Archiv für die Kategorie „Botswana 2006“

zu Hause angekommen

Wir sind wieder zu Hause angekommen. Leider geht ein Monat so schnell
vorbei. In den nächsten Tagen werden wir noch eine Zusammenfassung der Reise
schreiben und diese auch hier einstellen. Vielen Dank an alle die ab und zu
mal reingeschaut, an unserer Reise teilgenommen und uns auch Kommentare per
SMS und Mail geschickt haben.

Chrigu & Mirella

Buschbrand auf Ondekaremba

Mittlerweile sind wir wieder auf Ondekaremba. Unsere Reise nähert sich
unweigerlich dem Ende. Am Montag fliegen wir nach Hause.

Von Harnas waren wir eher positiv überrascht, vielleicht auch
weil wir nicht zu viel erwartet haben. Der Campinplatz mit all seinen
Tieren rundherum hat eine ganz besondere Atmosphäre und der Preis für
Camping, Morgen und Abendfütterung und auch die Mahlzeiten waren zwar
hoch (1500 N$ für zwei Personen) sind aber das Geld wert. Besonders wenn
man erlebt wie mit viel Liebe für die Tiere gesorgt wird und dass viel
Geld in diese investiert wird. Allerdings liegt Harnas abseits der
normalen Reiserouten, so dass man sich bewusst für den Besuch
entscheiden muss und auch mehr als eine Nacht da verbringen sollte.

Auf dem Rückweg sind wir noch nach Windhoek gefahren um einige
Mitbringsel und Souveniers einzukaufen. Wir waren zum ersten Mal an
einem Samstag in Windhoek. Vom Trubel der heute hier geherscht hat,
waren wir sehr überrascht.

Auf dem Wag nach Ondekaremba sahen wir schon die dunklen
Wolken aufsteigen. Gleich neben der Asphaltstrasselodern die
Flammen meterhoch. Rasend schnell entwickelt sich ein Buschbrand.
Wir waren wirklich überrascht, wie schnell sich so ein Buschfeuer
ausbreitet. Eineinhalb Stunden früher sind wir die selbe Strecke
gefahren, da war noch nichts zu sehen. Jetzt ist da alles schwarz. Wir
kommen ungeschoren in Ondekaremba an, die Besitzer und Angestellten sind
aber alle am löschen und versuchen das Feuer einzudämmen. Nach einigen
Stunden ist alles wieder OK.

Nun machen wir uns ans aufräumen und packen, so dass wir die nächsten
anderthalb Tage noch geniessen können.

wieder in Namibia

Heute sind wir nach Namibia zurückgekehrt. Der Grenzübertritt verlief
schnell und unproblematisch. Die Strassengebühren in Namibia sind
derzeit auf 140 N$. Das hatten wir irgendwie günstiger in Erinnerung.

Weil wir ja nicht so lange fahren wollen und noch einige Tage Zeit
haben, legen wir noch zwei Nächte auf der Gästefarm Harnas ein. Mit dem
Ziel uns selber ein Bild von Betreib hier zu machen, über den es viele
zwiespältige Meinungen gibt.
Obschon wir keine Ahnung haben, was uns der Spass zum Schluss kosten
wird, sind wir vom Campingplatz und der ganzen Anlage schon mal
begeistert. Über den Campingplatz ziehen einige Oryxantilopen und
überall tummeln sich die Zebramangusten, Warzenschweine und einige
Schildkröten. Nebenan hat es einige grosse Gehege mit Geparden und
Pavianen, in der Ferne hören wir die Löwen brüllen. Für uns passt es im
Moment so sehr gut. Morgen werden wir die Fütterungsrunden mitmachen und
wieder berichten.
Auf dem Foto die Tierische Begegnung zwischen Chrigu und der
Zebramanguste Colin die nach einem Leopardenangriff zusammengeflickt
wurde und seither Handzahm ist.

MP3 Tag

Heute war ein MP3 Tag. Das sind die wenigen Tage während der Reise, an
denen wir unsere MP3-Player hervorholen weil wir lange und recht
langweilige Strecken zu fahren haben. Aus dem Makgadikgadi Nationalpark
sind wir via Maun nach Ganzi gefahren um morgen nach Namibia
zurückzukehren. Bis auf ungewöhnlich vile Ziegen und Esel die sich vor
das Auto werfen wollten und die zwei üblichen Polizeikontrollen war die
Fahrt ereignisslos.

Unterwegs haben wir uns überlegt, ob wir heute Abend selber kochen oder
auf der Lodge, zu der der Campingplatz gehört, essen. Wie haben uns für
das Restaurant der Lodge entschieden und ein interessantes Nachtessen
erlebt. Es gab wieder einmal typische Botswanagerichte, Schafragout,
Ochsenschwanz, noch irgend ein Ragout und Rostbeef. Dazu Reis, Milipap,
Kürbise, Salat und ein mehrlagiges Früchte-Dessert.
Das Fleisch war leider extrem zäh. Das ist wahrscheinlich der Grund
wesshalb die Leute hier so gute Zähne haben (oder keine mehr…).
Ausser uns war noch eine Einheimische Worshopgruppe da viel erzählt und
gelacht haben. Leider haben wir kein Wort verstanden, lustig war es
trotzdem denn Ihr lachen hat uns angesteckt. Wie viele der Witze uns
galten können wir nur an den Blicken die wir erhalten haben erahnen.

