Zu Hause angekommen
Langsam neigt sich das Jahr zu Ende. Vieles haben wir erlebt, einiges wartet noch auf uns. Wir schauen auf ein ereignisreiches Jahr zurück.
Wir genissen die Tage mit Besuchern und Freuenden. Unseren neuen grossen Potjie konnten wir gebühren mit einem leckeren Buschmann Fondue einweihen. Das ist fast so wie das Fondue Chinoise das wir aus der Schweiz kennen. Nur ist halt hier alles grösser, der Pot, die Gabeln und das Fleisch. Leider war das Wetter nicht das allerbeste, es war einer der seltenen Tagen wo sich die Sonne nicht durch die Wolken kämpfen konnte. Aber was solls, die Einheimischen sagen immer, dass der Sommer noch kommen wird. Die schönste Zeit im Jahr wäre Januar bis März. Wir sind gespannt
Wir haben auch endlich mal Zeit Ausflüge in die Nähere Umgebung zu machen. So waren wir am Pelikan Point, in Walfisbay. Da haben wir einen Spielplatz für grosse Jungs gefunden. Auf der Karte sieht man eigentlich keine Strassen. Nur verwehte Fahrspuren. Ein grosses Stück Weg führt auch direkt durch das Meer. Bin ja mal gespannt :-l Luft ablassen, nein erst mal nicht, das machen doch nur Warmduscher. Oder doch nicht? Es dauert nicht lange bis auch hart gesottene Luft aus den Reifen lassen. So fährt es sich nämlich viel besser. Wir sehen viel Robben und Flamingos. Leider zeigen sich aber die Delfine nicht. Und der Leuchtturm hatte wohl auch schon bessere Tage. Neben den gestrandeten Schiffsfracks warten auch riesige Containerschiffe auf das Löschen der Ladung. Schon gigantisch was da für Kähne so durch die Meere schippern.
Und wie immer wenn es Schlamm hat, Chrigu findet das richtige Loch um ein Auto zu versenken. Bis auf die Achsen. Gut war eine richtige Lorri, (Lastwagen) da, die uns dann einfach aus dem Schlamm gezogen hat. Die Bullbar (Kuhfänger an der Front des Büssli) hat allerdings gelitten und ist nun ziemlich verbogen. Aber was solls, Hauptsache wir sind wieder auf festem Grund. Luft wieder in die Reifen und weiter geht’s.
Spitzkoppe ist jedes Mal wieder eine Reise wert. Und wie immer hat es sich gelohnt, die mühselige Wellblechpiste unter die Räder zu nehmen. Damit wir auch unsere nähre Umgebung besser kennen lernen, nehmen wir den Weg durch das Rivier. Einige Stücke kennen wir bereits, andere waren neu für uns. Es ist immer wieder faszinierend durch so ein Rivier zu fahren. Mann weiss nie so genau, was einem bei der nächsten Biegung erwartet. Nur auf die Elefanten werden wir vergeblich warten. Die gibt es nur oben im Norden. Und ohne GPS geht gar nichts. Es gibt zu viele Nebentäler wo es wieder neue Wege gibt. Man verliert echt schnell die Orientierung. Dafür gibt es wirklich einsame und wunderschöne Plätze zum verweilen, braiien und übernachten. Wir werden wohl noch des Öfteren da drinnen herum kurven.
An der Spitzkoppe verbringen wir zwei schöne Tage mit gutem Essen und angeregten Gesprächen. Es ist schön so viel Zeit zu haben um einfach nur zu sein. Auf dem Rückweg streikt das Büssli mal wieder. Ein Warnton lässt uns abrupt den Motor stoppen. Es dauert eine Weile bis wir den Fehler gefunden und Chrigu ihn behoben hat. Wiedermal bringt uns das Buch, jetzt helfe ich mir selbst, weiter. In der Ferne ziehen dicke Regenwolken auf. Doch in unserem zu Hause ist es warm und die Sonne scheint.
Den 1. Silvester in Namibia haben wir einsam in der Wüste verbracht. Chrigus Führerausweis hat sich irgendwann in der Wüste von uns verabschiedet. Da in und um Swakopmund fleissig Polizeikontrollen gemacht werden und der Road Block zwischen uns und der Party lag, wagten wir es nicht in die Stadt zu fahren. Jeder andere Tag im Jahr wäre kein Problem gewesen. Wir hätten einfach die Umfahren genommen. Aber am Silvester, nein, das wollten wir nicht riskieren. So blieben wir mit den zwei Hunden auf dem Gut. Die haben es sich bei uns gemütlich eingerichtet, Pointi, der Labradormischling auf Chrigus Stuhl und Shira irgendwo im Schlafzimmer. Fehlen eigentlich nur noch die Katzen. Die kommen im Februar und dann sind wir wieder komplett.
Die Taschen sind gepackt, die Fenster mit Malerband zugeklebt und wir warten am Strassenrand auf unseren Bus. So beginnen also unsere Freien in der Schweiz.
Liebe Grüsse aus Windhoek
Mirella und Chrigu

