Archiv für Mai 2010
Der letzte Tag (2)
Nach etlichen Fehlversuche, das Internet jobbt hier nach Lust und Laune, manchmal überhaupt nicht, noch einige Fotos und das Schlusswort.
Etwas wehmütig fahren wir als geschlossen Gruppe der Sonne entgegen.
ein letztes mal “Isuzu hängt” hören und sehen
hat es aber dann doch geschafft
ein letztes Gruppenfoto
ein letztes mal dem einen Chef zusehen, dem anderen zuhören
endlich den Nebel hinter uns lassen
und ein letztes mal den Land Cruiser aus dem Sand buddeln
Der Abschied in Lüderitz ist so wie der Anfang. Total chaotisch
Und ausruhen können wir uns auch nicht
denn unser Ziel heisst Geisterschlucht, in Klein Aus Vista. Und diese ist nur eine Kleinigkeit von 125 km entfernt. Einzig der aufgehende, fast noch Vollmond, der 23 Minuten später kommt als gestern, entschädigt das Fahren in völliger Finsternis. Ja richtig, wir kommen wieder einmal im Dunkeln an.
Nach einigen Bierchen, einem leckeren Gemsbockgeschnetzeltem an einem gedeckten Tisch, beruhigen sich auch erhitzte Gemüter wieder. Es ist herrlich, nach all diesen Tagen im Nebel, den Sternenhimmel zu sehen und nicht zu frieren. Wir sind uns einig, eine einmalige Tour, die niemand missen möchte. Und wir waren exklusiv dabei
Und wo ist eigentlich unser Sternengucker Carsten??? Schläft den Schlaf der Gerechten.
Liebe Grüsse und bald geht es hier mit Forumstour 2. Teil weiter
Mirella und Chrigu
Der letzte Tag (1)
Vom Camp ist nicht mehr viel zu sehen, die Autos sind gepackt. Trotzdem gibt es noch einige skurrile Fotos von diesem denkwürdigen Tag.
Carsten kann es nicht lassen, das Wort nochmals an uns alle zu richten
So kehren wir alle mit einer Urkunde aus der Wüste wieder in die Zivilisation zurück.
Doch bevor wir da ankommen, heisst es nochmals den langen Weg unter die Räder zu nehmen. Damit auch ein wenig Gerechtigkeit auf diesem Trip herrscht, tauscht die Silberpfeiltoyotacrew mit der „Isuzu hängt“ Crew die Fahrzeuge. Da ja alle Fahrtraining hatten, müsste es auch unter erschwerten Bedingungen (nasse und schwere Zelte auf der Ladefläche) keine Probleme mehr geben. Wir werden sehen…
Trotz dem Nebel, der uns auch heute nicht im Stich lässt, es waren schöne und erlebnisreiche Tage. Dank Ramon, der uns sicher durch jede Düne manövriert hat, notfalls auch herausgezogen hat. Dank der Küchencrew, die immer etwas Leckeres gekocht hat, auch wenn wir manchmal lange auf das Essen warten mussten. Dank Carsten, den besten Entertainer im Chaos, der uns aber leider die kotzende Giraffe (das Kreuz des Südens) und Betageuze am Sternenhimmel nicht zeigen konnte. Dank den NDF Bundeswehrleuten, die für fast jeden Fall etwas aus ihren Autos zaubern konnten (ausser wenn ein Mann mit starken Schmerzen danieder lag. Da musste die Krankenschwester und der Radiologe mit schwerem Geschütz auffahren) und uns am Lagerfeuer gut unterhalten haben. Dank der „Isuzu hängt“ Mannschaft, die für das meist fotografierte Auto und angenehme Zwischenstopps gesorgt haben. Dank dem Land Cruiser der immer ein kühles Savanna offerieren konnte und für ein Daktarifeeling gesorgt hat. Dank Savanna, die immer alles mit der Kopfstützenkamera gefilmt haben. Dank Ben, dem Autoverleiher, Langustenfischer, Fahrlehrer und Witzerzähler. Und dank Chrigu, ohne ihn wäre ich nicht dabei gewesen, es hätte keine Fotos und keinen Bericht gegeben.
gleich geht’s weiter
Von warmen Duschen und überhängenden Fahrzeugen (3)
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Auch heute werden wir zum Mittagessen, mitten im Nichts, wieder verwöhnt. Und so wie es aussieht, schmeckt es auch allen.
