Forums-Tour Teil 2 (2)
Und da war sie endlich
Nun war waschen, kochen und Zelt aufbauen nur noch Nebensache.
Obwohl, heute gab es Chrigus legendäre Buschlasagne, eines der besten Essen die es auf unserem Speiseplan gibt, und von den Jungs war breit und weit nicht zu sehen oder zu hören. Wir machen uns nun langsam Sogen. Sind sie doch alle aus Deutschland, weites Fahren gewöhnt und sooooo weit war die heutige Strecke auch wieder nicht, jedenfalls wenn man nicht Schweizer ist. Und das Navi sagt auch, dass die reine Fahrzeit 6 Stunden beträgt. Plan b wäre, dass wir halt alleine essen, Spaghetti Bolognese, und die Buschlasagen auf morgen verschien. Das wäre aber äusserst schade, denn wie schon gesagt, es ist sehr lecker
Irgendwann kommt via iPhone die Meldung; wir hängen, nein nicht mit dem Isuzu, sondern an der Grenze. Das kann doch gar nicht sein, die hat doch bis 22°° auf. Oder etwa doch nicht. Richtig, hat sie nicht, sondern sie schliesst schon um 15.30 Uhr. Und wann kommen die Jungs da an, genau um 15.35 Uhr. Da Pit das schon ausführlich beschrieben hat, hier seine Worte
„Nach einer kurzen Stippvisite im Ai-Ais Hot Springs Spa hatten wir eine länger Transferfahrt zum Grenzübergang Rietfontein um Mirella und Chrigu zum Abendessen in Südafrika zu treffen, wo Frau Prof. Anne Rasa ein Stück Kalahari besitzt. Dort gibt es einfache und saubere Camp sites und Gästezimmer. Berühmt ist die ältere Dame Ufer ihre "educational" Duenen-Trips und ihr wissenschaftliches Renommee als anerkannte Verhaltens-Biologin fuer Klein-Saeugetiere, speziell Zwergmangusten.
So war unser Plan!
Und jetzt aufgepasst falls Ihr irgendwann in diese Gegend kommt!!!
Wohlwissentlich, dass Mirella auf pünktliches Erscheinen grossen Wert legt, haben wir einen perfekten Routenplan ausgearbeitet. Grenzübertritt noch bei Tageslicht 4:30 nachmittags. Der Grenzübergang Rietfontein hat bis 21:00 auf – laut Landkarte!
Leider wussten die Zöllner das aber nicht. Die Grenze war zu. Von Ferne duftete uns Chrigus LEGENDÄRE Busch-Lasagne zu
Wie ? Was ? Zu ?
Ja, man wisse auch nicht woher das Gerücht mit der Öffnungszeit bis abends 9 komme. Abgeschlossen wird um 4:30.
Schließlich habe man hier anstrengende Arbeitstage und müsse immerhin 20-30 Autos täglich abfertigen
Aber es sei ja gerade erst halb Fünf wanden wir hoffnungsschöpfend ein.
Ja schon, aber nicht in Südafrika. Dort gegenüber habe man keine Winterzeit, schliesse folglich die Grenze schon eine Stunde früher und es mache deshalb für die namibischen Constabler auch keinen Sinn die Grenzschranke eine Stunde länger oben zu lassen.
Leider mussten wir uns dieser zwingend Logik beugen.
Krisenrat ! Wie weit gehen wir?
Kurz und gut: es hat 690 Rand gekostet, genauer 290 Namdollar und 400 Rand (3 Erwachsene und ein Riesentoyoyta)
um die beiden Grenzen extra für uns nochmals zu öffnen. Da das südafrikanische Team auch von weiter her kam, dauerte die ganze Prozedur halt auch.
War ja auch schon spät…
Natürlich haben wir uns jede süffisante Bemerkung peinlichst verkniffen.
Einerseits waren wir froh und uns einig, dass in Deutschland wohl kaum ein Beamter solche Flexibilität gezeigt hätte.
Andererseits blieben Restzweifel….
Egal, inzwischen war es stockdunkel und wir fuhren aus Sicherheitsgründen langsamer, um dann endlich nach einer Stunde über Chrigus Lasagne herzufallen wie ein Rudel crocuta crocutas (Tüpfelhyänen)“
Wir waren jedenfalls dann auch froh, dass sie es geschafft haben und schlummerten friedlich in die trübe Nacht hinein.

