Autorenarchiv
Schau mal…
Zur Abwechslung mal ein Video
Wieder mal ein paar Fotos
Hier wieder mal ein paar Bilder aus Namibia.
Rosenpapageien bei uns auf Gut Richthofen
Ein paar Tage im Etosha NP
Wir waren erstmals im Februar in der Etosha. Für uns war es ein ganz neues Erlebniss. Es gab viele grosse Herden, Jungtiere und zum Teil sehr viel Gras. Gut war das Gebiet um Namutoni und Okakuejo. Die Region um Halali war wie ausgestorben.
Beim grossen Baobab auf der Baobab Game Ranch
Einige Fotos aus Südafrika
Aus Südafrika haben wir noch ein paar Bilder mitgebracht die wir zeigen möchten.
Unten an der Küste gab es einiges zu sehen. Speziell die Wale vor der Küste von Hermanus waren sehr eindrücklich. Natürlich waren wir auch am Kap der guten Hoffnung.
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Auf der Kap Halbinsel haben wir auch noch Brigitta und Paul kennen gelernt. Sie sind seit drei Jahren unterwegs. Der Pavian hat Ihnen die Büchse mit den Rusks geklaut. Einige Minuten später schlägt der Dieb bei einer anderen Gruppe wieder zu.
Eindrücklich waren auch die berühmten Cango Caves.
Auf dem Weg in den Norden sind wir beim Karoo Nationalpark vorbeigekommen. Einer Gegend die vor allem auch zum Wandern einlädt. Im Park gibt es unter anderem auch 5 verschiedene Schildkrötenarten. Die grösste davon kommt gerne zum frischen Grün auf dem Campingplatz.
Probewohnen in Windhoek
Probewohnen in Windhoek
Nachdem wir ein durchzogenes Wochenende auf der Kulala Desert Lodge verbracht haben (das ist eine andere Geschichte), sind wir nun heute umgezogen. Mit einem weinenden und einem lachenden Auge haben wir die Airport Farm mit fast allem Sack und Pack verlassen. Wir haben uns sehr an die Farm, an die Menschen, an das Landleben und das Umsorgt sein gewöhnt. Doch für uns wurde es nun Zeit, uns abzunabeln und was Neues zu beginnen. Einige Dinge blieben allerdings da, weil wir das Gefühl haben, dass es da sicherer sei oder weil wir es einfach aus Platzgründen nicht mitnehmen konnten.
Nun sind wir also in der recht grosszügigen Ferienwohnung angekommen und haben uns häuslich eingerichtet. Wir mussten aber sogleich schon etwas umbauen, denn einen Esstisch gibt es hier nicht. Gut, dass wir unseren eigenen mitgebracht haben, sowie auch die Stühle.
Die Wohnung hat eine offene, recht grosse Wohnküche mit einem Schreibtisch, einem etwas lädiertem Sofa und einem TV. Der gibt aber ausser SAT 1 nicht viel her aber bis jetzt haben wir den Fernseher auch noch nicht vermisst. Dann hat es ein grosses Schlafzimmer mit vielen Einbauschränken aber leider nur eine kleines Doppelbett. Daneben ist das Badezimmer, dass so gross ist, wie das, dass wir in Faulensee hatten. Aber logischerweise nicht sooooo schön. Zur Wohnung gehört ausserdem auch eine kleine Terrasse und in der Anlage eine Braiiplatz und ein Swimmingpool. Da drinnen kann man aber nicht baden, weil er viel zu kalt ist, obwohl es seit einigen Tagen schon sehr viel wärmer geworden ist. Die Vermieterin ist sehr nett und lässt uns machen was wir wollen. Das passt also.
Auf der Einkauftour sind wir mal wieder auf die Welt gekommen. Die Lebensmittel sind in den letzten Jahren ganz schön teuer geworden und wir machen jetzt das, was wir vorher noch kaum gemacht haben, Preise vergleichen.
Dafür können wir jetzt unseren Speiseplan wieder so gestalten wie wir das gewohnt waren, wie wir das mögen und vor allen wann. Das hat halt auch seine Vorteile und wir werden das bestimmt geniessen.
Obwohl, für uns ist das schon eine neue Welt. Da bist du in „deinen vier Wänden“ hast aber vor dir schwedische Gardinen und um dich herum eine hohe Mauer mit einem Elektrozaun. Da wird man schon nachdenklich. Viele sagen zwar, dass man sich daran gewöhnt und dass das halt hier so ist. Eigentlich wussten wir das ja auch, aber wenn es dann soweit ist, ist es doch nochmals anders. Die Vermieterin hat uns aber versichert, dass bei ihr noch nie eingebrochen wurde. Wir sind aber für den Anfang noch etwas skeptisch. So etwa, sind denn alle Festplatten und die Notis hier gut aufgehoben? Kann denn wirklich nichts wegkommen? Wird denn hier wirklich nicht eingebrochen? Müssen wir den Pfefferspray doch noch aus dem Auto holen und uns den neben das Bett legen?
