Archiv für August 2009

Härtetest für das Büssli

Härtetest für das Büssli
Staubig und dreckig, steht das Büssli fast heile wieder auf der Farm. Es hat schon ein wenig gelitten auf unserer Tour durch den Naukluft.
Wir sind zusammen mit  Maxi und Wolfgang und deren LKW über den Bosua Pass zur Blutkoppe gefahren. Es war eine gemütliche und sehr schöne Fahrt. Die ganze Landschaft schimmert in einem goldgelben Glanz und wir sind sehr erstaunt, dass es so viel Gras hat. Es muss wirklich eine gute Regenzeit gewesen sein. Wir sehen auch recht viele Tiere, vor allem Springböcke und Strausse, aber auch einige Oryxe und Zebras.
Kurz vor Sonnenuntergang erreichen wir die Blutkoppe und können in aller Ruhe den Sundowner mit einem Savanna geniessen.
Mit dem eingegangenen Geld von unserem Abschiedsfest haben wir am Tag davor noch unser Büssli aufgerüstet. Einen Dachträger, einen Wassertank fürs Dach (der ist ganz schmal und am Abend können wir sogar richtig warm duschen) und ganz viele namibische Kisten. Die werden uns noch einige Diskussionen bescheren. Es sind 9 Kisten, die stapelbar sind. Nun ist unser Problem, dass jeder findet, seine ist die wichtigste und muss zu oberst stehen. Aber wir werden das schon noch hin bekommen.
Danke an alle, die dazu beigesteuert haben, dass wir bei Cymot Grosseinkauf machen konnten.
Am nächsten Tag fuhren wir nach einem langen Frühstück zu arches rock, was eigentlich unser gestriges Ziel war. Da der Tag aber noch so jung ist, tuckerten wir über grauenhaftes Wellblech, weiter Richtung Mirabib. Doch das haben wir wieder nicht mehr geschafft, es hätte für uns Langsamfahrer viel zu viel Stress bedeutet und so steuerten wir einen anderen Platz an. Der lag in einer grossen Ebene und war mit Schatten spenden Bäumen umgeben. Da wurde sogar unser Permit kontrolliert, was wir das allererste mal erlebt haben.
Das Endziel am nächsten Tag war aber definitiv Homeb. Die Pad dahin war alles andere als ruhig, nochmals wurde unser Büssli auf eine sehr hart Probe gestellt. Dafür wurden wir aber auch belohnt. Der Platz liegt in Kuisebcanyon, direkt am Revier in einem Akazien- und Anabaumwald. Dahinter sieht man bereits die ersten roten Sanddünen, sie wirkten zum Greifen nahe. Doch bis dahin wars dann doch noch ein ganzes Stück zu laufen.
Die schlechte Wellblechpiste hat leider Spuren am Büssli hinterlassen.
Die Kühlmittelstandanzeige leuchtet auf und mein Fenster (dummerweise ein elektrisches) funktioniert auch nicht mehr. So war also werkeln angesagt. Chrigu hat zusammen mit Wolfgang und dem Buch „VW Bus, jetzt helfe ich mir selber“ fast alles wieder gefixt. (so heisst das auf südwester Deutsch). Zum ersten mal habe ich erlebt, dass sich Chrigu auch für einen Motor interessiert. Da kommt Freude auf, denn uns wurde prophezeit, dass bei einem VW Büssli doch immer mal was kaputt gehen kann (fast so wie bei einem Ländi).
Obwohl Chrigu viel Erfahrung hat mit defekten Scheiben hat, (schon bei der letzten Fahrt im April musste eine geflickt werden und in der Schweiz beim Senice) konnten die beiden das nicht mehr reparieren. Es ist etwas abgebrochen aus Plasti und das Innenleben war verrostet. Rost denke, ich das kann doch in einem so trockenen Land wie Namibia nicht sein. Doch kann es, denn wir vermuten, dass unser Büssli bis jetzt vor allem Windhoek – Swakopmund gefahren ist. Da stand es dann am Sandstrand und wartete, bis ein Fisch an der Angel zugebissen hatte. So muss das gewesen sein.
Die Rückfahrt über den Gemsberg Pass ging wieder flott voran, weil ja auch die Strasse seit dem letzten Dezember sehr gut geflickt wurde. Damals war an einigen Stellen die Strasse durch den heftigen Regen einfach weg gespült worden und wir mussten uns durch Flussbetten wühlen.
Mit einem 32 seitigen Business Plan machen wir uns kurz vor der Dunkelheit auf den Weg zur Farm. Nun wisst ihr auch gleich was wir am Sonntag machen. Bürotag!
PS: Essen war wieder lecker. Es gab Gulasch mit Teigwaren, Currychicken mit Yellowreis und Braten an einer Honigsenfsauce mit Bratkartoffeln.
Liebe Grüsse, Mirella und Chrigu