Es gab auch geheime Dinge die geschehen sind, so wurde etwa ein grosses Schiff mit Munition in die Luft gesprengt. Die Detonation soll man sowohl in Lüderitz wie auch in Walvis Bay gehört haben. Für genauere Informationen müsst ihr euch an Carsten Möhle wenden. Denn ich habe nur mit halbem Ohr zugehört. Dennoch ist es beeindruckend, was da so alles ans Land geflogen ist.
Auf dem Rückweg geniessen wir alle noch mal die wirklich fantastische gelbe Dünenlandschaft. Die einen im Auto, die andern lieber zu Fuss. Denn da wo wir am ersten Abend am Strand lang gefahren sind, ist heute nur noch Meer. So müssen wir nochmals einige hohe Dünen überwinden.
Wellen, Sand und Steine
Sandborden mit der Rettungsbare wird sich wohl nicht durchsetzten
Auch ein Toyota “hängt” mal und muss herausgezogen werden
Spuren im Sand
Wer ist der beste Dünenfahrer???
Isuzu wer den sonst! Kommt irgendwie immer rauf, runter fast von alleine
Noch ein letzter Schluck vor dem Untergang
Auf Füssen und Rädern, abwärts geht’s immer
Verschiedene Blickrichtungen
Dann versinkt die Sonne langsam im Nebel. Denn nur im Dunkel ankommen ist eine richtige
Bwana Tuke Tuke Tour
Müde fallen wir in unsere feuchten Betten und träumen von warmen Duschen und überhängenden Fahrzeuge die ins Meer stürzen.
Von warmen Duschen und überhängenden Fahrzeugen (2)
Im Dunst des Nebels sehen wir Mercury Island (die ja leider Tage zuvor von einem rücksichtslosen Tourguide mit einem Helikopter angeflogen wurde und dadurch grosse Zerstörung und Verwüstungen bei den dort brütenden und äusserst seltenen Vögeln verursacht hat).
Das Wandern in den glitschigen Klippen ist nicht jedermanns Sache. Es riecht sehr streng, denn überall liegen tote Robben auf dem „Weg“, Überreste eines Festmahles der braunen Hyänen und Schakale. Aber alle erklimmen die Steilhänge und können von oben die versunkene Otavi sehen. Die wurde von einer Robbenkolonie beschlagnahmt und rostet nun langsam vor sich hin.
Otavifrak von oben mit Robben
Als nächster Höhepunkt (hier fehlt allerdings das Foto) sehen wir mitten in dieser Sand und Steinwüste ein grünes Band wo es auch eine natürliche Frischwasserquelle gibt. Hier sind auch sehr viele Spuren von Oryxe zu sehen. Und eine Pflanze, die endemisch sind. Man möge mir verzeihen, wenn ich den Namen nicht mehr weiss
Von warmen Duschen und überhängenden Fahrzeugen
Da dass Hochlanden nicht so funktioniert wie gedacht, kommt der heutige Beitrag in 3 Teilen
Auch der heute Tag beginnt wieder hell, leider aber auch sehr neblig. Und zu allem Elend hin, nieselt es auch noch. Das ist jetzt also Hardcore Camping (in der Schweiz auch Pfila ((Pfingstlager, da es dann immer regnet)) genannt). Da rettet nur der Kaffee und Rusks (die wohl härtesten Biskuits des Kontinentes) die steifen Glieder und das etwas trübe Gemüt.
