Archiv für Juni 2010

Chrigu hat eine neue Leidenschaft

und die heisst fischen :grin:

Hier in Namibia fischt man meist direkt von Strand aus. Dazu benötigt man natürlich ein Permit (Kostenpunkt 56 N$ pro Jahr!) eine Fischerrute und Bits. Das sind die Köder, hier keine Würmer oder Maden sondern kleine, tiefgefrorene Fische. Und am besten Einheimische die einem zeigen wie das richtig geht. In Chrigus Fall war das Manni und Willy (die seit Juni 2009 hier heimisch sind).

An schönen Tagen ist Fischen ein richtiges Volksfest für die ganze Familie. Vor allem wenn die Süd Afrikaner hier sind. Sie bauen ganze Festungen auf, machen Feuer, braiien leckeres Fleisch (was sie mit den Fischen machen weiss ich auch nicht) und trinken wohl literweise Bier dazu. Gute Plätze sind dann nicht zu haben und selbst die schlechten sind schon belegt. An schlechten Tagen, also dann, wenn es neblig, kalt und einem der Südwestwind um die Ohren pfeift, macht Fischen natürlich keinen Spass. Dann stehen wirklich nur die ganz Harten draussen. Die kennen irgendwie auch kein Kältegefühl. Sitzen stundenlang in kurzen Hosen da, schauen aufs Meer hinaus, trinken dann wahrscheinlich zwischen den Bieren heissen Kaffee und harren den Dingen, äh Fischen, die da kommen werden.

Chrigu gehört jedoch eindeutig zu den Schönwetterfischern. Und das haben wir :razz:

Schon seit bald einer Woche beherrscht der Nordostwind die Küste. Das heisst, dass wir hier am Meer das schönste Wetter, die wärmsten Temperaturen und bis jetzt auch kaum Sandstürme haben. Wenn der Winter so bleibt, können wir es hier also gut aushalten.

Und das ist Schönwetterfischen :cool:

 

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gut vorbereitet

mit Schwung

ausgeworfen

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kaltes Wasser nicht gescheut (ca14°)

und dann

ist der Kabeljau (42cm) auch schon dran

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Schönwetterfischer

Wolfgang und Chrigu

Anfängerglück

Und plötzlich ist der Computerfachmann der Ernährer der Familie :lol:

Liebe Grüsse aus dem sonnigen und warmen Swakopmund

Mirella und Chrigu

Forums – Tour Teil 2 (4)

 

Nachdem wir das Abendteuer Polentswa Trail gut überstanden hatten, in Nossob alle eine warme und erfrischende Dusche genossen, machten wir uns wieder auf den Weg nach Mata Mata. Morgen wird für uns der Tag der Entscheidung kommen. Wie lange können wir diesmal in Namibia bleiben :?:

Mata Mata ist für mich nicht wirklich ein schöner Platz. Der einzige Vorteil den dieser Platz hat, man sieht Tüpfelhyänen hautnah. Das wusste Pit jedoch noch nicht :oops: Der war nämlich gerade dabei, sein Zelt am Zaun aufzustellen. Hat wohl gedacht, da bin ich sicher vor Raubtieren. Da ging ein Raunen durch die Menge. Und da stand sie, die Tüpfelhyäne, zum Greifen nah, direkt auf Augenhöhe, nur ein bisschen Draht dazwischen. Pit macht mit samt dem Zelt einen Satz und hat sich zu Tode erschreckt. Gemein, ich weiss, aber uns hat es ein Schmunzeln entlockt, da wir ja wussten, dass sie früher oder später auftauchen wird.

Die grössere Überraschung für uns war allerdings, als plötzlich Familie Weber (JAW) vor uns stand. Bis tief in die Nacht plauderten wir über ihre bevorstehende Reise nach Botswana, gaben ihnen noch den einen oder anderen Tipp und genossen das Zusammensein.

Schon früh am nächsten Morgen machten wir uns auf den letzten Game Drive. Ausser uns hatten wohl alle einen tollen Morgen. Wir haben, aus einem uns bis heute nicht ersichtlichen Grund, die Highlights der Tiere verpasst. Ich glaube wir haben mal wieder Katzen gesucht, jedoch keine gefunden. Die anderen sahen derweilen liebende Giraffen, prügelnde Gnus und gaben sich über unsere Funkgeräte die besten Tiersichtungen durch. Glück und Frust sind eben nirgends so gross wie im Kgalagadi.