Hererotag

22.8.2009 Hererotag
Unseren ersten wichtigen kulturellen Höhepunkt durften wir unter kundiger Führung mit Carsten erleben. Das alljährliche Ahnentreffen der Hereros. Dieses findet immer im August in Okahandja statt. Und wie das mit Carsten so ist, geht man da nicht einfach hin, um zu schauen, sondern man geht mitten hinein. Die Bwanapolis Crew, JAW und wir stellten inmitten der ganzen Hereros unser Camp auf. Es ist auch kaum eine Minute vergangen, da waren wir auch schon von neugierigen Kindern umzingelt. Die wollten natürlich alle helfen und hofften auf ein kleines Entgelt. Doch da die ganze Jungmahnschaft von Carsten dabei war, gabs nicht wirklich etwas zu helfen. Schon bald kamen auch die ersten Männer mit ihren verschiedenen Uniformen uns begrüssen. Es herrschte ein buntes Treiben, ein kommen und gehen von neugierigen Menschen. Nachdem das Camp aufgebaut war, gönnten wir uns einen ersten Sundowner. Für die Mädchen ein Savanna und für die Männer der erste von vielen Old Brown Sherrys.
Kurz vor Sonnenuntergang drehten wir eine erste Runde um den Versammlungsplatz. Hautnahe konnten wir mit ansehen, wie alle für die morgige Parade schon fleissig übten. Die Männer in Fantasieuniformen, die Jungs in schuluniformähnlichen Kleidern und die Frauen in ihren wunderschönen viktorianischen Matronenkleidern. Immer wieder galoppierte auch die Kavallerie mit unberechenbaren Reitern an uns vorbei. Von den armen Pferden wurde alles verlangt obwohl die meisten Reiter nicht wirklich eine Ahnung von Pferden haben. Gut, dass die Pferde sonst einfach im Busch leben dürfen.
Bei Einbruch der Dunkelheit machte sich auch der Hunger bemerkbar. In zwei Gruppen organisierte wir etwas zu Essen. Etwas heikel wie wir Europäer ja sind, kam natürlich nicht Ziegenkopf und Ähnliches auf den Tisch, sondern einfach tot gegrilltes Fleisch, würziges Hähnchen und verschiedene Salate. Es wurden nicht alle ganz satt, doch für die Kinder blieb am Schluss noch genügend übrig.
Leider haben wir auch noch Besuch von schon etwas angetrunkenen Hereros bekommen, was die Stimmung, vor allem von mir, etwas trübte. Die kleine Mädchen machten es sich ums Feuer bequem, nachdem sie stundenlange die weichen und blonden Haare der Bwanagirls gestreichelt hatten.
Ein wichtiges Thema war auch noch die Toilette. Ist ja für Frauen immer etwas anderes als für Männer. Carsten hat uns versprochen es werde Dixi Klos geben. Mittlerweile glaube ich aber, dass er das einfach zur allgemeine Beruhigung gesagt hatte. Denn es gab kein solchen Klos, nur den Busch. Dumm war allerdings, dass da überall so viele Menschen waren. Ich war froh, dass ich wenigsten meinen Pisspot dabei hatte und für mich das Problem gelöst war.
Eine Premiere gibt es allerdings heute noch zu erzähle. Wie ihr ja wisst, schaukelt Chrigu liebend gerne mit dem Stuhl. Nach neun Jahren ist das unfassbare geschehen. Er ist rückwärts vom Stuhl gekippt und hat den Bus von Carsten mit Old Brown Sherry getauft.
Paradetag
Etwas verkatert standen wir am Morgen schon beizeiten wieder auf und JAW, die gute Seele, hat Kaffeewasser gekocht. Das allergrösste Problem von den Bwanamädels war natürlich die Toilette und das Waschen. Auch hier liess sich JAW erweichen und fuhr die ganze Crew zur Tanke. Der Versammlungsplatz hatte sich schon etwas geleert, da sich nun die Hereros zur Parade treffen.
Es war beeindruckend, die vielen Uniformierten, die Kavallerie und die Frauen nun so geordnet und aufgereiht zu erleben. Worum es genau geht und wie es dazu gekommen ist, ist mir viel zu kompliziert zu schreiben. Das könnt ihr selber im Reiseführer nachlesen.
Die Wärme ist auch wieder zurückgekommen und alle schwitzen unter der Sonne. Ich bin jedenfalls froh, dass ich nicht 7 Unterröcke und eine schwarze Jacke tragen muss.
So langsam hatten wir dann auch genug Kultur erlebt und wir machten und nach einem Essen auf den Heimweg.
Dazwischen haben wir noch eine Besuch bei Max gemacht, in Bwanapolis lecker Nachtessen genossen und sind dann erst am Montag wieder auf der Farm eingetroffen. Es war interessant und spannend, aber irgendwie habe ich nun doch ein wenig Sehnsucht, nach dem Namibia in der Pampa, wo es nicht so viele Menschen gibt und wo ich wieder von meinem Leibkoch verwöhnt werde. Gut dass Maxi Urlaub hat und so werden wir mit woma für einige Tage raus fahren.
Liebe Grüsse
Mirella und Chrigu