Die ganze Karawane fährt im suppendichten Nebel i n die Wüste und auch da will der weiss Schleier einfach nicht von uns weichen. Heute fahren wir in nördliche Richtung, wo wir auch das erste Mal am Tag „unsere Lodge“ sehen werden. ![]()
Im Nachhinein sind wir aber alle froh, doch in den Zelten schlafen zu dürfen. Denn die Lodge entsprich so gar nicht dem, was wir aus Namibia kennen. Deshalb bekommt sie auch schnell den Übernahmen KZ. In der Karte von T4A wird sie als Saddle Hill Ghost Town beschrieben. Es ist eine alte Minensiedlung, die etwas hergerichtet wurde. Gerade kürzlich wurde das ganze Konzessionsgebiet für 25 Jahre vergeben, nun soll hier eine richtige Lodge entstehen. Vorher wurde die Konzession jeweils nur für ein Jahr bewilligt. Da hätte sich eine Investition kaum gelohnt, das sehen wir alle ein. Der einzige Vorteil zu unserem Zeltcamp ist, dass es hier wenigsten einen grossen Raum für das abendliche Beisammen gibt. Und richtig Spültoiletten (die sogleich von allen in Anspruch genommen werden) und Duschen in geschlossenen Räumen. Küstennebel hat es aber auch hier
Über hohe Dünen, die auch der Isuzu im ersten Anlauf packt
(es gab ja Beschwerden, dass ich immer so negativ über den Isuzu schriebe, hier also der Beweis, dass er es auch geschafft hat), ![]()
fahren wir ans Meer um uns ein wenig sportlich zu betätigen. ![]()
Im Diamantensperrgebiet oder der Sandkasten für grosse Jungs (2. Teil)
Der Tag begann zwar hell, aber von Sonne und Wärme keine Spur. Dafür sahen wir im Sand Spuren von nächtlichen Besuchern wie Schakale und braune Hyänen (hier auch Strandwolf genannt). Es wäre schon spannend gewesen sie zu sehen. Leider werden wir aber keine zu Gesicht bekommen
Nach dem gestrigen Tag, der doch für viel anstrengend war, gingen wir es heute sehr gemütlich an. Nach dem Frühstück mit richtigem Kaffee ohne Limit
zeigte uns Ramon zuerst eine alte Diamantensiedlung.
Kaum vorstellbar, dass hier Menschen
über längere Zeit gelebt haben und vor allem, dass die Diamanten auch hier einfach nur herumgelegen sind. Heute sind natürlich längst alle weg
Dafür liegt noch allerlei Gerümpel herum, was Frau allerdings nicht ganz so interessant findet, aber den meisten Männern gefällt es.
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Weiter geht es am Strand entlang zum südlichsten Punkt (Spencer Bay) des Konzessionsgebietes. Unterwegs sehen wir Robben, ein Schakal Pärchen und viele Domenikanermöven. Sogar die Sonne hat sich durch den Nebel gekämpft und nun herrscht wunderschönes Strandwetter.
Und wenn es nicht so kalt wäre, würde sich sicher der eine oder anders in die Fluten stürzen.
Deswegen gibt es ein lockeres Frühturnen unter kundiger Anleitung von Carsten Möhle. So bleibt man fit auch wenn es kalt ist und verliert ausserdem noch das eine oder andere Pfund, dass gestern Abend zu viel gefuttert wurde. Oder hab ich da was falsch verstanden. dirigiert Carsten da gerade ein Fischballet?
Leider hat sich die Sonne schon wieder verabschiedet, was einen kalten und klammen Schleier über das Camp legte. Trotzdem werden wir am Mittag wieder mit gutem Essen bewirtet und für einige reicht es sogar zu einem Mittagsschlaf.
Was am Nachmittag auf uns wartete ist mit Worten kaum zu beschreiben. Ausser vielleicht, der wohl imposanteste Sandkasten im südlichen Afrika. Und, da werden auch die grössten und stärksten Männer wieder zu kleine Jungs mit glänzenden Augen
Deshalb hier einfach nur ein paar Fotos.