Wir werden sehen, denn für uns ist es ja ein gutes Probewohnen, jedenfalls bis wir hier weg kommen und uns dann entscheiden, was wir in Zukunft machen werden und wohin wir gehen (hier heisst das fahren, denn kein weisser Mensch geht hier).
PS habe ich fast vergessen, hier gibt es ja zwei Wachhunde. Sie haben etwa die Grösse meiner beiden Katzen.
Liebe Grüsse
Mirella und Chrigu
Vollmond
Vollmond
Nun ist er schon einige Tag vorbei, aber wir haben es sehr genossen, mal
wieder in unserem Büssli zu schlafen. Voll bepackt sind wir ins Revier
gefahren. Da unten ist es aber leider auch immer recht frisch und wir
machten daher ein grosses Feuer, damit wir uns ein wenig wärmen konnten. Es
gab leckeres Rinderfillet und die allerletzten schweizer Teigwaren. Wir
werden uns wohl nie an die namibischen Teigwaren gewöhnen. Die sind innen
ganz weich gekocht und aussen noch all dente. Ausserdem haben sie auch
einen komischen Geschmack. Also wenn uns jemand was mitbringen will, wir
sind sicher dankbare Abnehmer für richtig gute italienische oder schweizer
Spaghetti. Barilla gib die hier zwar auch zu kaufen, im Superspar, aber die
sind unheimlich teuer und die werden wir uns in Zukunft nur noch zu
besonderen Gelegenheiten leisten können.
Sowieso, es gibt hier eigentlich alles zu kaufen, nur gewisse Dinge, die
aus Europa importiert werden, haben ihren Preis. So kostet zB Lindt
Schokolade 100g etwas 10 Franken oder Rahma flüssig 250 ml ca. 8 Franken.
Aber das teuerste ist wohl der Kaffee. Da kostet 500g Espressocafe,
gemahlen, 16 Franken. Ich verstehe nun auch langsam, warum hier alle
Ricoffy trinken. Das ist eine einheimischer Pulverkaffee der mit Chicory
gestreckt wird. Nur ist der aber leider auch ziemlich scheusslich und hat
mit Kaffee nicht viel gemeinsam.
Und dann ging er auf, der Vollmond. Leuchtend rot, am schwarzen
Nachthimmel. Es ist schon faszinierend zuzuschauen wie er dann in kurzer
Zeit seine Farbe von orange über gelb zu einer hell erleuchteten Kugel
verändert hat. Wir haben auch versucht das Schauspiel zu fotografieren,
sind aber noch nicht sicher, ob das auch wirklich geklappt hat. Aber anders
als andere Jahre, sind wir sicher, dass das nicht der letzte Vollmond war
den wir aufgehen sahen und wir schon in einem Monat wieder das grandiose
Farbspiel am Himmel bewundern können.
Die Nacht war wieder bitterkalt, sodass wir all unsere Decken und
Schlafsäcke brauchten und uns am Morgen erstmal von der Sonne wärmen lassen
mussten. Still marschierten noch einige Oryxe an unserem Nachtlager vorbei.
Es ist schön hier zu sein.
Liebe Grüsse
Mirella und Chrigu
Bazi, danke für das Brätzelirezept, ich werde es schon bald ausprobieren
und mitteilen wie es geworden ist.
Vollmond
Vollmond
Nun ist er schon einige Tag vorbei, aber wir haben es sehr genossen, mal
wieder in unserem Büssli zu schlafen. Voll bepackt sind wir ins Revier
gefahren. Da unten ist es aber leider auch immer recht frisch und wir
machten daher ein grosses Feuer, damit wir uns ein wenig wärmen konnten. Es
gab leckeres Rinderfillet und die allerletzten schweizer Teigwaren. Wir
werden uns wohl nie an die namibischen Teigwaren gewöhnen. Die sind innen
ganz weich gekocht und aussen noch all dente. Ausserdem haben sie auch
einen komischen Geschmack. Also wenn uns jemand was mitbringen will, wir
sind sicher dankbare Abnehmer für richtig gute italienische oder schweizer
Spaghetti. Barilla gib die hier zwar auch zu kaufen, im Superspar, aber die
sind unheimlich teuer und die werden wir uns in Zukunft nur noch zu
besonderen Gelegenheiten leisten können.
Sowieso, es gibt hier eigentlich alles zu kaufen, nur gewisse Dinge, die
aus Europa importiert werden, haben ihren Preis. So kostet zB Lindt
Schokolade 100g etwas 10 Franken oder Rahma flüssig 250 ml ca. 8 Franken.