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1. Bürotag

1. Bürotag

Nachdem wir nun genug herum gesessen sind, mit Fomis und Einheimischen
geplaudert haben und es uns gut ergehen lassen haben, beschlossen wir heute
einen Bürotag einzuschieben. Nun sitzen wir also in der Lappa und haben uns
mit den Notis breit gemacht.

Ich, ganz wie ich das in meinem alten Betrieb kennen gelernt habe,
ordentlich-korrekt und Chrigu wie das ein Informatiker macht. (aus meiner
Sicht etwas chaotisch).

Von Carsten haben wir gestern noch erfahren, dass die zuständigen Minister
im Investmentcenter, das ist da, wo wir die neue Firma registrieren lassen
können, zur Zeit alle in Shanghai an einer Messe sind und erst im September
wieder kommen. Das heisst für uns, dass wir noch etwas mehr Zeit haben, alle
Papiere fertig zu machen.

Wir müssen einen Buseinessplan schreiben, wo drinnen steht, was wir machen.
Und möglichst gut begründen, warum gerade wir für Namibia etwas gutes tun
wollen. Sprich Geld ins Land bringen, Arbeitsplätze oder Ausbildungsplätze
schaffen. Nun sind wir am überlegen, wie wir das am gescheitesten machen.

Geld, haben wir aber nicht so viel, dass es einfach so reichen würde, fällt
also schon mal weg.

Arbeitsplätze, da sieht es schon besser aus. Wir könnten sicher jemanden
gebrauchen, der das Büssli pflegte und putzt, jemanden der für den Haushalt
da wäre oder ein Chauffeur der mich herumführen würde, solange ich das noch
nicht selber kann.

Ausbildungsplätze, da käme mir in den Sinn, jemanden der lernt Daten in
Webseiten einzugeben oder einfach wie man/frau einen PC bedienen würde. Oder
vielleicht noch, wie man nach europäischen Vorstellungen sauber machen
würde.