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prügelnde Gnus

süsse Nachbarn beim
Lang Rambuka Pan  Camp

Gaukler

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die liebenden Giraffen

wo bist du, hä

Vater und Tochter, oder so

Der grosse Augenblick ist gekommen. Border Post Mata Mata. Wie immer beantragen wir 90 Tage Touristenvisa. Haben uns auch Begründungen zu Recht gelegt, die wir dann vortragen würden und sind bis aufs Äusserste gespannt. Was dann geschah, war unglaublich. Zag, Stempel rein, 90 Tage drin und wieder raus. Wir sind erleichtert und es fällt ein grosser Stein auf den Parkplatz :lol:

Unser letztes Ziel war das Red Dune Camp. Und es war ein würdiger Abschluss nach einer sehr turbulenten Forumsreise. Die Campsite steht auf einer roten Sanddüne mitten in der Kalahari. Sie ist sehr liebevoll angelegt. Die Openairdusche hat warmes Wasser und das WC freie Sicht in die atemberaubende Weite. Von der Aussichtsplattform können wir ein letztes Mal der untergehenden Sonne zuschauen und ein Savanna dazu schlürfen. Und zur Feier des Tages beschliessen wir hardcore Camping unter freiem Sternenhimmel. Tief vermummt mit Mütze und Faserpeltz schlummern wir in die klare, kalte (6°) Nacht hinein.

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Red

Dune

Camp

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WC mit Aussicht

warme Duschen

Sunset

Maik und Reiner verabschieden sich schon am frühen Morgen, da die Armen den Flieger nicht verpassen wollen. Wir fahren etwas langsamer, kommen aber auch irgendwann wieder in der Zivilisation an.

Ob wir wieder eine Forumstour machen werden weiss im Moment nur Beta Geuze :???:

 

Liebe Grüsse aus dem nun etwas winterlichen Namibia

Mirella und Chrigu

 

PS

 

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und Tschüss, es war einmalig

Forums-Tour Teil 2 (3)

 

Leider wurde mit der Dünen- und Spurenwanderung nichts. Es war ein trüber Morgen und in der Nacht hat es geregnet. Frau Rasa war äusserst sauer darüber. Nicht eigentlich wegen dem Regen grundsätzlich, sondern deswegen, weil sie uns nicht zur Wanderung mitnehmen konnte. Der Regen verwische alle Spuren und es wäre für uns herausgeschmissenes Geld. Lange standen wir aber noch mit ihr auf dem Platz und sie erzählte uns sehr viel Wissenswertes. Auch so hat aber grossen Spass gemacht und wir können diesen Platz wärmstens empfehlen.

Unsere heutige Etappe war nur zum warm werden, 35 km bis zu Twee Rivieren. Nur zögerlich kam zwischendurch die Sonne hervor und wir blieben vom Regen verschont.

Auf dem Game Drive haben wir ausser ein paar Oryxe und Springböcke nicht wirklich viel gesehen. Es war schon ein wenig enttäuschend. Aber so ist der Kgalagadi TP. Hier braucht man viel Geduld und eine grosse Portion Glück (wie wir einige Wochen später von Christian und Andrea (fotofeeling) erfahren haben, die haben nämlich Leoparden inkl. Junge gesehen :evil: ). Kurz bevor wir wieder im Camp waren, zeigte sich die Sonne nochmals und zauberte einen spektakulären Abendhimmel inklusive Regenbogen hervor.

Es war ein Traum :razz:

Nachdem alle Papier geregelt waren, wie Zoll und Buchungen, was natürlich nicht ohne Probleme von statten ging konnten wir das Abendteuer „Vergrabener Hauptmann Ekert“ in Angriff nehmen. Chrigu hat ja immer behauptet, die hätten die Strasse neu gemacht. Er kann jetzt aber gar nicht verstehen, warum die schon wieder so viel Wellblech hat. Wir werden so richtig durchgeschüttelt, alles klappert und unterhalten kann man sich auch nicht. Ich finde, die Strasse ist so schlecht wie immer. Tage später haben wir dann festgestellt, dass es am Mietfahrzeug lag. Irgendwie muss dieser Hilux eine andere Federung haben, als alle anderen Fahrzeuge. Und Chrigu ist ja genau diesen Wagen vor zwei Wochen schon mal durch den Park gefahren und war begeistert. Denn auch Luftablassen hat beim Büssli nichts geholfen.