Aus einem Toyota V6 wird leider ein V5
Es geht bergauf und bergrunter
Für die einen etwas heftiger, für andere deutlich entspannter
Andere vergraben sich richtig Sand und kommen ohne Hilfe nicht mehr raus
Wieder andere haben nur Fotos im Kopf
Dann gab es solche die konnten einfach nicht ohne den anderen
Und solche, die aus dem Staunen nicht herauskamen
Alle fahren, nur Mirella die geht
Und der Chef liefert das schönste Foto
Und demnächst geht es weiter……..
Im Diamantensperrgebiet oder der Sandkasten für grosse Jungs
Der nächste Morgen begann sehr hektisch und endete irgendwann im absoluten Chaos. Ein Glück, dass einige wegen der Aschewolke schon so gelassen waren, dass sie nichts mehr aus der Ruhe brachte. Nachdem auch wirklich alles eingepackt war, jeder seine persönlichen Getränke gekauft hatte, jeder im richtigen Auto sass, jeder sein Funkgerät im Griff hatte, die letzte Pinkelpause gemacht wurde und auch der Letzte seine Zigarette geraucht hatte, konnte es endlich los gehen.
Über die Teerstrasse fuhren wir wieder ein Stück in die Wüste raus, vorbei an Kolmanskuppe, wo Carsten unser Wissen über das Diamantenfieber auffrischte, weiter auf einer schrecklichen Wellblechpiste bis zum Eingang ins Konzessionsgebiet. Da wurde bei alle Fahrzeugen ordentlich Luft aus den Reifen gelassen.
Kaum vorstellbar, dass
man mit so platten Reifen auch wirklich fahren kann. Aber die Auflagefläche im Sand ist dadurch viel grösser und die Gefahr des Einbuddelns viel kleiner. Endlich kamen auch die ersten roten Sanddünen in Sicht. Es war ein überraschender Anblick, wunderschön. Weiter ging’s über einen kleinen Pass und anschliessend in ein offenes Tal, das von Bergen auf der einen, von Sanddünen auf der anderen Seite gesäumt wurde. Es ist schon speziell für individuelle Touristen wie wir sie sind, in einer Kolonne zu fahren und dann auch noch der Besenwagen zu sein.
Aber wir werden es überstehen
Die erste Panne liess nicht lange auf sich warten. Der Land Cruiser von Ronald hatte einen Platten. So was haben wir aber alle noch nicht gesehen, der Reifen war nicht geplatzt sonder regelrecht zerfetzt. Obwohl er erst am Morgen geflickt wurde! Gut dass Ronald wenigsten noch 2 Ersatzreifen dabei hatte. Im Gegensatz zu uns, wir haben keinen
Viele Männer, viel Palaver, aber irgendwann
war auch der Reifen gewechselt und es konnte weitergehen.
Wir fuhren durch eine malerische Landschaft zwischen gelben Sanddünen vorbei auf denen immer wieder grünes Buschmangrass stand. Ab und an sahen wir Spuren von Oryx und Schakalen, vereinzelt Fahrspuren von anderen Fahrzeugen der letzten Tour aber sonst nur Natur pur.
Wider erwarten gefällt es mir sehr gut
Am Mittag wird mitten in den Sanddünen ein Buffet mit vielen Leckereien für uns aufgebaut. Es ist sehr warm und wolkenlos, jeder sucht mit seinem Teller einen Schattenplatz. Das Gehen ohne Schuhe ist nicht möglich, ausser für Ramon, der wahrscheinlich gar keine hat, der Sand ist zu heiss. Wir werden uns aber alle an diesen Mittag, in der wärmenden Sonne, zurücksehnen.