Ihr sehr, wir haben also noch einiges zu diskutieren. Weiter hat Carsten uns
gesagt, dass wir noch ein paar Empfehlungsschreiben haben sollten, wo uns
Einheimische bescheinigen, dass wir dem Land etwas bringen. Und die sollten
möglichst alle Hautfarben haben, also nicht nur Weisse. Das gibt uns nun die
Möglichkeit noch andere Leute kennen zu lernen und vielleicht sogar noch
etwas in Namibia zu reisen.

Das Internet bei Uwe auf der Farm ist leider nicht das schnellste, aber mit
dem Modemstecker von mtc geht es ganz gut um Mails zu lesen und versenden
oder mal ein bisschen auf dem Forum zu lesen.

So, nun sollte ich noch etwas Produktives machen und in dem sinne wünschen
wir euch ein schönes Wochenende und liebe Grüsse

Mirella und Chrigu

Das Party Büssli

19.8.2009 Das Party Büssli
Die Kaltfront aus dem Süden ist leider immer noch da. Dick eingekleidet sind wir auf der Farm am Ordnen all unserer Sachen. Da hat sich über die Jahre auch viel angesammelt. Und es wurde ja auch nicht weniger. Unser Problem ist jetzt gerade, dass wir zu viel Zeit haben und immer alles erstmal auf später oder auf Morgen verschieben.
So auch heute. Eigentlich haben wir uns fest vorgenommen, den Kwesi (unser alten Toyota) leer zu räumen, damit wir ihn Uwe übergeben können. Der macht dann daraus ein Farmfahrzeug, was wir natürlich ganz toll finden. Aber als wir uns so richtig aufgerappelt haben, kommt schon Gabi angefahren. Das ist ein guter Grund, die Arbeit wieder niederzulegen und Kaffee zu trinken. Ute und Werner sind mittlerweilen auch wieder aus der Stadt zurück. Leider lassen die Temperaturen und der Wind nicht auf einen schönen, lauen Abend hindeuten. So beschliessen wir kurzerhand, unser Auto zu einem Party Büssli um zubauen. Das geht ganz einfach, Böckli verschönern mit einem Tischtuch, Sitzkissen auf den Kühlschrank und die Box und fertig ist das Teil. Nur mit dem Licht hapert es noch. Die werden erst mit dem Container geliefert. Aber es war auch so gemütlich und vor allem war es angenehm warm, da ja im Büssli drinnen kein Wind weht. So verbringen wir den Sundouner mit Bier, Savanna, Gin Tonic und unterhaltsamen Geschichten. Jäh werden wir aber von Irmela aus unserer warmen Stube geholt. Abendessen ist fertig, wir sollen uns warm anziehen, denn wegen den vielen Gästen gab es das Essen in der Lapa (offenes, Ried gedecktes Haus). Uwe und Max haben zwar einen Wärmestrahler organisiert, aber es war trotzdem sehr kalt. So verzogen wir uns bald wieder ins Party Büssli zurück um den Abend mit Amarula abzuschliessen.
Von Ute und Werner müssen wir uns leider schon verabschieden, denn sie wollen morgen wirklich um 6°° schon auf den Flieger. Gabi schläft kuschelig-warm in ihrem Auto und wir in unserem Zimmer. Das Büssli ist doch wirklich multifunktionsfähig. Wahrscheinlich wird es auch bald schon Büro. Wir werden euch davon berichten.