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Hardebeast und Oryx Beim Erbsen, äh Geld zählen Fuchsmanguste

Durchgerüttelt gönnten wir uns einen kurzen Zwischenstopp in Nossob, wo wir zwei Schweizer kennen lernen. Die haben vor wenigen Tagen den gleichen Trail machen wollen wie wir, mussten aber wegen Wasser wieder umdrehen. Oje, denke ich, schon wieder eine Schlammschlacht :cry: dazu habe ich keine Lust. Da es aber nun doch schon zwei Tage nicht mehr geregnet hat und wir da auch erst morgen hinfahren, steigt die Hoffnung, dass das Wasser abgetrocknet ist, schon wieder ein wenig.

Auf der Fahrt zum Polentswa Camp werden wir mit riesigen Kuhantilopen-, Oryx- und Springbockherden für die schlechten Strassenverhältnisse entschädigt. Es ist grossartig alle die Tiere zu sehen, wie sie friedlich das grüne Grass abfressen. Und eigentlich müsste es hier von Löwen, Geparden und Leoparden nur so wimmeln, bei diesem Futterangebot. Unsere Augen sind aber noch zu schwach und das Gras zu hoch. Wir sehen keine Katzen. Heutiges Tagesziel also nicht erreicht. Dafür die Campsite, für mich eine der schönsten, noch vor Sonnenuntergang.

Alle haben wir friedlich geschlafen, nur Pit nicht, der hat nämlich Löwen brüllen hören und konnte vor lauter schnarchenden Nachbarn auch nicht wieder einschlafen. Leider fanden wir die Löwen auch am Morgen nicht  :roll:

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Schabrakenschakale oder für uns Kwesi   Red Hardebeast

Die Fahrt auf dem Polentswa Trail war wunderschön. Hätte ich nicht erwartet. Der Track war sehr gut zu befahren, das Büssli ist um die Kurven geflitzt und wir haben erstaunlich viel Wild gesehen. Die Landschaft abwechslungsreich, mal waren es saftig grüne, offene Weiden, mal rote Sanddünen und immer wieder grosse Salzpfannen. Herrlich

Plötzlich stehen wir allerdings vor einem See, keine Fatahmorgana, nein das Wasser ist echt und nass. Und was machen wir in so einem Fall? Richtig, denken und durchwaten. Das Wasser muss wohl wirklich schon abgetrocknet sein. Den bis ein etwas tieferes Loch ist das Wasser nur oberflächlich und sollte gut zu durchfahren sein. Und so ist es auch.

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Wasserdurchfahrten zuerst durchwaten Geschafft

So kann uns auch nichts mehr aufhalten unseren Auftrag auszufüllen. Hier soll irgendwo der Hauptmann Ekert begraben liegen. Den zu finden, mit denen Informationen die wir haben, wird eine grosse Herausforderung. Doch all unsere Bemühungen, wir laufen kreuz und quer durchs Gebüsch, scheuen also keine Mühe obwohl hier überall die Löwen sein könnten, enden bei Vermutungen. Wir finden jedenfalls nichts. Ausser vielleicht den Gefechtsplatz. Es ist und bleibt Carstens Mission.

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Wo ist denn blos Hpt. Ekert Tracks 4 Afrika  

Die Campsites liegen alle traumhaft, aber ohne jegliche Infrastruktur, an einer Salzpfanne. Das ist also hardcore Camping. Wir geniessen die Einsamkeit, kühles Savanna, ausgezeichnetes Chriguessen und einen fantastischen Sternenhimmel. Was wollen wir mehr :razz:

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Sesatswe Camp Sesatswe Pan Was kukst du

Forums-Tour Teil 2 (2)

 

Und da war sie endlich :lol:

img001 Carsten war zwar nicht mehr dabei, aber DAS Foto ist wirklich toll img003 Ich wurde auch nicht wirklich heftig gebissen, nur ein bisschen angeknabbert img002Und dass Chrigu keine Angst vor Raubtieren hat, vermuteten wir irgendwie schon immer

Nun war waschen, kochen und Zelt aufbauen nur noch Nebensache.