Die Zebras haben uns auch einige Blicke zugeworfen.

Kalt!

Letzte Nacht gab es einen Kälteeinbruch. Erst dachten wir es läge an
Kubu Island, weil diese in einem Salzsee liegt und es nicht viel gibt,
was die Wärme lang speichert. Aber auch an andern Orten ist es kalt.
Als wir heute morgen kurz vor Sonnenaufgang aufgestanden sind, damit wir
die Insel im schönen Morgenlicht sehen, war es gerade mal 6 Grad.
Es hat sich aber trotzdem gelohnt früh aufzustehen. Einige Fotos sind
wunderschön geworden.

Später ging es dann weiter über die Salzpfannen und an alten Baobabs
vorbei in den Makgadikgadi Nationalpark. Wir sind direkt an den Boteti
gefahren. Ein Flussbett, das grösstenteils trocken ist, in dem es aber
immer noch Pools mit Wasser gibt. An diese Pools strömen die Tiere zu
Tausenden. Speziell Zebras und Gnus haben wir noch nie in solchen Mengen
gesehen. Somit wurden wir schon mal sehr positiv überrascht.

Im Moment sitzen wir auf dem Campingplatz. Wir hören immer wieder das
wiehern der Zebras, einige Meter von uns entfernt rascheln die Mäuse im
Gebüsch und in der Ferne tuckert der Generator einer Lodge. Der Mondlose
Nachthimmel ist riesig und das Feuer gibt uns noch ein bisschen warm. So
richtig Afrikanische Stimmung eben.

Kubu Island

Heute sind wir nach Kubu Island gefahren. Einer kleinen Insel inmitten
eines ausgetrockneten Salzsees. Auf der Insel gibt es sehr viele
skurrile Baobab und andere Bäume. Heute herrscht hier ein recht starker
Wind, der vielleicht die Nach im Dachzelt etwas ungemütlich werden
lässt. Wir werden es ja sehen. Trotz starker Bewölkung hat es heute
Abend aufgeklärt und einen schönen Sonnenuntergang gegeben.

Als wir gestern in Nata waren, haben wir in einer Metzgerei noch Fleisch
gekauft. Die Auslage war für Europäische Begriffe alles andere als
einladend. Hühner werden hier eher lebend als in Fleischform verkauft.
Auf meine Nachfrage war aber noch ein Rinderfilet in der Gefriertruhe
aufzufinden. Für das 1.2kg schwere Filet habe ich 22 Pula (ca. 4
Franken) bezahlt. Als es heute morgen aufgetaut war, habe ich es in
einen Braten, einen Curry Eintopf und Geschnetzeltes mit Pilzen zerteilt
und auch gleich mariniert.
Heute Abend gab es dann den Braten, den wir im Gusseisernen Topf mit
Ober- und Unterhitze (Glut auf dem Deckel und unter dem Dreibein) schön
rosa gebraten haben. Dazu gab es Polenta von zu Hause und
südafrikanisches Tomaten Chutney. Wie immer war es sehr lecker.

Morgen geht es quer über die Salzpfannen in den Makgadikgadi
Nationalpark in dem es im Moment sehr viele Tiere geben soll. Wir hoffen
immer noch auf einige Löwen und auch über eine längere Begegnung mit
einem Honigdachs würden wir uns unheimlich freuen.

Voegel statt Loewen

Gestern haben wir einen geführten Ausflug an den Kwai-Fluss gemacht. Ein
sehr schönes Gebiet welches zwischen dem Moremi und dem Chobe
Nationalpark liegt. Die Tiere bewegen sich frei zwischen den Parks und
kommen zum trinken an den Fluss. So haben wir wieder einmal seht viele
Tiere gesehen, nur die Katzen wollten sich nicht zeigen. Stattdessen
hatten wir grosses Glück mit den Vögeln. So hat der Kingfischer einige
Meter vor uns in der Luft geschwebt und nach seinem Fisch Ausschau
gehalten. Die Adler sind gleich Duzendeweise herumgeflogen und einem
Leoparden-Riss hatte es sehr viele Geier. Natürlich durften auch ein
paar Elefanten nicht fehlen, obschon Mirella gesagt hat, dass Sie von
diesen jetzt für eine Weile genug hat.

Mittlerweile sind wir wieder in Maun und haben einen neuen Plan gemacht.
In den nächsten Tagen geht es über Nata nach Kubu Island um dann via
Makgadikgadi wieder Richtung Namibia zu fahren.