Nach dem Highway durch die Dünen tauchen nach 50 Kilometern endlich Dünen auf, die wir queren dürfen (müssen). Über Funk hören wir „Isuzu hängt“ was das wohl bedeutet? Wir zu hinderst können natürlich gar nicht sehen, diesen Satz werden wir aber noch öfters hören. Aussteigen, Kamera mitnehmen und gucken! Tatsächlich, „Isuzu häng“ quer in der Düne und muss von Ramon herausgezogen werden. (Isuzu ist ein klein bisschen untermotorisiert, hat alle schweren Zelte auf der Ladefläche plus vier Menschen an Bord) Die anderen schaffen es aber alle ohne Probleme. Weiter geht’s über Düne um Düne. Für Ben, den Profi, Autovermieter aus Lüderitz und unser Fahrer, kein Problem.
Fahrerwechsel vor den gossen Dünen, Chrigu will nun auch mal fahren. Irgendwann gab es sogar einen „Stau“. Nun beginnt also der Spielplatz für grosse Jungs. Denn vor uns steckt noch eine andere Gruppe im Sand.
Das heisst, ein Ländi (neueres Model) hängt in den letzten Metern und kommt einfach nicht rauf. Das kann dauern. Carsten musste hier schon 17-mal Anlauf nehmen bis er es geschafft hatte. Keine hat dann ein Foto gemacht als er tatsächlich oben war
Ramon hat erbarmen und zog den Süd Afrikaner raus und unsere Gruppe konnte starten.
Der Land Cruiser nimmt eine andere Rote, versinkt im tiefen, weichen Sand,
Isuzu nimmt die gleiche Route und hängt ebenfalls. Nun müssen diese zwei Fahrzeuge erst mal ausgebuddelt werden. Ramon fährt wie ein Profi auf allen Dünen herum, man könnte glatt denken, da wo er fährt, ist der Sand hart und nur wir Dummen fahren unser Autos fest. Ok ich geben es zu, Ramon ist hier aufgewachsen und hat schon mit 8 Jahren seine ersten Fahrversuche im grossen Sandkasten unternommen. Savanna fährt auch die andere Route, aber ohne Probleme, NDF 1-3 (Bundeswehrleute auf Ausbildungstour) kommen mehr oder weniger gut durch, Chrigu fährt den Silberpfeiltoyota beim ersten mal hoch (hat ja auch einen privaten Lehrer im Auto sitzen
) Das wäre also geschafft.
Es folgen noch viele weiter solche Dünen und mit jeder Überquerung geht es besser. Isuzu hängt trotzdem noch einige male und Chrigu verfährt sich. So sind wir auf einmal die Letzten der Letzten, was bei mir ein komisches Gefühl auslöst, so alleine in den Sanddünen, ohne Funkverbindung zu Ramon. Werden den Anschluss aber schon wieder schaffen, da bin ich mir sicher
Da es die letzten Tag nicht sehr heftig geweht hat, sieht man noch überall Fahrspuren. Sehr verwirrend, obwohl, wenn es heftig weht, sind die Fahrspuren schon nach eine viertel Stunde nicht mehr zu sehen, auch nicht besser. Die Sonne steht schon recht tief, unser Camp ist aber leider noch sehr weit weg. Schon etwas müde, erreichen wir den Strand, die Kälte und auch den Anschluss zur Gruppe wieder. Ramon checkt den Weg am Strand entlang, da er viel kürzer ist und entscheidet sich dann auch für diese Variante. Gut, dass es schon fast dunkel ist, so sehen wir kaum wo wir lang fahren. Gut, wissen wir heute noch nicht wie der andere Weg aussieht. Gespannt lauschen wir alle auf das Radio (so wird in Namibia das Funkgerät genannt) und gehorchen widerstandslos den Anweisungen von Ramon. Einmal ins Meer gefahren, gibt es kein entrinnen aus den Fluten
Todmüde kommen wir im Dunkeln (es ist eine Bwana Tour) in unserem Strandcamp an. Und wie es sich gehört, werden wir unsere Zelte im Halbkreis aufbauen, egal ob es grade ist oder nicht, was sein muss, muss sein.