Obwohl, heute gab es Chrigus legendäre Buschlasagne, eines der besten Essen die es auf unserem Speiseplan gibt, und von den Jungs war breit und weit nicht zu sehen oder zu hören. Wir machen uns nun langsam Sogen. Sind sie doch alle aus Deutschland, weites Fahren gewöhnt und sooooo weit war die heutige Strecke auch wieder nicht, jedenfalls wenn man nicht Schweizer ist. Und das Navi sagt auch, dass die reine Fahrzeit 6 Stunden beträgt. Plan b wäre, dass wir halt alleine essen, Spaghetti Bolognese, und die Buschlasagen auf morgen verschien. Das wäre aber äusserst schade, denn wie schon gesagt, es ist sehr lecker :razz:

Irgendwann kommt via iPhone die Meldung; wir hängen, nein nicht mit dem Isuzu, sondern an der Grenze. Das kann doch gar nicht sein, die hat doch bis 22°° auf. Oder etwa doch nicht. Richtig, hat sie nicht, sondern sie schliesst schon um 15.30 Uhr. Und wann kommen die Jungs da an, genau um 15.35 Uhr. Da Pit das schon ausführlich beschrieben hat, hier seine Worte

„Nach einer kurzen Stippvisite im Ai-Ais Hot Springs Spa hatten wir eine länger Transferfahrt zum Grenzübergang Rietfontein um Mirella und Chrigu zum Abendessen in Südafrika zu treffen, wo Frau Prof. Anne Rasa ein Stück Kalahari besitzt. Dort gibt es einfache und saubere Camp sites und Gästezimmer. Berühmt ist die ältere Dame Ufer ihre "educational" Duenen-Trips und ihr wissenschaftliches Renommee als anerkannte Verhaltens-Biologin fuer Klein-Saeugetiere, speziell Zwergmangusten.
So war unser Plan!
Und jetzt aufgepasst falls Ihr irgendwann in diese Gegend kommt!!!
Wohlwissentlich, dass Mirella auf pünktliches Erscheinen grossen Wert legt, haben wir einen perfekten Routenplan ausgearbeitet. Grenzübertritt noch bei Tageslicht 4:30 nachmittags. Der Grenzübergang Rietfontein hat bis 21:00 auf – laut Landkarte!
Leider wussten die Zöllner das aber nicht. Die Grenze war zu. Von Ferne duftete uns Chrigus LEGENDÄRE Busch-Lasagne zu :lol:
Wie ? Was ? Zu ? :cry:
Ja, man wisse auch nicht woher das Gerücht mit der Öffnungszeit bis abends 9 komme. Abgeschlossen wird um 4:30.
Schließlich habe man hier anstrengende Arbeitstage und müsse immerhin 20-30 Autos täglich abfertigen :eek:
Aber es sei ja gerade erst halb Fünf wanden wir hoffnungsschöpfend ein.
Ja schon, aber nicht in Südafrika. Dort gegenüber habe man keine Winterzeit, schliesse folglich die Grenze schon eine Stunde früher und es mache deshalb für die namibischen Constabler auch keinen Sinn die Grenzschranke eine Stunde länger oben zu lassen.
Leider mussten wir uns dieser zwingend Logik beugen.
Krisenrat ! Wie weit gehen wir?
Kurz und gut: es hat 690 Rand gekostet, genauer 290 Namdollar und 400 Rand (3 Erwachsene und ein Riesentoyoyta)
um die beiden Grenzen extra für uns nochmals zu öffnen. Da das südafrikanische Team auch von weiter her kam, dauerte die ganze Prozedur halt auch.
War ja auch schon spät…
Natürlich haben wir uns jede süffisante Bemerkung peinlichst verkniffen.
Einerseits waren wir froh und uns einig, dass in Deutschland wohl kaum ein Beamter solche Flexibilität gezeigt hätte.
Andererseits blieben Restzweifel….
Egal, inzwischen war es stockdunkel und wir fuhren aus Sicherheitsgründen langsamer, um dann endlich nach einer Stunde über Chrigus Lasagne herzufallen wie ein Rudel crocuta crocutas (Tüpfelhyänen)“

Wir waren jedenfalls dann auch froh, dass sie es geschafft haben und schlummerten friedlich in die trübe Nacht hinein.

