Archiv für Oktober 2009

Und weg war das Büssli

 

 

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Exklusiv, Chrigus Bildergalerie

 

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Kap Tölpel, so weit das Auge reicht

   
055 056 Dominikanermöwe
     

Noch mehr Bilder

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Auf dem Fussweg zum Brukkaroskrater

Träger

Läufer

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Kraterboden

Ausblick in die ferne Ebene

Eingang

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3 verschiedene Arten den
Fishriver zu erleben

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Bergstar

Köcherbaum mit Siedlerwebernest

Widehopf

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Ai-Ais, neues Thermalbad

nicht drüber fahren

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Innenleben des Büsslis

ob Frau da mal sauber machen müsste?

abschleppen

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So schön ist doch das Leben am Orange und schon wieder ein Jahr älter

Romantik pur

Aussenkehr, werden wir nie wieder vergessen

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Zählt nicht zu Chrigus Lieblingsbeschäftigungen

das hingegen schon, weil die Luftpumpe sackstark ist

Endlich Bilder

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Ein Traum, so dicht an der Kulala Dessert Lodge vorbeizufahren

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hartnäckiger Besuch im Büssli

oder        Mitfahrgelegenheit gesucht

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Girls am Felsen

Spitzkoppe ist immer
eine Fahrt wert

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Endlich Tiere

rock dassis

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Sonnenschutz Camp 1

Büssli auf Abwegen

   
   
   
   

Drei Tage im Pinienwald

 

Wir fahren durch eine wirklich wunderschöne Gegend und wir sind sehr froh, dass wir nicht auf der N 7 geblieben sind. Steil geht’s in die Berge, zeitweise fahren wir sogar wieder auf Gravel. Immer höher und immer steiler. Es wird auch immer einsamer, aber auch immer grüner. Endlich sehen wir auch Blumen. Unter vielen kleine (in allen Farben) auch wunderschönen, grosse Proteen (Nationalblume von Süd Afrika). Weiter fahren wir an riesigen Zitrusbaumplantagen vorbei. Einige tragen sogar Orangen und Zitronen, andere stehen in voller Blüte. Überall sind Seen die den Weintrauben und sonstigen Felder Wasser spenden.

Irgendwie kann Chrigu das aber nicht wirklich geniessen. Den irgend etwas stimmt einfach  mit dem Büssli nicht.

Trotz einem geflickten Anlasser mag er nicht richtig mitmachen. Kurz vor Stellenbosch leuchtet auch wieder eine Warnlampe auf. Diesmal ist es das Kühlerwasser. Das kann man ja einfach nachfüllen und weiter geht’s. Haben wir gedacht. Doch leider brennt das Lämpchen weiter. Der Motor wird immer wärmer und irgendwann ist die Anzeige im gefährlichen, roten Bereich. Und von unserem Campingplatz ist weit und breit noch nichts zu sehen. Das allerschlimmste ist jedoch, dass wir im Feierabendstau stecken. Das machen die Nerven und der Motor wohl nicht mehr lange mit.

Mit letzter Kraft und voll gestresst, es geht hier in Stellenbosch immer bergauf und wieder runter, schaffen wir es zum Mountain Breeze Caravan Park. Da wir nicht wissen wie es weiter geht, beschliessen wir, ein Zimmer zu nehmen. Es ist nicht wirklich toll, aber es reicht für die erste Nacht. Danach können wir ja immer noch wechseln.

Endlich erreichen wir auch Johann von Traks 4 Afrika. Leider hat er die Mails von Chrigu nicht bekommen und wusste nicht, dass wir unterwegs sind. Sie hätten in der Firma grosse Probleme und er müsse am Freitag für längere Zeit nach Johannesburg. Aber er könne uns sicher helfen, was das Büssli angeht.

Das tut er dann am anderen Morgen auch. Mit dem niederschmetternden Ergebnis, das Heino, ein Bayer und Synchrospezialist aus George, uns mitteilt, dass wir das Büssli nicht mehr starten sollten und es am besten zu ihm bringen würden. Es könnte sein, dass der Motor hinüber sei.

So, nun standen wir also da mit dieser Nachricht, im Pinienwald, mitten unter Grauhörnchen und Nilgänsen, weit ab von der Stadt und ohne fahrbares Auto. Was nun?