Aber das teuerste ist wohl der Kaffee. Da kostet 500g Espressocafe,
gemahlen, 16 Franken. Ich verstehe nun auch langsam, warum hier alle
Ricoffy trinken. Das ist eine einheimischer Pulverkaffee der mit Chicory
gestreckt wird. Nur ist der aber leider auch ziemlich scheusslich und hat
mit Kaffee nicht viel gemeinsam.
Und dann ging er auf, der Vollmond. Leuchtend rot, am schwarzen
Nachthimmel. Es ist schon faszinierend zuzuschauen wie er dann in kurzer
Zeit seine Farbe von orange über gelb zu einer hell erleuchteten Kugel
verändert hat. Wir haben auch versucht das Schauspiel zu fotografieren,
sind aber noch nicht sicher, ob das auch wirklich geklappt hat. Aber anders
als andere Jahre, sind wir sicher, dass das nicht der letzte Vollmond war
den wir aufgehen sahen und wir schon in einem Monat wieder das grandiose
Farbspiel am Himmel bewundern können.
Die Nacht war wieder bitterkalt, sodass wir all unsere Decken und
Schlafsäcke brauchten und uns am Morgen erstmal von der Sonne wärmen lassen
mussten. Still marschierten noch einige Oryxe an unserem Nachtlager vorbei.
Es ist schön hier zu sein.
Liebe Grüsse
Mirella und Chrigu
Bazi, danke für das Brätzelirezept, ich werde es schon bald ausprobieren
und mitteilen wie es geworden ist.
Bräzelitag
Bräzelitag
So, nun können wir schon bald sagen, dass der Alltag uns eingeholt hat.
Heute ist Arbeiten angesagt. Chrigu fährt schon früh los um Gäste an den
Flughafen zu bringen und neue abzuholen. Alle andern sind mit ihren Arbeiten
beschäftigt. Uwe, mit Jägern, Rotraut mit Einkaufen und Max fährt einen
uralten Ländi in die Stadt zur Werkstatt. Von unterwegs ruft er aber
plötzlich an, weil kein Benzin mehr im Tank ist und somit muss auch Irmela
ausrücken. Und ich halte die Stellung auf der Farm.
Als Chrigu mit den Gästen wiederkommt dürfen wir diese unterhalten und ich
brühe ihnen, mit so einer richtig alten Filtermaschine, Kaffee. Habe gar
nicht mehr gewusst, dass ich das noch kann. Und der Kaffee wird richtig gut,
denn sogar Chrigu lobt mich dafür.
Nach dem Brunch beschliesse ich, heute endlich unser Hochzeitsgeschenk, das
Bräzeliise (Brezeleisen) auszuprobieren. Gut, dass in der Küche alles
vorhanden ist und so kann ich mich an das erste Rezept wagen. Es scheint mit
ganz einfach und simpel. Es soll ein dickflüssiger Teig werden. Nur dumm,
dass hier die Eier etwas kleiner sind als in der Schweiz und so wir das
nicht so recht mit dem Teig. Aber irgendwann mal habe ich ja gelernt, was
dickflüssig ist und so versuche ich es mit ein wenig Milch. Jetzt bin ich
auch mit der Konsistenz zufrieden. Nun 2 Stunden ruhen lassen. Da kann ich
ja prima ein Mittagsschläfchen machen.
Endlich kann ich das Wunderding nun ausprobieren. Tatsächlich, es klappt
alles hervorragend. Nur mit der Form habe ich noch ein wenig Mühe. Denn
eigentlich sollten sie schön rund sein, jedenfalls können das die anderen.
Meine sehen dreieckig oder viereckig aus. Aber Übung wird wohl die Meisterin
machen.
Nun bin ich sehr gespannt, was Chrigu dazu meint. Dazu müsst ihr wissen,
dass er ein richtiger Bräzelifeinschmecker ist und lange nicht alles gut
findet was er bekommt. Und überhaupt, die Oma konnte sowieso die besten
machen. Doch siehe da, sie schmecken ihm richtig gut. Trotzdem muss er in
der Küche herumstolpern und mir gute Tipps geben. Energisch kann ich ihn
davon überzeugen, dass er sich doch lieber wieder an den PC setzten soll.
Quintessenz: 1. ich bin gespannt wie lange die haltbar sind (wenn sie nicht
vorher alle gegessen werden) 2. das nächste mal mache ich viel mehr, denn es
ist schon ein grosser Aufwand und 3. muss ich mir Kecksdosen besorgen. Denn
die gibt es hier nicht. Aber es hat sich auf alle fälle gelohnt, denn sie
schmecken lecker.
Danke an Monika, Aschi, Cornelia, Domenico und Therese. Wir denken heute an
euch.