Party

1. Nacht im Büssli

18.8.2009 Die erste Nacht im Büssli
Dafür haben wir uns keine gute Nacht ausgesucht. Wir wurden hier nämlich von einer sehr bissigen Kaltfront erfasst. Wo es doch gerade so schön warm gewesen ist. Wir haben uns nämlich schon gedacht, dass kann ja gar nicht so schlimm sein mit diesem namibischen Winter. Doch wir wurden eines Besseren belehrt.
Schon etwas spät dran, wie das hier eben so ist, sind wir schon wieder auf dem letzten Drücker. Wir müssen noch Eier und Salat kaufen und im Kalahari Sands Hotel Dokumente von Uwe abgeben, als wir von ihn einen Anruf erhalten, dass Ute und Werner schon seit Stunden auf uns warten. Wir, dass kann doch gar nicht sein, die wollten doch erst Morgen kommen. Nein, die sind schon da und werden uns zum Camping begleiten. Das hat uns natürlich sehr gefreut und es war auch gut, dass die beiden uns begleitet haben. Denn so eingespielt wie wir sonst sind, waren wir lange nicht und wir haben zum Teil sehr wichtige Dinge, wie Wasser einfach vergessen.
Bei untergehender Sonne haben wir dann schnell noch die warmen Sachen und das ganze Bettzeugs ins Büssli geschmissen und sind losgefahren. Da wir mit Uwe schon eine Probefahrt im Revier gemacht haben, kannten wir den Weg bestens und sind sehr zügig losgefahren. Bis uns der Tiefsand abrupt wieder gestoppt hat. So mussten wir zuerst Luft ablassen, dann gings aber flott weiter und schon nach kurzer Zeit haben wir den Albertsfelsen im Revier gefunden und das Nachtlager konnte aufgestellt werden. Leider war die Sonne nun schon untergegangen, aber das erste richtige Savanna haben wir trotzdem sehr genossen und die beiden erzählten und von ihrer tollen Tour durch den Süden. Zwischendurch haben wir zusammen gekocht, Warzenschweinfilletan einer Piri-Piri-Bierrahmsauce mit Smash (namibisches Kartoffelpüree), Tomaten-Zwiebelsalatt und den Probeflaschenwein von Uwe beurteilt. Es war ein sehr gemütlichen Abend, ein schöner Abschluss für Ute und Werner und einen sehr schönen Einstieg für uns. Es ist halt schon was anderes, wenn man so draussen unter dem leuchtenden Sternenhimmel sich aufhalten kann. Dann ist es wieder da, das Gefühl von grenzenloser Freiheit. Das warme Feuer hat uns noch lange draussen sitzen lassen aber irgendwann wars dann einfach zu klamm und kalt. So haben wir uns für die Nacht in unserem Büssli eingerichtet. Wir haben so gut geschlafen, dass wir erst am Morgen wieder durch die Sonne geweckt wurden. Wir haben weder gefroren, noch Rückenschmerzen gehabt. Es war einfache eine gute Nacht und wir sind sehr zufrieden mit unserem Kauf.
Kaum sind wir aber aus unser warmen Betten gekrabbelt, holt uns auch der namibische Winter wieder ein. Es ist wirklich eiskalt. Eis, weil das Glas Wasser, das ich am Abend vorher vergessen hatte, durch gefroren war. Richtig durch gefroren bis an den Boden. Also muss es minus Grade gehabt haben. Werner sagt uns auch gleich, dass es -6° war. Schnell kochen wir Wasser, damit wir wenigsten etwas Warmes zum Trinken haben und backen am Feuer die Brötchen auf.
Trotz der Kälte, es war ein schönes und für uns gelungenes Erlebnis. Wir müssen nur noch das mit den Kisten und mit dem Packen in Griff bekommen. Aber dann kanns eigentlich los gehen, auf Pad.

