Forums-Tour Teil 2 (3)

 

Leider wurde mit der Dünen- und Spurenwanderung nichts. Es war ein trüber Morgen und in der Nacht hat es geregnet. Frau Rasa war äusserst sauer darüber. Nicht eigentlich wegen dem Regen grundsätzlich, sondern deswegen, weil sie uns nicht zur Wanderung mitnehmen konnte. Der Regen verwische alle Spuren und es wäre für uns herausgeschmissenes Geld. Lange standen wir aber noch mit ihr auf dem Platz und sie erzählte uns sehr viel Wissenswertes. Auch so hat aber grossen Spass gemacht und wir können diesen Platz wärmstens empfehlen.

Unsere heutige Etappe war nur zum warm werden, 35 km bis zu Twee Rivieren. Nur zögerlich kam zwischendurch die Sonne hervor und wir blieben vom Regen verschont.

Auf dem Game Drive haben wir ausser ein paar Oryxe und Springböcke nicht wirklich viel gesehen. Es war schon ein wenig enttäuschend. Aber so ist der Kgalagadi TP. Hier braucht man viel Geduld und eine grosse Portion Glück (wie wir einige Wochen später von Christian und Andrea (fotofeeling) erfahren haben, die haben nämlich Leoparden inkl. Junge gesehen :evil: ). Kurz bevor wir wieder im Camp waren, zeigte sich die Sonne nochmals und zauberte einen spektakulären Abendhimmel inklusive Regenbogen hervor.

Es war ein Traum :razz:

Nachdem alle Papier geregelt waren, wie Zoll und Buchungen, was natürlich nicht ohne Probleme von statten ging konnten wir das Abendteuer „Vergrabener Hauptmann Ekert“ in Angriff nehmen. Chrigu hat ja immer behauptet, die hätten die Strasse neu gemacht. Er kann jetzt aber gar nicht verstehen, warum die schon wieder so viel Wellblech hat. Wir werden so richtig durchgeschüttelt, alles klappert und unterhalten kann man sich auch nicht. Ich finde, die Strasse ist so schlecht wie immer. Tage später haben wir dann festgestellt, dass es am Mietfahrzeug lag. Irgendwie muss dieser Hilux eine andere Federung haben, als alle anderen Fahrzeuge. Und Chrigu ist ja genau diesen Wagen vor zwei Wochen schon mal durch den Park gefahren und war begeistert. Denn auch Luftablassen hat beim Büssli nichts geholfen.

img005 img004  img006
Hardebeast und Oryx Beim Erbsen, äh Geld zählen Fuchsmanguste

Durchgerüttelt gönnten wir uns einen kurzen Zwischenstopp in Nossob, wo wir zwei Schweizer kennen lernen. Die haben vor wenigen Tagen den gleichen Trail machen wollen wie wir, mussten aber wegen Wasser wieder umdrehen. Oje, denke ich, schon wieder eine Schlammschlacht :cry: dazu habe ich keine Lust. Da es aber nun doch schon zwei Tage nicht mehr geregnet hat und wir da auch erst morgen hinfahren, steigt die Hoffnung, dass das Wasser abgetrocknet ist, schon wieder ein wenig.

Auf der Fahrt zum Polentswa Camp werden wir mit riesigen Kuhantilopen-, Oryx- und Springbockherden für die schlechten Strassenverhältnisse entschädigt. Es ist grossartig alle die Tiere zu sehen, wie sie friedlich das grüne Grass abfressen. Und eigentlich müsste es hier von Löwen, Geparden und Leoparden nur so wimmeln, bei diesem Futterangebot. Unsere Augen sind aber noch zu schwach und das Gras zu hoch. Wir sehen keine Katzen. Heutiges Tagesziel also nicht erreicht. Dafür die Campsite, für mich eine der schönsten, noch vor Sonnenuntergang.

Alle haben wir friedlich geschlafen, nur Pit nicht, der hat nämlich Löwen brüllen hören und konnte vor lauter schnarchenden Nachbarn auch nicht wieder einschlafen. Leider fanden wir die Löwen auch am Morgen nicht  :roll:

img009
 
img007 img010 
Schabrakenschakale oder für uns Kwesi   Red Hardebeast

Die Fahrt auf dem Polentswa Trail war wunderschön. Hätte ich nicht erwartet. Der Track war sehr gut zu befahren, das Büssli ist um die Kurven geflitzt und wir haben erstaunlich viel Wild gesehen. Die Landschaft abwechslungsreich, mal waren es saftig grüne, offene Weiden, mal rote Sanddünen und immer wieder grosse Salzpfannen. Herrlich

Plötzlich stehen wir allerdings vor einem See, keine Fatahmorgana, nein das Wasser ist echt und nass. Und was machen wir in so einem Fall? Richtig, denken und durchwaten. Das Wasser muss wohl wirklich schon abgetrocknet sein. Den bis ein etwas tieferes Loch ist das Wasser nur oberflächlich und sollte gut zu durchfahren sein. Und so ist es auch.

img008 img099 img013
Wasserdurchfahrten zuerst durchwaten Geschafft

So kann uns auch nichts mehr aufhalten unseren Auftrag auszufüllen. Hier soll irgendwo der Hauptmann Ekert begraben liegen. Den zu finden, mit denen Informationen die wir haben, wird eine grosse Herausforderung. Doch all unsere Bemühungen, wir laufen kreuz und quer durchs Gebüsch, scheuen also keine Mühe obwohl hier überall die Löwen sein könnten, enden bei Vermutungen. Wir finden jedenfalls nichts. Ausser vielleicht den Gefechtsplatz. Es ist und bleibt Carstens Mission.

img015 img011  img014
Wo ist denn blos Hpt. Ekert Tracks 4 Afrika  

Die Campsites liegen alle traumhaft, aber ohne jegliche Infrastruktur, an einer Salzpfanne. Das ist also hardcore Camping. Wir geniessen die Einsamkeit, kühles Savanna, ausgezeichnetes Chriguessen und einen fantastischen Sternenhimmel. Was wollen wir mehr :razz:

img017 img016  img018
Sesatswe Camp Sesatswe Pan Was kukst du

Kommentieren