Forums-Tour Teil 2 (1)

 

Der erste Teil der Forumsbesatzung, ausser Chrigu, der den 2. Teil auch noch macht, verabschiedet sich Birgit und Carsten, sowie auch Ronald und Petra. Die wollen noch die Wildpferde suchen und anschliessend weiter gen Windhoek reisen. Maik, Rainer und Pit machten sich gemeinsam auf zum Oranje, die hatten wohl noch nicht genug Wasser gesehen. Wir nahmen die Abkürzung via Keetmanshop. Und so einen Ruhetag tat uns auch ganz gut. Die Campsite die wir da angesteuert haben, ist etwas merkwürdig. Da arbeitet eine sehr lustlose Dame an der Rezeption, der Platz ist bis auf eine grünen Rasen sehr kahl und Gäste sucht man hier auch vergeblich. Wir hatten aber wirklich keine Lust mehr noch weiter zu fahren. Dafür hat es gerade nebenan eine Tanke mit integriertem Wimpy (die namibische Antwort auf Mc Donalds) Und da tobt das Leben :grin:  

Das wichtigste, aus  Chrigus Sicht, ist jetzt Internet. Es hätte auch super guten Empfang gegeben. Nur, wer saugt den da unverschämt viele Daten aus dem Netz? So schnell, dass Chrigu zuschauen konnte wie die NamDollars verschwanden :twistet: Da wir nur das Netti (Verkleinerung vom Nouti (Notebook)) dabei hatten, was noch nicht Busch tauglich gemacht wurde, war wohl wieder nichts mit Internet. So musste Chrigu wohl oder übel noch mal eine Woche ohne Netz zur Weilt auskommen.

Es war Freitag und es war Monatsende. Wir hätten es besser wissen sollen :mad: An einem solchen Tag sollte man einfach nicht einkaufen fahren. Es war eindrucksvoll. Obwohl nun schon lange in Namibia, und schon vieles erlebt, das hat wieder einmal alles übertroffen. Da vor dem Spar war ein richtiges Volksfest. Alle hatten Geld, alle waren glücklich und ausgelassen. Und wir als einzige Weisse weit und breit. Für mich immer noch ein komisches Gefühl. Im Spar herrschte zum Teil gähnende Leere. Die Mitarbeiter kamen gar nicht so schnell mit Auffüllen nach, als die Ware wieder weggekauft wurde. Irgendwann wollte ich dann einfach nur noch weg, es waren einfach zu viele Menschen um mich herum. Der einzige Weisse den wir zu sehen bekamen war ein Mitarbeiter an der Kasse und der war so langsam, dass ich fast die Geduld verloren habe und Chrigu übernehmen musste. Unser Büssli stand immer noch da, mit allen vier Rädern und wir machten, dass wir weg kamen. Als wir zurück kamen war der schönste Platz auf der Campsite besetzt,  was meine Stimmung natürlich auch nicht verbesserte. Aber nach einem eisgekühlten Savanna sah die Welt schon wieder besser aus und das Abendessen war auch gut. Die Nacht war dann ein einziges Kommen und Gehen. Eigenartige Gestalten trieben sich plötzlich auf dem am Mittag noch verlassen Platz, herum. Ich war froh, als es dann endlich Morgen war und wir in die Kalahari aufbrechen konnten. Zuvor waren wir aber noch im Wimpy zum Frühstücken. Da wurde uns zur  Entschädigung ein Spektakel geboten wovon europäische Töfffahrer (Motorradfahrer) geschwärmt hätten. PS starke Strassenmaschinen mit brummenden Motoren. Was allerdings sehr entsetzlich war, keiner trug irgendwelche Töffkleider oder Stiefel. Die meisten kamen in kurzen Hosen und T`Shirts. Wenigsten trugen aber alle ausnahmslos einen Helm. Ob der aber wirklich gut sass und angepasst war, wollen wir gar nicht erst wissen.

Schon früh trafen wir auf dem Kalahari Trails Campsite ein und wurden von Prof. Ana Rase freundlich begrüsst. Aber wo war Popet? Die sollte doch nicht ausgerechnet heute von den Raubvögeln verspeisen worden sein. Alles rufen von Frau Rasa und Chrigu, den kannte sie ja schon, half nichts. Popet blieb verschwunden. Und ich wollte doch endlich Freundschaft mit diesen Tieren schliessen, nachdem sie mich einmal so gebissen haben, dass ich noch heute eine Narbe davon trage. Nichts half, sie blieb verschwunden bis……

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