Archiv für März 2011
Der Swakop läuft
Heute ist es endlich wieder soweit, der Swakop läuft bis ins Meer
Was mit Worten nicht zu beschreiben ist, könnt ihr euch einfach auf den Bildern anschauen
Herzliche Grüsse aus dem sonnigen Swakopmund
Mirella und Chrigu
@Home
Plötzlich hatten wir das Reissen, nach Hause zu fahren. Und nun sind wir schon fast wieder eine Woche daheim.
Im Schnellzugstempo sind wir über das Phalabowra Gate ausgereist und ziemlich unsanft wieder in der realen Welt gelandet. Menschen, Autos, Lärm.
Nach einem kurzen Besuch in der Amarulaverarbeitungsfabrik, wo zwischen Januar und März die reifen Marulafrüchte meist von Frauen angeliefert werden, fuhren wir weiter Richtung Bela Bela.
| Anlieferung | Wasch- und sortiervorgang | reife Marulafrüchte |
Da traf uns der pure Campinghorror :twistet: Eingepfercht auf einem zugewiesenen 4×4m Stellplatz verbrachten wir als einzige Touristen unter alle den weekendhungrigen Johannisburgern, den Samstagabend. Chrigu wird wohl nie wieder auf einen Campingplatz in einem Ressort fahren. Das einzig wirklich gute daran war der Pool mit gut 28° Grad warmen Quellwasser.
Nach einem sehr anstrengenden Fahrtag, stundenlang fahren wir durch Sonnenblumen und Maisfelder, über kilometerlange Baustellen auf grottenschlechten Teerstrassen und durch heftige Gewitter immer nur gerade aus, übernachten in Delareyville, auf der Pigmy Lodge. Es giesst wie aus Eimern und freundlicherweise dürfen wir in der Lapa unsere besten Frikadellen die wir jemals gemacht haben, brutzeln.
Jetzt nur noch durch und ab in den Kalaghadi.
Auch heute war der Tag im Auto lang und heiss (also manchmal, nur manchmal wäre so eine Klimaanlage doch eine feine Sache
) aber auch landschaftlich sehr schön. Erst hier können wir eigentlich erfahren, wie grün es zurzeit wirklich ist.
Im Park selber sind wir sprachlos, diese Gegend kennen wir nur als staubtrockene, rote Wüste. Jetzt ist einfach alles grün. Selbst die Sanddünen sind mit einem saftig grünen Flaum bedeckt. Im Flusstal steht das Gras an manchen stellen fast einen Meter hoch und einige Wasserstellen kann man, wie auch schon im Krüger, gar nicht mehr sehen.
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Mit den Tieren haben wir allerdings weniger Erfolg. Wir sehen im unteren Auobtal zwar grosse Oryx, Gnu und Springbockherden, aber die Löwen glänzen mit Abwesenheit. Aber wir sind ja sowieso nur der Landschaft wegen hier
Ein Highlight gab es aber trotzdem
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Fasziniert reisen wir weiter, es sind ja nur noch ca. 900 Kilometer bis nach Hause. Das Auobrivier fliesst in Namibia tatsächlich. Leider gingen irgendwie die Fotos vergessen, denn kaum auf heimischen Strassen bockt das Büssli wieder. Und zwar fast an der gleichen Stelle, wo wir schon mal stundenlang auf Hilfe gewartet haben. Die schrecklichen Pisten im Kalaghadi haben ihm nicht gut getan, wir haben ein Kühlerproblem. Chrigu ist nun aber ein Jahr Büsslipannen weiter und so schnell lassen wir uns nicht mehr aus der Ruhe bringen. Irgendwo leckt das Kühlerwasser und wir müssen alle 50 Kilometer anhalten um Wasser nach zu füllen. Kein gutes Zeichen, aber wir können den Schaden erst am Abend finden und beheben.
Es zieht uns immer weiter und so fahren wir direkt bis Sesriem und hoffen dort einen Platzt zu bekommen. Über Maltahöhe, wo ein gewaltige schwarze Wand auf uns wartet und die Strasse innerhalb von Minuten in einen See verwandelt, fahren wir anschliessend über den Tsaris Hoogte Pass wo uns die Schönheit der Landschaft den Atem raubt.
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Im Sesriem bekommen wir für schlappe 250 Doller einen Stellplatz bei NWR und zur Belohnung leisten wir uns das Wildbuffet in der Lodge. Die waren allerdings auch schon besser und auch schon mal günstiger (aktueller Preis pP 220 Dollar). Tief und fest schlummern wir in der wohl wärmsten Nacht der Reise friedlich bis der Wecker schon um 4.30 wieder klingelt.
Schaft der „neue HoBo“ die Sandpiste ins Vlei? Mit einem etwas mulmigen Gefühl schalten wir den hinteren Diff zu und ab durch die Mitte. Nach 5 herzklopfenden Kilometer stehen wir im Soussusvlei und sind einerseits glücklich, es geschafft zu haben und anderseits enttäusch, dass das Wasser schon wieder weg ist. Schön war es trotzdem und das ganze Ausmass, was der Regen angestellt hat, haben wir erst im rausfahren gesehen.
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Leider haben wir auch das Problem im Kühlsystem gefunden. Ein Schlauch hat ein Leck und dadurch verliert das Büssli Wasser. Ein erster Flickversuch am Abend zuvor ist leider gescheitert und nun müssen wir einen neuen Plan machen. Aber wie immer, einerseits gibt’s sehr hilfsbereite Menschen und anderseits macht Chrigu das wirklich richtig gut. So gut, dass der Flick noch heute hält.
Der Sesriemcanyon hat zwar Wasser aber nicht so wie wir das erwartet hätten, dennoch hat sich auch hier ein Blick darauf gelohnt.
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Nun hält uns nichts mehr, ab nach Hause. Doch sind wir da wirklich schon mal durchgefahren, es sieht so anders aus
Irgendwann fallen mir die Augen dann doch noch zu und als ich wieder aufwache fahren wir durch die staubige Namibwüste direkt auf eine dicke und zähe Nebelwand zu. Wir sind also fast zu Hause.
Herzliche Grüsse aus Swakopmund
Mirella und Chrigu

