleich ein Festmahl an uns haben. Langsam aber sicher kommt auch noch eine Windhose auf uns zu, wie das wieder knirschen wird zwischen den Tasten.
Die gestrige Strecke von Nossob nach Mabuasehube haben wir gut gemeistert. Am Anfang hatten wir einige Dünen mit Tiefsand zu passieren. Nach dem Ablassen von etwas Luft sind wir aber problemlos rüber gefahren. Anschliessend kam eine richtige Schüttelstrecke die vor allem Judith mit dem Pajero etwas mitgenommen hat. Dank des Ruhetags geht es Ihr aber wieder super.
Die Lage hier, direkt am Pfannenrand ist super. Hohes Gras umgibt die Pfanne. Da sammeln sich auch immer wieder Tiere und natürlich haben wir auch einige neugierige Nachbarn (Erdhörnchen, Fuchsmangusten und Tokos). Die Hängematten sind aufgespannt, die Wäsche ist gewaschen und in einem Baum hängt der Wassersack mit unserem Sonnengewärmten Duschwasser.
Gleich machen wir ein leckeres Brot und ein Rostbeef fürs Abendessen, bevor es noch einmal zum Wasserloch geht. Aus unsern Löwen ist leider immer noch nichts geworden. Vielleicht haben wir da ja Glück.

Bei den Loewen

Mittlerweile sind wir in Rooiputs im Kgalagadi NP. Das Camp ist offen, Zäune gibt es keine und von allen Seiten brüllt ab und zu mal ein Löwe, das ganze unter einem grandiosen Sternenhimmel. Richtig schön!
Etwas Stress hatten wir mit den Buchungen der Nationalparks. Es dauerte eine Stunde bis sie unsere Zusatzbuchung für Judith gefunden haben. So waren nur vier statt fünf Personen bestätigt. Zum Glück konnte das nach ein paar Telefonaten geklärt werden.
Wir haben festgestellt, dass wir noch einige Probleme mit dem Zeitmanagement haben. Es ist schon etwas ganz anderes ob man zu zweit in einem Auto fährt oder zu fünft mit drei Wagen. Es braucht einiges an Koordination und eben mehr Zeit. Wir lernen es aber schon.
Von den Tieren waren wir begeistert. Sehr grosse Antilopen- und Gnu-Herden sind uns begegnet. Leider haben wir die Löwen bisher nur gehört und noch nicht gesehen. Mal schauen, ob wir heute Nacht noch Besuch von denen haben.
Liebe Grüsse aus dem Busch!

Wir haben geheiratet

Wir haben gestern in den roten Sanddünen der Kalahari geheiratet.
Jetzt freuen wir uns auf die Reise durch Botswana. Mehr von der
Hochzeit gibt es sicher im www.namibia-forum.ch. Vielen Dank an die
FoMis, die die Torte gespendet haben! Die war super schön und lecker!

Liebe Grüsse aus der Kalahari
Mirella & Chrigu

P.S. Sorry, für die kurze Nachricht. Wir kämpfen hier etwas mit der
Technik. In den nächsten Tagen gib es aber mehr von der Tour!

Mirella_Chrigu_klein.jpg

Guten Morgen aus Namibia!

Nach einer lieben Verabschiedung am Flughafen Frankfurt durch Sammys, Helen, Inge und Uwe hatten wir einen ereignislosen, langen Flug. Das bisschen Übergepäck mussten wir zum Glück nicht bezahlen. Am Flughafen wurden wir von Uwe Trümper in Empfang genommen und schone einige Minuten später waren wir auf der Airport Farm. Da fällt der Stress der Reise ab und wir sind in Namibia angekommen.
Gegen Mittag wurden wir von Savanna abgeholt und in die Stadt gefahren, damit wir die Fahrzeuge übernehmen konnten. Leider war nicht alles zu unserer Zufriedenheit. Der von Aschi und Monika ursprünglich gebuchte Automat mit Seilwinde war wegen eines Unfalls nicht verfügbar. Somit haben wir nun beide einen 4 Liter V6 Hilux. Das sind gute Fahrzeuge, das wissen wir von unserer letzten Reise. Im Showroom stand auch noch ein gebrauchter 4×4 VW Synchro Bus, der gleich unser Interesse geweckt hat. Vielleicht wird das unser neues Auto. Da wir ja keine Ahnung von Fahrzeugen haben, wir Uwe Trümper den noch für uns anschauen.
Da Feiertag war und die Läden früh schliessen haben wir nur die ersten Getränke eingekauft. Der Rest muss auf den nächsten Tag warten. Zurück auf der Farm gibt es Kaffe und Kuchen und anschliessend eine schöne und interessante Farmrundfahrt. Unterwegs mussten wir noch tote zwei Puffottern im Feld deponieren. Diese sind auf den Hof gekommen. Die Hunde geben das sehr schnell an. Schlangen auf dem Hof müssen leider aus Sicherheitsgründen Ihr leben lassen.
Gestern früh hiess es dann Auto packen. Wir haben das am Ankunftstag etwas vernachlässigt, deshalb gab es viel zu tun. Unsere Kisten (wir haben ja einige Kisten mit Kleidern, Campingmaterial etc. auf der Farm deponiert) mussten umgepackt und verstaut werden. Zwischenzeitlich kam auch Judith bei uns an, so dass wir komplett waren. Anschliessend sind wir zur Maerua-Mall gefahren um einzukaufen und etwas zu essen und anschliessend noch die Fahrzeuge zu betanken. Das hat alles etwas länger gedauert als geplant, so dass wir erst gegen 15:00 Richtung Bagatelle losgefahren sind. Schon beim Start haben wir gemerkt, dass es nun etwas knapp wird. So haben wir den Sonnenuntergang und ein wunderschönes Abendrot auf der Strasse erlebt. Das letzte Stück mussten wir sogar im Dunkeln zurücklegen. Das mögen wir so gar nicht und ist hoffentlich das letzte Mal während dieser Tour gewesen.
Das Abendessen auf Bagatelle war sehr lecker. Die Strohballen-Häuser gefallen uns sehr gut. Abends ist es deutlich wärmer als am ersten Tag in der Windhoek Region. Wir sind aber auch fast 500 Meter tiefer.
Heute sind wir den ganzen Tag hier und machen hier mit ein paar Freunden ein kleines Fest.
Natürlich haben wir schönsten Sonnenschein und in Namibia noch keine einzige Wolke gesehen.
Liebe Grüsse und bis bald wieder

Wir sind weg

Hallo

Unsere Kalahari-Tour startet in ein paar Stunden. Schaut ab und zu hier rein, es lohnt sich :)

Liebe Grüsse

Chrigu & Mirella