Forums-Tour Teil 2 (1)

 

Der erste Teil der Forumsbesatzung, ausser Chrigu, der den 2. Teil auch noch macht, verabschiedet sich Birgit und Carsten, sowie auch Ronald und Petra. Die wollen noch die Wildpferde suchen und anschliessend weiter gen Windhoek reisen. Maik, Rainer und Pit machten sich gemeinsam auf zum Oranje, die hatten wohl noch nicht genug Wasser gesehen. Wir nahmen die Abkürzung via Keetmanshop. Und so einen Ruhetag tat uns auch ganz gut. Die Campsite die wir da angesteuert haben, ist etwas merkwürdig. Da arbeitet eine sehr lustlose Dame an der Rezeption, der Platz ist bis auf eine grünen Rasen sehr kahl und Gäste sucht man hier auch vergeblich. Wir hatten aber wirklich keine Lust mehr noch weiter zu fahren. Dafür hat es gerade nebenan eine Tanke mit integriertem Wimpy (die namibische Antwort auf Mc Donalds) Und da tobt das Leben :grin:  

Das wichtigste, aus  Chrigus Sicht, ist jetzt Internet. Es hätte auch super guten Empfang gegeben. Nur, wer saugt den da unverschämt viele Daten aus dem Netz? So schnell, dass Chrigu zuschauen konnte wie die NamDollars verschwanden :twistet: Da wir nur das Netti (Verkleinerung vom Nouti (Notebook)) dabei hatten, was noch nicht Busch tauglich gemacht wurde, war wohl wieder nichts mit Internet. So musste Chrigu wohl oder übel noch mal eine Woche ohne Netz zur Weilt auskommen.

Es war Freitag und es war Monatsende. Wir hätten es besser wissen sollen :mad: An einem solchen Tag sollte man einfach nicht einkaufen fahren. Es war eindrucksvoll. Obwohl nun schon lange in Namibia, und schon vieles erlebt, das hat wieder einmal alles übertroffen. Da vor dem Spar war ein richtiges Volksfest. Alle hatten Geld, alle waren glücklich und ausgelassen. Und wir als einzige Weisse weit und breit. Für mich immer noch ein komisches Gefühl. Im Spar herrschte zum Teil gähnende Leere. Die Mitarbeiter kamen gar nicht so schnell mit Auffüllen nach, als die Ware wieder weggekauft wurde. Irgendwann wollte ich dann einfach nur noch weg, es waren einfach zu viele Menschen um mich herum. Der einzige Weisse den wir zu sehen bekamen war ein Mitarbeiter an der Kasse und der war so langsam, dass ich fast die Geduld verloren habe und Chrigu übernehmen musste. Unser Büssli stand immer noch da, mit allen vier Rädern und wir machten, dass wir weg kamen. Als wir zurück kamen war der schönste Platz auf der Campsite besetzt,  was meine Stimmung natürlich auch nicht verbesserte. Aber nach einem eisgekühlten Savanna sah die Welt schon wieder besser aus und das Abendessen war auch gut. Die Nacht war dann ein einziges Kommen und Gehen. Eigenartige Gestalten trieben sich plötzlich auf dem am Mittag noch verlassen Platz, herum. Ich war froh, als es dann endlich Morgen war und wir in die Kalahari aufbrechen konnten. Zuvor waren wir aber noch im Wimpy zum Frühstücken. Da wurde uns zur  Entschädigung ein Spektakel geboten wovon europäische Töfffahrer (Motorradfahrer) geschwärmt hätten. PS starke Strassenmaschinen mit brummenden Motoren. Was allerdings sehr entsetzlich war, keiner trug irgendwelche Töffkleider oder Stiefel. Die meisten kamen in kurzen Hosen und T`Shirts. Wenigsten trugen aber alle ausnahmslos einen Helm. Ob der aber wirklich gut sass und angepasst war, wollen wir gar nicht erst wissen.

Schon früh trafen wir auf dem Kalahari Trails Campsite ein und wurden von Prof. Ana Rase freundlich begrüsst. Aber wo war Popet? Die sollte doch nicht ausgerechnet heute von den Raubvögeln verspeisen worden sein. Alles rufen von Frau Rasa und Chrigu, den kannte sie ja schon, half nichts. Popet blieb verschwunden. Und ich wollte doch endlich Freundschaft mit diesen Tieren schliessen, nachdem sie mich einmal so gebissen haben, dass ich noch heute eine Narbe davon trage. Nichts half, sie blieb verschwunden bis……