Zwei Grosse Kerle

“Schau mal zum Fenster raus.” Sagte ich zu Mirella, als sie etwas im
Reiseführer nachlas. Wir standen schon eine geraume Weile am Wasserloch,
in das gesten noch Wasser gepumpt wurde. Heute war es offensichtlich
trocken. Immer weider kamen Tiere vorbei und wurden entäuscht dass kein
Wasser floss. So waren die beiden Elefanten schon einige Zeit in der
Gegend bis sie sich entschlossen das Teil, welches wir unser Auto
nennen, ein bisschen genauer anzuschauen. Da standen Sie nun. Einer
links einer rechts ca. fünf Meter vor dem Auto. Einer hob den Rüssel um
mal zu schnuppern nach was wir riechen. Der andere schaut uns
eigentümlich an. Nach hinten können wir nicht, da ist es recht buschig,
zur Seite geht es auch nicht und vorne stehen die Elefanten. Was nun?
Unsere Herzen schlagen wie wild als der erste einen Fausgrossen Stein
mit dem Rüssel packt und ihn unter wildem Ohrengewackel einen Meter weit
schmeisst. Der andere nimmt einen Rüssel voll Staub und wirft diesen in
die Luft. Dabei kommen sie immer näher. Bei etwa drei Meter Abstand
belben Sie stehen. Meine Hand ist schon lange am Zündschlüssel der Fuss
drückt die Kupplung durch. Ich warte aber noch. Irgendwie wissen die
beiden grossen Kerle nicht was sie mit uns anfangen sollen. Alle
Drohgebärden haben nichts genutzt. Wir stehen immer noch da. Plötzlich
verlieren Sie das Interesse und ziehen ab. Etwa fünfzig Meter von uns
beginnen Sie Gras zu fressen. Alles wieder ruhig, erfreut können wir
durchatmen und unsere rasenden Herzen zur Ruhe kommen lassen.

Einige Minuten später werden wir durch eine Elefantenherde mit Jungen
belohnt, die auch an diesem Wasserloch den Durst stillen möchte. Nach
diesen eindrücklichen Erlebnissen quälen wir uns vom Savuti wieder
zurück auf die Mankwe Bush Lodge. Von welcher wir morgen einen geführten
Tagesausflug an den Kwai, eines unsere Lieblingsziele in Botswana
machen.

Super Tag!

Heute hatten wir einen wundervollen Tag. Wir haben einen Tagesausflug
vom Savuti an den Linianti gemacht. Schon kurz nach der Abfahrt kreuzte
ein Leopard unseren Weg. Elegant ist er mit einigen Sprüngen im nächsten
Dickicht verschwunden. Kurz aber wunderschön.
Am Linianti haben wir uns noch mals erkundigt, ob wir denn nicht im Camp
übernachten können. Das gehe leider nicht, wegen der defekten WC- und
Dusch-Anlage. Das wir das für einmal nicht brauchen, wollte niemand
verstehen. Wir dürfen aber den ganzen Tag auf dem Camp bleiben und
sollen einfach am Abend wieder zurück ins Savuti. So haben wir es uns
auf dem Campingplatz gemütlich gemacht, die Stüle und Bücher rausgeholt
und mit lesen begonnen. Schon nach kurzer Zeit hören wir die ersten Äste
knacken. Ein Elefant schleicht sich an. Minuten später sehen wir ihn
keine 10 Meter von uns weg im Dickicht. Langsam zieht er Richtung Fluss.

Während der nächsten Stunden sind immer wieder Elefnaten, Impalas,
Paviane und viele Vögel vorbeigekommen. Im Fluss hatte es auch noch
einige Flusspferde die sich lautstark gemeldet haben.
Mitte Nachmittag sind wir die 40 km ins Savuti zurückgefahren. Dafür
haben wir wie am Morgen zwei Stunden gebraucht. Unterwegs hatten wir
neben vielen Elefanten auch noch Begegnungen mit Büffel und einer
Pferdeantilope. Der Weg ist auf einem Stück sehr sandig, wir sind aber
ohne grössere Probleme durchgekommen. Auch wenn wir wegen einem
gestürtzten Baum erst noch eine Umfahrung suchen mussten.

Einen Ausflug an den Linianti können wir jenen die mehrerer Tage im
Savuti sind auf jeden Fall empfehlen.

Viel Wasser im Savuti

Heute sind wir von der Mankwe Bush Lodge ins Savuti gefahren. Am Gate
haben wir die erste Überraschung erlebt. Wie immer hatten wir keine
Reservation. So haben wir am Gate gebucht. Dabei konnten wir sogar in
Euro bezahlen. Leider ist die Linianti Campsite im Moment zu, so werden
wir morgen einen Tagesausflug an den Fluss machen.
Im Savuti hat es noch überall Pans mit Wasser, so dass die Tiere nicht
unbedingt an die bekannten Wasserlöcher kommen. Einige Elefanten haben
wir aber doch zu Gesicht bekommen. Die Löwen haben wir leider nur
gehört.
Dieser Gelbschnabel-Toko hat sich dafür für uns in Pose gestellt.