Liebe Grüsse
Mirella und Chrigu
Härtetest für das Büssli
Härtetest für das Büssli
Staubig und dreckig, steht das Büssli fast heile wieder auf der Farm. Es hat schon ein wenig gelitten auf unserer Tour durch den Naukluft.
Wir sind zusammen mit Maxi und Wolfgang und deren LKW über den Bosua Pass zur Blutkoppe gefahren. Es war eine gemütliche und sehr schöne Fahrt. Die ganze Landschaft schimmert in einem goldgelben Glanz und wir sind sehr erstaunt, dass es so viel Gras hat. Es muss wirklich eine gute Regenzeit gewesen sein. Wir sehen auch recht viele Tiere, vor allem Springböcke und Strausse, aber auch einige Oryxe und Zebras.
Kurz vor Sonnenuntergang erreichen wir die Blutkoppe und können in aller Ruhe den Sundowner mit einem Savanna geniessen.
Mit dem eingegangenen Geld von unserem Abschiedsfest haben wir am Tag davor noch unser Büssli aufgerüstet. Einen Dachträger, einen Wassertank fürs Dach (der ist ganz schmal und am Abend können wir sogar richtig warm duschen) und ganz viele namibische Kisten. Die werden uns noch einige Diskussionen bescheren. Es sind 9 Kisten, die stapelbar sind. Nun ist unser Problem, dass jeder findet, seine ist die wichtigste und muss zu oberst stehen. Aber wir werden das schon noch hin bekommen.
Danke an alle, die dazu beigesteuert haben, dass wir bei Cymot Grosseinkauf machen konnten.
Am nächsten Tag fuhren wir nach einem langen Frühstück zu arches rock, was eigentlich unser gestriges Ziel war. Da der Tag aber noch so jung ist, tuckerten wir über grauenhaftes Wellblech, weiter Richtung Mirabib. Doch das haben wir wieder nicht mehr geschafft, es hätte für uns Langsamfahrer viel zu viel Stress bedeutet und so steuerten wir einen anderen Platz an. Der lag in einer grossen Ebene und war mit Schatten spenden Bäumen umgeben. Da wurde sogar unser Permit kontrolliert, was wir das allererste mal erlebt haben.
Das Endziel am nächsten Tag war aber definitiv Homeb. Die Pad dahin war alles andere als ruhig, nochmals wurde unser Büssli auf eine sehr hart Probe gestellt. Dafür wurden wir aber auch belohnt. Der Platz liegt in Kuisebcanyon, direkt am Revier in einem Akazien- und Anabaumwald. Dahinter sieht man bereits die ersten roten Sanddünen, sie wirkten zum Greifen nahe. Doch bis dahin wars dann doch noch ein ganzes Stück zu laufen.
Die schlechte Wellblechpiste hat leider Spuren am Büssli hinterlassen.
Die Kühlmittelstandanzeige leuchtet auf und mein Fenster (dummerweise ein elektrisches) funktioniert auch nicht mehr. So war also werkeln angesagt. Chrigu hat zusammen mit Wolfgang und dem Buch „VW Bus, jetzt helfe ich mir selber“ fast alles wieder gefixt. (so heisst das auf südwester Deutsch). Zum ersten mal habe ich erlebt, dass sich Chrigu auch für einen Motor interessiert. Da kommt Freude auf, denn uns wurde prophezeit, dass bei einem VW Büssli doch immer mal was kaputt gehen kann (fast so wie bei einem Ländi).
Obwohl Chrigu viel Erfahrung hat mit defekten Scheiben hat, (schon bei der letzten Fahrt im April musste eine geflickt werden und in der Schweiz beim Senice) konnten die beiden das nicht mehr reparieren. Es ist etwas abgebrochen aus Plasti und das Innenleben war verrostet. Rost denke, ich das kann doch in einem so trockenen Land wie Namibia nicht sein. Doch kann es, denn wir vermuten, dass unser Büssli bis jetzt vor allem Windhoek – Swakopmund gefahren ist. Da stand es dann am Sandstrand und wartete, bis ein Fisch an der Angel zugebissen hatte. So muss das gewesen sein.
Die Rückfahrt über den Gemsberg Pass ging wieder flott voran, weil ja auch die Strasse seit dem letzten Dezember sehr gut geflickt wurde. Damals war an einigen Stellen die Strasse durch den heftigen Regen einfach weg gespült worden und wir mussten uns durch Flussbetten wühlen.
Mit einem 32 seitigen Business Plan machen wir uns kurz vor der Dunkelheit auf den Weg zur Farm. Nun wisst ihr auch gleich was wir am Sonntag machen. Bürotag!
PS: Essen war wieder lecker. Es gab Gulasch mit Teigwaren, Currychicken mit Yellowreis und Braten an einer Honigsenfsauce mit Bratkartoffeln.
Liebe Grüsse, Mirella und Chrigu