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Mirella

Tag 2

Ausgeschlafen und glücklich sind wir sehr gut in Namibia angekommen. Am meisten haben wir uns ja über das schöne Büssli gefreut. Es steht für uns sauber geputzt vor dem Zimmer. Wir müssten es jetzt nur noch einrichten und fahren. Das Allesrwichtigste ist nun der Dachträger und die Panikbar (das ist ein Handgriff für Mirella, gesponsert vom Hohmadteam) und den 2. Ersatzreifen. Ausserdem brauchen wir noch einen Luftkompressor. Unser alter ist nämlich kaputt und ohne den geht’s gar nicht. Das werden wir dann am Montag versuchen zu erledigen.
Als weiteres steht noch die ganze Internetsache auf dem Programm, damit wir euch jeweils besser berichten können was wir gerade so machen und das natürlich Chrigu wieder arbeiten kann.
Zur Zeit sitzen wir gerade bei Carsten im Garten. Das ist im Moment der beste Ort für eine zuverlässige Internetleitung und machen Pläne für die nächsten Tage. Da fällt auf jeden Fall die Firmengründung und die Aufenthaltsbewilligung an. Dann ist da am 22. noch der Hererotag, wo wir kurzentschlossen nun auch hinfahren. Das wird dann sicher ganz spannend und wir werden euch darüber informieren.
Wir grüssen euch ganz herzlich aus dem warmen ,ja richtig gelesen warmen Namibia.
Mirella, Chrigu, Savuti und Jaw
PS, Carsten ist übrigens mal wieder auf Stadtrundfahrt und gar nicht da.

Noch 7 Tage

Nun ist es also vollbracht. Der Container ist belanden und wir sind fast
schon startklar. Noch sind allerdings einige Dinge zu erledigen, wie etwa
die Wohnung leerräumen. Ja ihr habt richtig gelesen, die Wohnung leeräumen.
Denn noch sind so viele Sachen da, die nicht mitkommen. Es ist schon
irgendwie ganz anders als sonst. Wir sind ja schon oft umgezogen, aber so
wie jetzt natürlich auch noch nie. Alles was wir hatten mussten wir in die
Finger nehmen und überlegen, brauchen wir das wirklich noch und wenn ja
wann? Wir waren schon erfolgreich entsorgen, einerseits auf den Recyclinghof
und anderseits in der Brockenstube.  Ausserdem haben wir uns von vielen
Möbeln getrennt. Manche haben ein neues zu Hause gefunden wie zum Beispiel
unseren schönen Esstisch. Der steht jetzt bei Therese Gottier an einem guten
Platz wo er richtig toll zur Geltung kommt und hoffentlich auch gut zum
Einsatz kommt, oder die Büromöbel, die sich bei Chrigus Mutter viel besser
machen. Was nun bleibt sind die Sachen die wir vergessen haben (was
hoffentlich nicht all zu viel ist) und alles was noch alles entsorgt werden
muss. Das sind unglaublich viele Dinge. Denn es macht ja wirklich keinen
Sinn angebrochene Kosmetik- oder Putzmittel mitzunehmen. Esswaren und
Alkohol dürfen ja auch nicht mit. So leben wir halt noch von Resten und
können fast jeden Abend ein Gläschen guten Wein trinken.
Wir sind nun sehr gespannt,  wann wir unsere Ware wieder in empfang nehmen
können du ob das dann so einfach geht, wie wir uns das vorstellen. Wir waren
nun tagelang damit beschäftigt, Kisten nicht nur einzupacken, sondern auch
zu beschriften und das alles auf deutsch, damit ich es auch lesen kann und
natürlich auch noch auf englisch, damit der Zollbeamte auch alles lesen
kann. Wir werden ihm dann eine schöne Dokumentation machen, mit etwa hundert
Blätter, wo er sich dann durchwühlen kann. Von Beerlis haben wir gute Tipps
bekommen, wie wir das dann in den Container packen. Wir liessen und super
gute Holzkisten mit den Massen 120×80x90 auf ein Europalett zimmern. Dazu
gab es immer auch einen massiven Deckel. Damit wir nicht alleine alles
schleppen mussten organisierten wir noch 2 Träger die alle Kartonkisten nach
unten getragen haben. Chrigu hat dann alles eingeladen, fotografiert,
beschrift und zu guter letzt alle Holzkisten mit 12 Schrauben zugeschlossen.
Jede Kiste hat nun eine Nummer mit dem dazugehörigen Inhalt. Um 7°° haben
wir mit den Vorbereitungen angefangen, um 8°° sind die Träger gekommen, um
11°° der Lastwagen und um 12°° war alles erledigt und wir am Ende.
Noch 7 Tage

Liebe Grüsse von den total Erledigten
Mirella und Chrigu

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