Savanna und Bier schmeckt irgendwie nicht so lecker wie sonst, Glühwein wäre wohl angebrachter. Das Essen ist gut und reichlich, doch lange sitzt keiner mehr am Lagerfeuer. Jeder krabbelt schon bald in sein Zelt. Zu kalt und zu klamm.
Fortsetzung folgt……
Forumstour 1. Teil
Endlich auf grosser Fahrt
Das Büssli konnte bei der Garage für viel Geld, dafür aber in einwandfreiem Zustand, abgeholt werden. Ohne zu murren fährt es über Berge, durch Täler und zum Schluss auch noch durch tiefen Sand. So macht das Büssli wieder Spass.
Unser heutiges Ziel ist Namibgrens, das kurz vor dem Spreetshoogte Pass verborgen in den Felsen liegt. Jede Campsite hat eine eigene Dusche und ein Klo, sowie natürlich einen Brei- und Spülplatz. Wir waren alle begeistert. Da Pit und ich etwas langsamer unterwegs waren, haben Micke, Rainer und Ronald sogar schon die Zelte aufgebaut, Feuer bemacht und der Sundowner war auch schon bereit. Nach einem leckeren Braiiabend, wurde noch bis in die späte, aber kalte Nacht hinein am Lagerfeuer diskutiert. Ein gelungener Start für die Forumstour. Wer weiss, was noch alles auf uns zu kommt.
Am Nächsten Tag sind wir mehr oder weniger gemütlich losgezogen die andern wollte aber lieber heute schon in Lüderitz ankommen. So trennten sich die Wege wieder.
Es ist immer wieder faszinierend, wenn man beim Spreetshoogte Pass um die letzte Kurve biegt und urplötzlich vor diesem Abgrund steht. Der Blick in die unendliche Weite ist überwältigend. Ein hauch Grün liegt auf der Steppe, ansonsten nur Weite und Ruhe. Pit steuert das Büssli sicher und ohne Problem den steilen Pass herunter und wir nehmen Fahrt zum Apfelkuchen auf. Doch nichts ist mehr so wie früher, auch in Solitär nicht. Aus der kleinen Tanke am Wegrand ist eine richtige Bäckerei geworden wo ganze Touristenhorden in grossen Bussen ausgespuckt werden. Leider schmeckt der Apfelkuchen nicht mehr ganz so gut wie früher, aber was soll’s. Auch hier macht die Zivilisation nicht halt, es hat nur etwas länger gedauert. Weiter geht’s Richtung Süden übers Soussvlei und die D707 nach Koiimasis. Auch hier hat sich viel verändert, die Lodge ist fertig und komplett von der Campsite getrennt. Nur mit viel Überredungskünsten und Druck auf die Tränendrüse konnten wir die Angestellten überreden uns einen Tisch für das Abendessen zugeben. Ich war mal wieder sehr überrascht, dass Campingtouristen halt doch nur 2. Wahlgäste sind.
Nach flotter Fahrt sind wir am frühen Nachmittag in Lüderitz angekommen, wo die Temperaturen schon deutlich im Bereich „kalt“ sind. Aber die Sonne schient und der Nebel liegt weit weg im Meer.
So nach und nach kamen auch alle anderen eingetrudelt und pünktlich
um 16°° Uhr findet das erste Briefing statt. Carsten stellt uns Ramon vor, der uns sicher durch das Sperrgebiet führen soll und erzählt uns einiges was die kommenden Tage so alles auf uns zu kommt. Noch sind nicht alle begeistert, da Luffi, der Organisator von Coastway Tours, leider eine Doppelbuchung gemacht hat. Nun muss eine der drei Gruppen im Zelt übernachten und das sind ausgerechnet wir. Für einige wird es das erste Mal in einem Zelt sein. Für andere, mich eingeschlossen, wird es aber auch das letzte Mal sein. Jedenfalls direkt an der Küste von Namibia. Dazu aber später mehr.
Liebe Grüsse
Mirella und Chrigu

