Archiv für Februar 2010
Urlaub in der Schweiz
Es ist noch dunkel als wir in Frankfurt landen wollen und nicht können weil ein anderes Flugzeug den Weg versperrt. Also wieder durchstarten, durch atmen und nach ca. 20 Minuten einen neuen Versuch starten. Diesmal klappt es auch und wir landen inmitten einer weissen Schneelandschaft. Schon komisch so direkt aus dem Sommer in einen richtigen Winter. Dass sich aber Deutschland so schwer tut mit dem Winter haben wir nicht erwartet. Überall hat alles Verspätung und wir treffen erst am späten Nachmittag in der Schweiz ein. Die Freude ist aber gross die Eltern zu sehen und auch die Hunde. Die haben uns noch nicht vergessen und bereiten uns eine wunderbaren Empfang. Nur die Katzen sind etwas pikiert und es dauert eine Zeit lang bis sie sich auch zeigen.
Dass Urlaub so stressig werden kann hätten wir auch nicht gedacht. Wir wo doch immer so langsam unterwegs sind und Zeit haben. Aber wir hetzten tatsächlich von Ort zu Ort. Trotzdem war es sehr schön alle die Freunde und die Familie wieder zu sehen.
Das Winter Potjie war ein voller Erfolg. Wir fanden es sehr schön, dass so viele Fomis gekommen sind und wir wirklich drei wunderbare Tage zusammen verbringen durften. Es ist für uns immer wieder erstaunlich, dass viele keine Kosten, Zeit und Weg scheuen um in die Schweiz zu kommen. Herzlichen Dank an alle, ohne euch wäre die Kälte in der Schweiz nicht zu ertragen gewesen
Und eigentlich war der Schnee auch ganz schön, besser jedenfalls als Matsch und Regen. Für uns steht aber fest, dass wir, wenn immer möglich, nicht mehr im Winter nach Europa kommen. Bei den gegebenen Minustemperaturen waren wir ja gezwungen, fast ausschliesslich drinnen zu sein. Das war eigentlich auch das Schwierigste. Zu schnell gewöhnt man sich aber an die Wärme und an die Freiheit, draussen zu sein.
Was auch sehr gewöhnungsbedürftig war, ist wieder auf der rechten Strassenseite zu fahren, selber zu tanken und selber seine Lebensmittel einzupacken. Wir haben uns aber erstaunlich schnell wieder an den „Stress“ gewöhnt.
Viel zu schnell ist die Zeit vergangen und schon bald hiess es wieder Abschied nehmen. Das Wetter machte es uns auch nicht wirklich schwer. Nun hiess es alles Packen, Gewicht wiegen, wieder auspacken, diskutieren und alles wieder einpacken. Eigentlich so wie jedes mal. Nur dass dieses mal nicht Kleider eingepackt werden, sonder Bücher, Filme, Schokolade, Werkzeugs und natürlich einen richtigen Besen. Wir sind natürlich sehr froh, dass sie bei Air Namibia das Handgepäck noch nicht gewogen wird, sonst hätten wir ein ernsthaftes Problem gehabt. Da war so viel Elektronik drin, die richtig ins Gewicht fielen.
Nachdem Sämys uns verabschiedet haben geht’s endlich los. Die letzte grosse Hürde war nun nur noch der Sicherheitscheck. Und da viel der Besenstiel durch. Ganz vehement wurde ich daran gehindert das Teil in der Flieger zu nehmen. Mann, resp. Frau könnte damit ja schliesslich einen erschlagen, mit einem Alubesen
Also musste ich wieder raus und den Besenstiel aufgeben. Die bei Check-in haben mich ein wenig verwundert angeschaut, ihn aber dann problemlos angenommen und auf den Flieger gebracht. Bin ja mal gespannt, ob das Teil auch wirklich in Namibia ankommt.
Und er kam an. Hätte ich nicht gedacht. Auf Air Namibia ist wirklich Verlass
Zwei Tage geniessen wir noch bei Uwe auf der Farm. Es ist schön wieder da zu sein. Doch dann zieht es uns nach Hause. Alle Dinge die wir in Windhoek erledigen wollen, müssen halt nun warten.
Zu Hause werden wir auch gleich vom neuen Gut Richthofen Bewohner empfangen. Sie ist 7 ½ Wochen alt, heisst Sämy und ist eine putzmuntere Schäferhündin. Auch sonst geht es allen gut. Nur die Katzen fühlen sich durch den Zuwachs gestört und flüchten sich in unser Haus. Mir solls recht sein.
Liebe Grüsse aus dem endlich sehr warmen Swakopmund
Mirella und Chrigu