George, das liegt ca. 400 km weiter östlich an der Küste. Es wäre eigentlich auch ein schöner Ort, mitten an der Garden Route. Dort hätten wir auch die Möglichkeit, auf einer Farm in einem eigenen Flat, gratis zu wohnen. Es würde uns sogar ein Autoersatz zur Verfügung stehen. Tönt eigentlich verlockend. Und so nahe wären auch die ersten Elefanten (im Addo NP). Doch wir bringt man ein Büssli, das nicht mehr fahren soll, nach George?

Ziehen, geht nicht, viel zu weit. Schleppen, kommt viel zu teuer und wer macht das? Auto und Anhänger mieten, wäre vielleicht eine Idee, doch wie kommt das Gefährt wieder zurück nach Cape town?

Also abwarten und darauf hoffen, dass sich dieses Problem afrikanisch löst.

So fahren wir mit dem Taxi in die Stadt und versuchen SIM Karten zu ergattern. Das hat Chrigu im Namibia Forum ausführlich beschrieben, darum erspare ich mir das.

Natürlich läuft heute nichts mehr, das ist eben auch afrikanisch. Also noch eine Nacht im Pinienwald.

Leider läuft auch am zweiten Tag nicht wirklich mehr. Ich bin schon ziemlich ungeduldig, was nicht gerade zu einer guten Stimmung führt und verbringe den Tag mit Waschen. Gehört ja sozusagen zu meinen Pflichten also Ehefrau.

Am Abend kommt Johann und schleppt uns zumindest mit seinem Land Rover bis in den Technopark, wo das Büro von Traks 4 Afrika ist. Anschliessen essen wir für viel Geld in der Stadt und lassen uns für noch mehr Geld wieder auf den Campingplatz bringen. Lehrgeld in Süd Afrika und nochmals eine Nacht im Pinienwald.

Doch dann kommt endlich Bewegung in das ganze Dilemma. Am dritten Tag, schon früh am Morgen, läuft das Handy auf Hochtouren. Und plötzlich geht alles fast wie von selbst. Es wurde ein Synchro Hospital gefunden. Der Hauptsitz ist zwar in Pretoria, aber die haben hier auch eine Niederlassung. Das war wohl das beste Telefonat, dass wir die Tage geführt haben. Ein Abschleppdienst ist organisiert und holt das Büssli ab. Ein Mietwagen wird bestellt und eine neue Bleibe haben wir auch gefunden. Es ist eine schicke Wohnung mitten in der Stadt.

Kurz nach dem Mittag ist alles erledigt. Sachen gepackt, mit Müh und Not im ultra kleinen Mietauto verstaut, Büssli auf den Abschleppwagen verladen und die neue Wohnung bezogen.

Jetzt sind wir geschafft und auch ein bisschen frustriert. So ein schönes Büssli, einfach weg. Und wir wissen nicht mal genau, wem wir den Synchro in die Hände gegeben haben.

Darum beschliessen wir, mit dem kleine Auto wenigstens einen Ausflug zu machen. Damit mir ausser Pinienwald noch was anderes sehen. Wir machen uns also auf, Richtung Kapstadt. Wollen endlich den Tafelberg sehen. Doch all zu weit kommen wir nicht.

Wir bleiben an einem Strand kurz vor der Stadt hängen. Da sind gerade Fischer dabei ihren Tagesfang einzuholen. Uns nimmt es sehr wunder, was die alles gefangen haben. Chrigu und viel andere Zaungäste, helfen sogar mit, das Netz herauszuziehen. Da sind kleine Fisch und grosse Fische drin, die direkt zum Kauf angeboten werden. Viele Rochen und sogar ein Hai werden aber wieder in die Freiheit entlassen. Ausserdem wir eine Unmenge an Müll raus gefischt. Leider wird der einfach am Strand liegen gelassen. Die Wellen werden ihn wieder ins Meer mitnehmen. So kann er dann am anderen Tag wieder gefischt werden. Möwen und Einheimische streiten sich am Schluss sogar um die kleine Fische die zurück ins Meer geworfen werden. Obwohl wir es nicht mehr bis zum Tafelberg geschafft haben, war sehr interessant. Wir sind in der luxuriösen Lage, dass wir keinen Terminplan haben und uns eben solche Sachen, die das harte Leben sind, anschauen dürfen. Es bleiben genügend andere Tag, um den Tafelberg auch mal von einer anderen Seite zu betrachten.

Zurück in unserer Wohnung, erfahren wir gleich, wo wir eingezogen sind. Nämlich in einem Studentenheim. Da wird am Freitagabend natürlich gefeiert. Laut und bis spät in die Nacht hinein.

Liebe Grüsse

Mirella und Chrigu